Und noch ein Sterbefall in der Innenstadt. Der wirklich liebgewonnene Fischlafen in der Viehmarktstraße gibt auf. Nur noch zum Wochenmarkt ist die Fischfrau mit einem Stand vertreten, Mittwochs und Samstags. Ort: Bei Optik Schilling in der Hindenburgstrasse. Vorbei die Zeit der leckeren Mittagsgerichte. Statt Fisch geht der trend nun wohl auch bei den eher gesundheitsbewussten und finanziell besser gestellten zum Döner. Zwangsweise.
Toll, einerseits solch prickelnde Aktionen wie „Freiraum“ oder „Summer Lounge“ (die Lounge sogar staatlich unterstützt durchs BaWü Touriministerium), anderseits geht die Austrocknung der Innenstadt munter weiter. Solange die Blase (nicht die an die man denken könnte) hält – kann man ja weiter träumen. Und natürlich tolle Motivationsvideos auf facebook posten. Das Drama scheint erst zu beginnen. Leider.
Ach ja: Übrigens das Himalaya ist auch schon Geschichte. Dem Vernehmen nach soll da demnächst eine Sushi Station aufmachen…
Dumm – Irgendwie fällt einem in dem Zusammenhang immer wieder ein blöder Satz ein: Der verdorbene Fisch stinkt vom Kopf her… zuerst. Nerviger Spruch.

Es sollte in einer Stadt wie Biberach doch Menschen mit Ideen zur Abhilfe geben? Man müsste sie einfach um ihre Beiträge bitten oder mindestens fragen.
Vielleicht gibt es in Biberach sogar Bürgerinnen oder Bürger, die schon mal andere Innenstädte gesehen haben?
„Man müsste sie einfach um ihre Beiträge bitten“, diese Beiträge verhallen doch seit Jahren, wenn nicht gar seit Jahrzehnten, im Nichts. Was nicht Tuch- und Porzellanhändlers Zustimmung findet verschwindet einfach in der Schublade, s. Bürgerbeteiligung zur Marktplatzumgestaltung vor ein paar Jahren. Einfach mal regelmäßig über die Webcam einen kurzen Blick auf den toten überhitzten Marktplatz werfen, mehr braucht es nicht um zu sehen was hier schief läuft.