Am Marktplatz: Knapp am Tod vorbei

Eine quasi prophetische Aussage gab der Weberbberg.de-Chef heute von sich. Freunde und Bekannte reagierten besorgt darauf, dass er morgen zu einer Einladung mit Hochzeit in die Türkei fliegen wird. „Ist das nicht zu gefährlich?“ Der Weberberg.de-Chef: „Ich kann auch in Biberach überfahren werden.“ Gesagt und – fast – getan. Als er gegen 12:50 von der Engelgasse aus zum Edeka-Walke rüberging, kam von links ein Bus und der Weberberg.de-Chef musste schnell reagieren und zurückspringen. Der Busfahrer hätte nicht reagiert, denn der war beim Überfahren der Einmündung der Engelgasse im Gespräch mit einem Fahrgast und blickte zu ihr nach hinten. Eine Sekunde später hätte das das Aus für Weberberg.de sein können. So schnell kann’s gehen. Was den Türkeiaufenthalt angeht, gab es Entwarnung von einem türkischen Geschäftsmann: „Da kannst du ruhig hingehen. Jetzt sind alle verhaftet.“

Gemeinderat Ozi?

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Immer wieder gut für neue Nachrichten zu Pizzabäcker Ozi: der Südfinder. Vergangenen Mittwoch war der Mann von der Pizzatheke wieder einmal groß vertreten – mit einer angekündigten Kandidatur zum Gemeinderat. (Bis mal wieder Wahlen sind, dürfte das wohl in Vergesseneheit geraten sein.)  Wahlprogramm des Migrationsgastronomen: Verkürzung der Sperrzeit an Schütza.  Erfolg dürfte er damit bei den Mehrheitsverhältnissen in dem Gremium kaum haben. Aber gut gemeint ist es. Auch in seinem eigenen Interesse, denn er würde nachts gerne länger verkaufen und liegt dabei schon lange mit der Stadt im Clinch.  Diese Woche wird der Südfinder wohl noch einmal nachlegen. Motto Stadtrat – Stadträtin – Stadtrad. Was es mit Letzterem auf sich hat, lesen Sie – so ist zu hören – am morgigen Mittwoch.

Herrgöttle-News

Das Herrgöttle von Biberach meinte es bisher gut mit der Schütza, die am Freitag wieder eröffnet wurde. Wir es der Brauch ist, wurde das Kinder- und Heimatfest mit einem heuer geringfügig weniger ) holprigen festgedicht von Schulleiter und Schützadirektor Klaus Bott eröffnet. Es gehört zur Biberacher Liberalitas, dass das Kinderfest mit einem offiziellen Ansporn zum Kampftrinken beginnt. Ab Donnerstag könnte es allerdings wacklig werden mit dem Wetter. Die Weberberg.de-Redaktion schert das wenig. Sie wird zur Fortbildung in der Türkei weilen.

Woanders wird geputscht. Und in Biberach? Alles friedlich?

Bei diesem Schützenfest ist der beliebte Schaschlik- und Wurststand neben dem Café Weichhardt verschwunden. Ebenfalls Fehlanzeige: der leckere Thai-Imbiss in der Weberberggasse. Was mehrere Jahre prima ging, geht plötzlich nicht mehr. Auch Adibs Falafelstand fehlt am üblichen Platz. Immerhin gibt es ihn noch und zwar um die Ecke vor der Gastwirtschaft „Zum Biber“. Bitter für Gastronom Adib, denn so findet man ihn fast nur, wenn man’s weiß. Auf dem Berg gibt’s leckere Bio Pizza auf Wunsch auch vegan mit veganen Käse. Ein Trost?

Weberberg.de-Mundartservice

Wir in der Redaktion haben unsere norddeutsche Herkunft nie verleugnet. Aber wir haben ein großes Herz auch für die schwäbische Mundart. Daher hier ein aktuelles Gedicht (von Peter Rieger):

Uf dr Schwäbscha Eisabahna,
muesch amol am Samschtig fahra.
Schtuegert, Ulm ond Biberach –
noch lieget dir d’Nerva brach.

An dr Schwäbscha Eisabahna,
hanget oft zwenig Wäga dana.
Neipresst bisch wia en Dosafisch,
Dementsprechend isch d’Luft au frisch.

Jedes Wochaend an See, fendet älle
Schtuegerter schee.
Dass ma do au zoiga ka,
wer em Land hot d‘ Hosa a.

Jeder Schduegerter hot a Mädle,
ond en ganza Wurf mit Rädle.
Älles en da Zug bugsiert,
ond de andre d’Hos verschmiert.

En dr Schwäbscha Eisabahna,
sieht ma koin Politiker fahra.
Bloß it nei en so en Gschtank,
weil do droht des Volkes „Dank“….

En dr Schwäbscha Eisabahna,
hand se scho am Morga Fahna.
Saufa, Fressa, s’Zuig omleera,
oiner wirds scho zammakehra…

Obeds en dr Eisabahna, sieht ma
bloß no Ziefer fahra.
Brauchsch en Schaffner,
suechsch omsuscht,
weil der en sei Deckong huscht.

Werden und vergehen in der Szene

Das war’s also mit Plan B, der geräumigen Kneipe in der Hindenburgstraße gegenüber von  Ozis Pizzabackstube. Gestern war die letzte Nacht und es war beste Stimmung. Demnächst wird das Etablissement unter neuer Leitung öffnen – als Shisha Bar.

Gleich um die Ecke dann Trubel auf der Straße. Etliche Menschen wollten in das vor Kurzem eröffnete Poco Loco, das sich mit seinen ungewöhnlich hohen Räumlichkeiten und reichlich Gästen prächtig präsentierte.

Eine Botschaft der „Kleinen Feger“

Liebe Freunde,

es gilt wieder für Stimmung zu sorgen. Wir brauchen euch alle!
Samstag 16.07.2016 kurz vor der Abnahme. Flashmob 2.0.

2010 waren wir 80 Kleine Feger vor dem Alten Haus. Wir schaffen jetzt 100+x auf dem Marktplatz!

Folgendes Szenario:
Samstag 16.07., Marktplatz 13:30Uhr, halbe Stunde vor Beginn der offiziellen Feierlichkeiten marschieren die Kleinen Feger auf den Marktplatz. Die Tribünen sind voll. Wir spielen unser erstes Stück.
Ihr seid bereits irgendwo auf/um den Marktplatz/Tribünen/Publikum verteilt. Auf unser Zeichen kommt ihr zu uns auf den Marktplatz. Wir stellen uns auf. Jeder weiß wo er hinläuft und was er zu tun hat. Es folgt ein gemeinsamer Marsch. Die Schützendirektion weiß Bescheid und kehrt hoffentlich mit.
Falls wir gut performen, die Zugabe. Im Anschluss Abmarsch und Verteilung zurück ins Publikum.

Zwei Stunden vorher:

Es wird insgesamt eine Probe am Flashmob Tag selbst stattfinden, Treffpunkt 11:30Uhr im Stadtgarten Rondell beim Weißen Turm. Bei Regen treffen wir uns direkt vor der Stadthalle unter der Überdachung.
Zur Orientierung hier ein Video vom Flashmob 2010:
https://www.youtube.com/watch?v=VpmFJ-CRFL4

Wir spielen die gleichen Märsche wie im Video, schaut euch schon mal die Drehungen und Einsätze an. Bekommt ihr hin.

Dress code:
Obenrum gelb, untenrum blau (gerne der klassische Blaumann), Kopfbedeckung nach Wahl und natürlich der Besen.
Die original Kleinen Feger spielen aus akustischen Gründen auf Besen mit Metallborsten. Natürlich tut es für den einen Auftritt auch den Klassiker mit Plastik Borsten, welcher zu Hause rumsteht.
Metall und Plastikversion bekommt ihr bei Eisenwaren Keinath (Bachgasse 23, 07351 7 24 59) für ca 15€. Allerdings ist eine telefonische Vorbestellung notwendig. Begrenzter Vorrat. 5 Tage Lieferzeit. Die Besen könnten vor der Probe direkt im Laden abgeholt werden. OBI Biberach hat zur Not auch noch ne paar Besen rumstehen.

Wer auf sein Gelbes Shirt ein blaues Feger Logo gesprüht haben möchte kommt ebenfalls auf seine Kosten. Nach der Probe werden unsere Helfer mit Airpumps und Textilfarbe im Stadtgarten bereit stehen.

Es wird eine einmalige und einzigartige Aktion auf dem Marktplatz werden und bleiben.

Je zahlreicher und massiver wir sind, desto besser! Die Stadt soll sehen warum das geilste Fest der Welt in Biberach stattfindet.
Also gebt euch nen Ruck. Jeder bringt noch zusätzlich 2,3 Freunde mit. Keine Altersbegrenzung. Kinder, Opa, Oma. Mega! Hauptsache blau/gelb.

Nach dem Sieg

Schweinsteiger, Özil und Müller hatten dem Elfmeterschießen zum Ende des Spiels Deutschland gegen Italien besonders viel Spannung verliehen. Dass le Mannschaft zum Schluss vorne lag, sorgte für entsprechende Begeisterung in Biberachs Kneipen. Denn: Der Fluch ist gebrochen! Auf dem Marktplatz gab es dann auch die üblichen Sprechchöre, das Auf-die-Knie-Ritual und fröhliche „Sieg Heil!“-Rufe samt gestrecktem Arm. Und dennoch war in diesem Jahr etwas anders gegenüber den vorigen Europa- und Weltmeisterschaften, wie unsere Fotos von der Nacht zeigen. Syrer und Iraner schwenkten Deutschlandfahnen. Afghanen feierten eifrig mit. Deutsche und Schwarzafrikaner in den Trikots der Nationalmannschaft lagen sich in den Armen.
Vor dem neu eröffneten Poco Loco stauten sich die Partygänger und die Türsteher hatten viel zu tun.

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Mut zu Biberach

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Jede Menge Freunde, Kollegen und Stammgäste kamen zur heutigen – noch inoffiziellen – Eröffnung des Poco Loco.  Wer weiß, wie heruntergekommen die Räume des einstigen Agenturhauses waren, staunte nicht schlecht über das Ergebnis der aufwändigen Renovierung.  Wirt Alexander Ristić (Mitte mit Personal und Freund) glaubt an Biberach als attraktive Location und hält nichts davon, als Gastronom hier den Kopf in den Sand zu stecken. Mit dem Umzug aus dem ehemaligen Poco Loco, das unter neuer Leitung und als anderes Restaurant wieder eröffnet wird, gibt es jetzt ein Restaurant und eine Bar in Biberach, die wohl den Rekord beanspruchen kann, was die Raumhöhe angeht.  Am morgigen Samstag ab 17 Uhr ist das neue, das ganz andere Poco Loco für das Publikum geöffnet.

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Voll übel

Moslems in Großbritannien werden seit dem Brexit zunehmend Opfer von Beschimpfungen und tätlichen Angriffen, siehe hier. Und was tut sich im weltoffenen Biberach?  Der Stadt, die mit Clacton verbunden ist, wo man sich ganz überwältigend für den Brexit entschieden hat. Wird man einen einzigen Biberacher Gemeinderat morgen beim Fastenbrechen  in der Moschee am Zeppelinring sehen? Oder gar einen der Bürgermeister? Wohl kaum. Weltoffen in der Praxis ist halt irgendwie schwierig. Aber Werbeprospekte sind halt geduldig.

Friedenstermin

Das jährlich erscheinende Gutachten der deutschen Friedensforschungsinstitute stellt eine hilfreiche „Brücke“ von Wissenschaft zu praktischer Politik und konkreter Friedensarbeit dar. Beim gemeinsamen Monatstreff von Arbeitskreis Entwicklungspolitik (AKE) und Friedensbündnis am Mittwoch, 6. Juli 2016, 19.30 Uhr im Nebenzimmer des „Biberkeller“ in Biberach geben auch dieses Jahr wieder Ludger Semmelmann und Alfons Siegel orientierende Einblicke zu Kernthemen, Hauptaussagen und Empfehlungen dieses wichtigen Jahrbuches. Im Anschluss an die Kurzreferate besteht Gelegenheit zur Diskussion, vor allem auch, um im Lichte aktueller Herausforderungen mögliche friedenspolitische Konsequenzen für die Arbeit an der Basis bis zur Politik auf höherer Ebene zu verdeutlichen. Alle Interessierten sind herzlich willkommen! Der Eintritt ist frei.


1:1 – Mensch zu Mensch: 10.000 Euro erreicht

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Der Fonds für Flüchtlingsarbeit „1:1 – Mensch zu Mensch“ von Thomas Fettback und Johannes Riedel sammelt nunmehr seit einem halben Jahr mit knapp 100 Spendendosen für Kleingeld. Dieser Tage nähern sich die Einnahmen auf dem Kreissparkasse-Sonderkonto der 10.000-Euro-Marke. Fast 40 Förderungen wurden gemäß dem Leitmotto „unabhängig, konkret, ehrenamtlich und treuhänderisch“ gewährt. Die durchschnittliche Maßnahme schlägt mit rund 165 Euro zu Buche:  Von Arbeitskleidung über Brillen, Fahrkarten, Sportartikel, Schulbücher, Haushaltsgegenstände, Fahrräder, Sprachkurse bis hin zu einem Kurs in Gewaltprävention reicht das Spektrum.

Die Anträge an „1:1 – Mensch zu Mensch“ stellen immer ehren- oder hauptamtliche Betreuer. Unterstützt wurden sinnvolle oder dringend benötigte Maßnahmen, für die es von anderer Stelle keine Förderung gibt oder diese zu lang dauern würde. Für solche unbürokratischen Soforthilfen hatte Fettback in seinem jahrelangen Engagement für Flüchtlinge Defizite ausgemacht. Auf seiner Homepage (www.thomas-fettback.de) legt er jeglichen Geldfluss offen. „Diese einfache und transparente Form hat auch den Spendern eingeleuchtet beziehungsweise gefehlt, ansonsten würden sich unsere Spendendosen nicht  füllen.“ Schirmherr ist Biberachs OB Norbert Zeidler.

Die ersten Spendendosen von „1:1 – Mensch zu Mensch“ haben derweil auch Umlandgemeinden wie Hochdorf oder Schemmerhofen erreicht, wohin auch einzelne Förderungen gingen. Während sich in Biberach Fettback und Riedel um die Aufstellung und Leerung der Sammelbüchsen kümmern, gibt es im Umland „Dosen-Kümmerer“.

Zuspruch und Dank gibt es von Flüchtlingen und deren Betreuern. „Das ging bis zu überraschter Sprachlosigkeit, weil wir die Mittel unbürokratisch und schnell freigeben können“, so Fettback. Es gibt auch Spender, die dem Fonds für Flüchtlingsarbeit, der vermehrt auch bei Veranstaltungen präsent ist, Gelder zukommen lassen.

Nachdem bisher vor allem „Feuerwehrhilfen“ geleistet wurden, sieht Ex-OB Fettback künftig mehr Bedarf für nachhaltige Integrationsmaßnahmen. Eine Willkommenskultur funktioniere nicht auf Knopfdruck, sie müsse wachsen: „Dies wird Geld kosten, welches sich aber auch refinanziert. Uns wird die Unterstützung dieser Arbeit nicht ausgehen.“

Für den ersten Samstag in den Sommerferien kündigt Fettback ein entsprechendes Event an: Flüchtlinge werden im  Museumshof Mittagessen kochen und Gastgeber für die Biberacher sein. „1:1 – Mensch zu Mensch“ wird in finanzielle Vorleistung gehen. Und natürlich hofft er auf Erlöse, die dann wieder unbürokratisch und konkret für eine Willkommenskultur sorgen können.

Zu den Bildern:

Der Pakistani Sohail Ashraf erhielt von „1:1 – Mensch zu Mensch“ eine Brille. Isabel Himmler und Jürgen Hotz (rechts) hatten den Antrag gestellt, Optiker Matthias Kreck löste das Problem günstig.

Thomas Fettback mit Schülern des Deutschkurses, den „1:1 – Mensch zu Mensch“ fördert, und Lehrerin Birgitta Marius-Mohr (zweite von links).

Bittere Nachricht für Bahnfahrer

Das ist bitter! Unser schöner Bahntrick, mit dem man mit einem Einsatz von 4,20 Euro eine zwei Tage gültige Bahnfahrkarte in ein 15 Tage gültiges Ticket umwandeln kann (wir und nach uns ZEIT,  SPIEGEL und diverse Funk und Fernsehmedien berichteten) funktioniert seit Juni nicht mehr so wie bisher. Wer jetzt ein Ticket – sagen wir von Bregenz –  über Hamburg nach Rügen kauft, zahlt nicht nur 80 Euro mehr. Das Ticket hilt auch nur noch zwei Tage. Es sind wohl die Österreicher, die da etwas geändert haben. Die BILD hatte vor drei Tagen den Bregenz-Trick unter Berufung auf uns noch online publiziert, aber da war sie einfach schlecht informiert. Alle Hoffnung auf eine sehr sehr preiswerte Deutschland-Tour mit unserem Trick braucht man aber nicht aufzugeben. Es gibt ja noch andere grenznahe Orte, zu oder von denen man (offiziell) fahren kann. Das polnische Stettin etwa. Ein Ticket, das über Berlin, Hamburg, Bremen, Münster ins Ruhrgebiet, nach Köln, Bonn und Mannheim nach Stuttgart, Ulm und Biberach führt, gibt es nach wie vor zu günstigen 149,80 Euro und man kann sich 15 tage Zeit für die Deutschlandtour lassen und die Reise beliebig oft unterbrechen. Das ist deutlich preiswerter als die angeblich so günstigen Interrail-Tickets. Und der Trick kann auch von Deutschen im Inland genutzt werden. Wie gesagt: die neue Einschränkung ist bitter. Für Fans günstiger Bahnreisen aber besteht kein Grund zur Verzweiflung.

HOPE FOR ALL – unsere Nahrung – unsere Hoffnung – in Biberach

Von 30. Juni bis 6. Juli 2016 läuft im Kino Traumpalast Biberach der am 12. Mai erschienene Dokumentarfilm HOPE FOR ALL zum Thema Ernährung und Chancen durch ein verändertes Konsumverhalten.

Um „groß und stark“ zu werden, so heißt es, muss man Fleisch, Eier und Milchprodukte essen. Mit dieser  Botschaft  sind  wir  alle  aufgewachsen.  Die  Industrienationen  dieser  Welt  befinden  sich allerdings  in einer medizinischen  Krise  –  Krankheiten  wie  Herz-Kreislauf-Erkrankungen,  extremes
Übergewicht oder Allergien nehmen immer weiter zu. Die Ursache liegt ganz nahe, nämlich auch auf unseren Tellern: Es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen westlicher Ernährungsweise und vielen   Zivilisationskrankheiten.   Gleichzeitig   hat   pflanzliches   und   ausgewogenes   Essen   eine
überraschend positive Wirkung auf den Menschen. Denn was unsere Ernährung betrifft, ist weniger oft mehr. Aber nicht nur unsere eigene Gesundheit steht hier zur Debatte, sondern auch die nachhaltige Nahrungsversorgung der Weltbevölkerung und die Zukunft unserer Erde.

Pflanzliche und vollwertige Ernährung ist nicht nur ein Lifestyle-Trend, sondern viel mehr, wie der eindrucksvoller  Dokumentarfilm  HOPE  FOR  ALL  aufzeigt.  Denn  unsere  tierischen  Lieblingsspeisen gehen uns an Herz und Nieren. Die österreichische Autorin und Filmemacherin Nina Messinger begibt sich auf eine Spurensuche in Deutschland, Österreich, England, Indien, der Schweiz und den USA. Sie trifft unter anderem führende Ernährungswissenschaftler, Mediziner und Umweltexperten wie Dr. Ruediger Dahlke, Dr. Jane Godall, Dr Vandana Shiva, Dr. Colin Campbell und viele mehr und zeigt, dass eine pflanzliche Ernährung unsere Gesundheit fördert und auch jenseits des aktuellen Vegan- Trends wesentlich zur Sicherung unseres gesamten Lebensraumes beiträgt.

Zur Premiere am 30.6. bietet der Vebu (Vegetarierbund) Biberach im Anschluss an HOPE FOR ALL direkt im Kino eine Filmdiskussion für interessierte Besucher an.
Inge Barth (Heilpraktikerin) Clemens Hund (veganer Obstanbau) Anja Rapp (xtraVurst Biberach) und Viviane Roth (ganzheitliche Ernährungsberaterin und Leiterin der Vebu Regionalgruppe Biberach sind die Gesprächspartner, die für Fragen aus dem Publikum Antworten haben.

Nach jeder Vorstellung wird der Vebu Biberach mit Infomaterial und für aufkommende, persönliche Fragen bereit stehen.

Spielzeiten:
30.06      20.30 Uhr  Premiere mit anschließender Filmdiskussion
01.07.     18.15 Uhr
02.07.     18:15 Uhr
03.07.     18:15 Uhr
04.07.     18:15 Uhr
05.07.     20:30 Uhr
06.07.     18:15 Uhr

Karten zum Film (auch zur Premiere) können ganz regulär im Kino oder auf https://biberach.traumpalast.de bestellt werden.

Infos zum Film und der Trailer: www.hopeforall.at

Realistischeres Deutsch: Emad ärgert sich

Das Leben in den Flüchtlingsheimen kommt in den Deutschbüchern für Flüchtlinge nicht vor. Dabei ließe sich da viel lernen. Und Diskussionsstoff für den Unterricht gäbe es auch noch.
Hier mal ein Text zu den reflexiven Verben.

Emad ärgert sich. Gerade hat er sich hingelegt, um zu schlafen. Er hat sich die Decke über den Kopf gezogen, damit die Straßenlampe ihm nicht ins Gesicht scheint. Er hat sich auf eine ruhige Nacht gefreut.

Da öffnet sich die Tür. Hamid, Hassan und Joseph kommen herein und setzen sich an den Tisch. Sie unterhalten sich laut, drehen sich Zigaretten und zünden sie sich an. Emad dreht sich weg von ihnen.

Emad sagt sich: „Ich muss ruhig bleiben. Es hat keinen Zweck, sich zu ärgern. Die vier hören sowieso nicht auf mich. Wenn sie sich einmal warm geredet haben, unterhalten sie sich bis morgens um fünf.

Ich aber muss um sieben Uhr in den Deutschunterricht. Wie soll ich mich da konzentrieren?“ So versucht er sich zu beruhigen. Aber nach einer halben Stunde kann er sich nicht mehr zusammennehmen.

Er zieht sich die Decke vom Kopf. Er setzt sich im Bett auf. Die anderen haben sich inzwischen die Spielkarten aus dem Schrank geholt. Emad wendet sich an sie: „Seid doch bitte leise. Ich muss mich wirklich ausruhen. Ich habe mich für die Prüfung am Freitag angemeldet und will mich nicht blamieren.“

Aber die anderen sagen nur: „Ok, ok!“. Sie widmen sich weiter ihrem Spiel. Emad legt sich wieder hin, zieht sich wieder die Decke über den Kopf und denkt sich: „Ich darf mich nicht aufregen. Ich summe mich jetzt in den Schlaf. Und bis Freitag kenne ich mich bestimmt auch mit den reflexiven Verben aus!“
Zwei Tage später freut sich Emad. Einer der Kartenspieler, Hamid ist zu ihm ins Zimmer gekommen. Er hat sich besonnen und will sich entschuldigen: „Wir hatten uns so auf das Kartenspiel gefreut und haben daher nicht an dich gedacht. Ich möchte mich entschuldigen. Und ich schwöre, dass wir uns in Zukunft besser benehmen. Ich weiß ja, wie es ist, wenn man müde ist und sich im Deutschkurs nicht konzentrieren kann.“

Emad sagt: „ich vergebe dir, Bruder. Aber sprich einmal mit den anderen, damit sie sich auch ändern. Ich möchte mich nicht wieder über sie ärgern.“

Hamid legt die Hand auf die Brust: „Ich verspreche es dir. Ich werde mich nachher mit ihnen unterhalten, damit sie dich besser verstehen. Wir müssen uns gegenseitig respektieren sonst machen wir uns hier im Heim das Leben zur Hölle.“

Emad strahlt: „Danke, Bruder, dass du mich verstehst. Aber darf ich jetzt wieder schlafen?“

(Copyright: Weberberg.de)

Ungewöhnlich still…

…fuhr ein kleiner Autokorso heute durch die Stadt, der mit türkischen Fahnen geschmückt war. Aber die roten Halbmondflaggen bewegten sich nicht in der üblichen lauten Klangwolke. Tonlos durch die Stadt. Das war ungewöhnlich. Der ebenso große Autokorso mit kroatischem Blau-Weiß-Rot war da ganz anders – da schepperte es heftig.  Mal sehen, was wir korsotechnisch in den nächsten Wochen noch für Überraschungen erleben.

İftar

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„İftar“ heißt das muslimische Fastenbrechen, das dieses Jahr gegen 21:30 Uhr stattfindet. In diesem Jahr zelebriert man es während des Ramadan jeden Samstag in der Moschee am Zeppelinring. Gestern gab es Hühnersuppe, Fladenbrot, Reis mit Fleisch, gefüllte Weinblätter und Paprika und Salat. Gut besucht war die Veranstaltung von Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft.  Von den Biberacher Medien war immerhin Weberberg.de anwesend. Vertreter des Gemeinderates oder der Stadtverwaltung? Fehlanzeige. Merke: Integration ist keine Einbahnstraße!
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Und nach dem Fastenbrechen gab es ein kurzes Gebet, bevor es zum Gottesdienst einen Stock höher ging. Rechts im Bild der derzeitige Imam der DITIP-Moschee, Halil Ibrahim Yaylalı. Natürlich gibt es auch spezifische Ramadan-Witze. Hier einer davon: „I dont know about you guys but for the next thirty days I have a date every night…“ Nicht verstanden? Ein Englisch sprechender Moslem erklärt es Ihnen sicher gerne. Weitere Rätsel aus der Welt der Ramadan-Witze hier.
Während in der Moschee die Frauen mit der Zubereitung der Speisen befasst waren, kochten in der Bleicherstraße Männer selbst., wie man hier sieht:

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Na endlich!

Jetzt geht es also los! Die EM 2016 hat begonnen. Bis zum Endspiel (Deutschland-Spanien) wird es noch eine Weile dauern. Wer jetzt einen Schland-Fanartikel braucht, wird im Diakonieladen in der Bürgerturmstraße fündig. Dort gibt es einen (!) großen Hut in Schwarz-Rot-Gold für 2 Euro.