Von Albert Gratz
Im Rahmen des AI-Filmfestivals kam die Biberacher Boehringer-Standortleiterin Christiane Steur und der IT-Experte bei Boehringer Aleksandar Kapisoda am vergangenen Freitag Nachmittag in die Stadtbuchhandlung. Thema ihres Vortrages: KI beim Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim am Standort Biberach. Mit etwa 50 Zuhörern war die Veranstaltung in der kleinen Stadtbuchhandlung gut besucht.
Die Größenordnung der bei Boehringer zu verarbeitenden Datenmengen sind laut Christiane Steur unvorstellbar groß. KI sei bei deren Auswertung eine große Hilfe um viel Zeit und Ressourcen zu sparen, die dann anderweitig sinnvoll eingesetzt werden können.
„Wir brauchen auch in der Zukunft Forscherinnen und Forscher“, sagt Christine Steur zum Thema, ob KI Arbeitsplätze bei Böhringer wegrationalisiert. Allerdings werde es schwierig für Mitarbeiter, die nicht wissen, wie man mit KI arbeitet. Für diese will und muss Boehringer Fortbildungen anbieten, so Steur.

Ein weiteres ihrer Themen war der immens große Energieverbrauch beim Einsatz von KI. Boehringer habe hierbei eine große gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Deshalb soll der KI-Einsatz nicht beliebig erfolgen, sondern nur da, wo es wirklich notwendig und vernünftig ist.
Ein praktisches Anwendungsbeispiel mit Unterstützung von KI in der Medizin, bei dem das Unternehmen mit dabei ist: Stichwort Telemedizin. In Ländern mit schlechter medizinischer Versorgung könnten mit Hilfe von KI Untersuchungen per Videokameras durchgeführt werden. Boehringer ist aktuell in Kenia mit einem derartigen Projekt beschäftigt.
Über 90 Minuten dauerte der Vortrag bereits, als Corinna Palm, Hausherrin der Stadtbuchhandlung, die Bühne betritt und charmant den Vortrag beendet, weil das AI-Filmfestival weitergehen muss: wenig später starten bereits die nächsten Filme.
