Huahhh – Nicht Hurra! sondern WUAAA! Gut, zunächst der „Fotograf“ ist ja nun eher ein Videoreporter bei Regio TV und war früher beim Radio. Felix Achberger eher bekannt für seine lockeren und manchmal auch ein wenig launigen TV Auftritte hat offenbar das Motiv des diesjährigen Schützenfestplakates festgehalten.
Oh oh da ist doch der feuchte Traum von Gaspard in die Tastatur geflossen! Da ist eine fette Entschuldigung fällig. Der Fotograf war Florian Achberger und nicht der Rundfunkkollege. Man sollte sich nicht die Wahrnehmung vernebeln lassen. Pardon. Das Schützenfestmotiv ist fotografiert worden von Florian Achberger: Hier geht’s zur Webseite. Danke an Albert Gratz für den korrigierenden Hinweis!
Wie es heißt eine Spitalhoftrommlerin der Mali Gemeinschaftsschule. Hübsch anzusehen – durchaus. Und dennoch geht da so manchem ehemaligen Schützenfestfan die Hutschnur hoch, wenn man sich an die Zeiten von Schützendirektor Bernd Reichle erinnert. Der professionelle Schützenbeobachter möge zunächst mal im oberen Bild ganz kritisch überprüfen, wie viele Fehler man finden mag. Gaspard verrät: Es sind insgesamt 6 bis 7 deftige Faux Passes.
(Spoiler Warnung: Nicht weiterlesen, wenn sie „mitspielen!“)
Zunächst mal zu den augenfälligen oder neudeutsch augenkrebsverursachenden Fehlern im Bild:
Da wären mal die Krallen zu erwähnen. Auch Profis im Bereich Mittelalter bis Neuzeit sind sich sicher: Nail Optimierung ist eher was für jüngere „Bitches“ der Gegenwart (Wohlgemerkt, das ist hier nicht abfällig oder despektierlich gegenüber von NailträgerInnen gemeint, auch nicht gegenüber dem betroffenen – im Besonderen auch durchaus sehr schönen – Schützenfesttrommlerinnen Model.) Weder im 15. bis 18. Jahrhundert sind Nagelstudios, vornehmlich auch asiatischer Herkunft, überliefert. Hält man sich hier an die bis noch in die 2000er Jahre geltende Reichle Doktrin (kein Schmuck, kein Lippenstift, auch keine Schminke oder Lippenstift, keine Kettchen, Ohrringe und auch keine Rolex oder ähnliche Uhren…) ist sozusagen eine Art mentaler Braininfarkt absehbar. Bei genauer Betrachtung des Schützenfestplakates 2026 sind zu finden: Lippenstift, Kosmetische Anpassungen von Augenbrauen, Teint und Wimpern, Spuren von Kajal und Ohrringen, Halskettchen und natürlich Nagelrestaurierungen der Marke Kätzchen. Der moderne Mann mag das goutieren, der Historiker weniger. Ein Plakat für ein „historisches“ Kinder- und Heimatfest? Naja, in modernen historischen Filmen aus den Jahren um 1960 (Ben Hur) wurden ja auch schon Kondensstreifen am Himmel („Ein Himmelswagen!“) und Rolexuhren auf der Hand eines Streitwagen(führers) gesehen. Warum sollte man da besonders eitel herumschwadronieren? Lasst es doch mal gut sein, erfreuen wir uns an der Schönheit der Dame und weniger an der Authentizität der Sache!
Auflösung:

„Hübsch anzusehen – durchaus“, „im Besonderen auch durchaus sehr schönen – Schützenfesttrommlerinnen Model“, „erfreuen wir uns an der Scxhönheit der Dame“.
(Die ganzen Schreibfehler sind wohl der Aufgeregtheit um die Schönheit der Dame geschuldet).
Jetzt fehlen eigentlich nur noch die rehbraunen Augen, und die Geschichte wäre perfekt.
lool natürlich – da zittern den Autoren die Hände. Eine KI wäre da wesentlich entspannter gewesen 😉
Alte weiße Männer.
Alternativ: Dem Patriarchat und gefällige Frauen müssen auf ein „funktionierendes Schützenplakat“! Sex sells wie eh und jeh. Und ist nicht das Schützenfest ein Garant für Schützenküsse und beliebige Belästigungen von weiblichem Freiwild?
da schert sich doch kein Fuchs mehr drum
Fuchs? Also bitte, da klingelt doch schon wieder die Chauvi Kasse! 🙂
Schluss jetzt. Das Mädchen ist vielleicht 15 und sie steht bestimmt nicht drauf, von nicht mehr ganz 15-jährigen Semipädophilen so penetrant gemustert und bewertet zu werden. Geht’s noch. Schämt euch MINDESTENS. Kann gut sein, sie liest eure doofen Kommentare. Schutz Minderjähriger, Persönlichkeitsrechte, sich seiner Verantwortung als Erwachsener stellen, schon mal gehört? Ihr tut hier ganz öffentlich kund, dass ihr keinen Schimmer habt, wie man Mädchen/Frauen gegenüber Respekt zeigt, und merkt’s nicht mal. Euer eigener Sexyness-Faktor tendiert dadurch logischerweise gegen Null, sorry. Erzählt mir auch bloß nichts mehr von Rechten oder Gerechtigkeit, denn wie in einer Gesellschaft mit Mädchen und Frauen umgangen wird, ist schlicht eine Gradmesserin für Demokratie.
Es geht nicht nur um manche Kommentare, sondern vor allem auch um den unerträglichen Artikel selber inkl. der Detailkennzeichnungen auf dem Foto. Sowas geht einfach nicht. Das ist ein Kind oder zumindest fast noch. Das kann man nur zurückweisen, auch wenn Weberberg an anderen Stellen seine guten Seiten hat, z. B. als Beitrag zur lokalen/regionalen Medienvielfalt bzw. als Korrektiv zur bekannten „Hofberichterstattung“.
Danke Elke – volle Zustimmung