Asylfakten

Asylerstantragsteller im Jahr 2015 waren zu rund 75% männlich
und zu 68 % jünger als 33 Jahre. Ungefähr die Hälfte von ihnen ist
verheiratet. Die häufigsten Muttersprachen sind Arabisch, Albanisch und Dari/Farsi.

18 % der Asylerstantragsteller besuchten als höchste Bildungs-einrichtung eine Hochschule, 20 % ein Gymnasium, 32 % eine Mittelschule, 22 % eine Grundschule. 7 % haben keine formelle Schulbildung. Frauen bleiben in ihrem durchschnittlichen Bildungsniveau dabei hinter den Männern zurück.

75% der Männer waren vor ihrer Flucht erwerbstätig, bei den Frauen sind es ein Drittel.

Weitere Daten in den Grafiken unten.

Quelle: http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Kurzanalysen/kurzanalyse3_sozial-komponenten.pdf?__blob=publicationFile

Katastrophen ohne Ende

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Kaum ist der Weberberg.de-Chef zurück aus China, häufen sich im Raum Biberach die Katastrophen. Erst brennt ein Haus am Weberberg. Glücklicherweise war es frei von Bewohnern und Elektrik. Jetzt wird ermittelt. Wenig später gibt es eine Jahrhundertflut, bei der 20.000 Sandsäcke zum Einsatz kamen, 400 Anrufe die Biberacher Feuerwehr erreichten, insgesamt 50 Wehren im Einsatz waren, also etwa 600 Kräfte und die Dürnach, ein Rinnsal von normalerweise 2 Metern Breite, dehnte sich auf 50 Meter aus und überschwemmte bei Maselheim ein Baugebiet. 1,70 Meter hoch stand hier das Wasser. Dennoch klopfte man sich im Landratsamt auf die Schultern. Nicht nur die im Herbst angeschafften Sandsäcke (6000) bewährten sich, auch der Hochwasserschutz der vergangenen Jahre. Denn sonst wäre Laupheim, das von heftigen Regenwolken umzingelt wurde, wohl komplett unter Wasser gestanden. Das dort vor einem Jahr gebaute Rückhaltebecken war jedenfalls zu zwei Dritteln gefüllt. Manchmal schoss die Vorsorge allerdings etwas über das Ziel hinaus. Bei Maselheim hatte das DRK eine Halle für 500 Wasseropfer vorbereitet. Gekommen ist niemand.  Zu Tode gekommen sind allerdings drei Rinder und ein Schaf. Die 75 Liter/qm trafen auf Boden, der bereits von Wasser gesättigt war. Daher floss das, was da so reichlich vom Himmel kam, wild ab. Der Bahnverkehr nach Ulm war noch am späten Vormittag eingestellt.
Auch in den Flüchtlingscontainern in der Bleicherstraße litt man unter dem Regen. Zwei Wohnungen dort haben keinen Strom mehr. In mindestens ein Zimmer (s. Photo) drang von oben und von der Seite Wasser ein, so dass der Teppich zum größten Teil durchnässt war.
OB Norbert Zeidler kann mit eindrucksvollen Fotos zum Thema aufwarten, siehe hier.

No go area Abdera

 Am Sonntag, gegen 00.45 Uhr, wollte der Sicherheitsdienst einer Gaststätte in der Breslaustraße einen Jugendlichen aus den Räumlichkeiten entfernen.

Für den 17-jährigen war Kraft Gesetz die Party zu Ende. Der junge Mann aus dem Nahen Osten zeigte sich unbeeindruckt und zerschlug eine Flasche, um sich zu bewaffnen. Dabei zerschnitt er sich die Hand. Er wurde von seinen Freunden zunächst zurückgehalten. Nachdem er sich aus dem Griff seiner Freunde befreit hatte, nahm er eine andere Flasche und versuchte damit das Sicherheitspersonal zu schlagen. Dies gelang ihm jedoch nicht. Seine Freunde griffen diesmal beherzter zu und entfernten den Renitenten auf die Straße. Dort wurde er durch die eingetroffenen Polizeibeamten kontrolliert. Ein Test ergab einen kaum nennenswerten Alkoholspiegel. Eine Strafanzeige wird gefertigt.

 Brand am Weberberg

Anwohner der Weberberggasse entdeckten das Feuer
gegen 3.15 Uhr und verständigten über Notruf die Feuerwehr. Diese war
kurz darauf am Brandort. Der Dachstuhl eines historischen Gebäudes
stand in Flammen. Das Haus ist derzeit unbewohnt. Die Bewohner eines
Nachbarhauses wurden in Sicherheit gebracht. Ein Großaufgebot an
Löschkräften bekämpfte den Brand und konnte eine Ausweitung auf
angrenzende Gebäude verhindern. Personen kamen nicht zu Schaden. In
dem betroffenen Haus laufen derzeit umfangreiche Baumaßnahmen. Der
Sachschaden wird auf mindestens 100.000 Euro geschätzt.  Was zum
Ausbruch des Feuers führte, ist bislang völlig offen. Brandermittler
der Polizei suchen jetzt die Brandursache.

Erstaunliches aus Asien V

Ich lasse die SchülerInnen Fragen an mich stellen. Naheliegend natürlich: „Do you like China?“, „Can you speak Chinese?“ oder „What do you think of Chinese food?“ Da kann man dann von Yellow River Fish oder Heuschrecken schwärmen. (Kein Wortspiel beabsichtigt.) Ähnlich vorhersehbar: „Why are you so handsome?“ Überraschender eher die Frage „Can I give you a hug?“, die von beiderlei Geschlechtern drei Mal gestellt wurde. Die gewünschten hugs gab es dann nach der Stunde. Am verblüffendsten aber war diese Frage: „How will the Germany be if Hetler is a good president?“ Was soll man darauf nur antworten?

Erstaunliches aus Asien IV (wieder mit Biberachbezug)

In Biberach gab es einst ein Restaurant, den jetzigen „Pflugmälzer“, in dem die Gäste von Menschen in russischen Armeeuniformen bedient wurden. Das „KGB“ mit seiner leckeren russischen Küche,gibt es nicht mehr. In Jiaozuo, es liegt im tiefsten China in der Provinz Henan, gibt es hell erleuchtetes Restaurant, in dem man mit einem großen Mao-Porträt begrüßt wird und die Kellnerinnen Uniformen der Rotgardisten tragen. Zu essen gibt es Gerichte, die während  der revolutionären Jahre Chinas beliebt waren. Ein nostalgisch-kulinarisches Vergnügen. Die Massenaufmärsche zum 1. Mai sind mittlerweile von einer anderen Massentätigkeit abgelöst worden . vom Shoppen.

Merkwürdiges aus Biberach II

Eine unserer Leserinnen droht uns mit einem Strafverfahren, wenn wir etwas nicht sofort löschen. Was wir löschen sollen, lässt sie aber im Unklaren. Unklar ist der Leserin offenbar, dass es in China keinen freien Internetzugang gibt, es mit dem Löschen also etwas schwierig werden konnte. Wir bitten sie also um Geduld. Sobald sie uns mitteilt, was gelöscht werden soll, werden wir, sobald wir wieder freien Internetzugang haben, selbstverständlich tätig.

Merkwürdiges aus Biberach I

Jemand, der sich „El Leakero“ nennt, fügte hier kürzlich einen Kommentar ein, der diverse Namen aus der Region samt Wohnanschrift auflistet. Worum es sich bei den genannten Personen handelt, lässt er allerdings offen. Da veröffentlichen wir den Kommentar lieber nicht. Wie würden Sie, liebe LeserInnen sich verhalten, wenn Sie hier der Admin wären?

Erstaunliches aus Asien II

Warum passiert hier nicht mehr? Der Verkehr hat eigene Regeln. Vergleichen wir einmal deutsche Regeln und ihre chinesischen Varianten.

Deutsch: Rote Ampeln bedeuten HALT. Auf Chinesisch: Ja? Und? Deutsch: Beim Abbiegen blinken. Chinesisch: Was ist das? Deutsch: Bitte die Vorfahrt beachten! Chinesisch: Hä? Entsprechend viel Spaß macht es, sich im Verkehr in Jiaozu, wo der Weberberg.de-Chef derzeit SchülerInnen bespaßt und LehrerInnnen überzählige Silben austreibt (etwa bei „How muche doese ite coste?“), mit dem Fahrrad zu bewegen. Hauptkonkurrenten auf der Straße: Myriaden von E-Rollern. Quizfrage: Auf wie viele Silben bringt es der chinesische Durschnittsschüler bei dem Zungenbrecher „How much wood would a woodchuck chuck, if a woodchuck would chuck wood?“ Antwort: Er macht durch Anhängen oder Einfügen etlicher Es bei der Aussprache aus 15 Silben 25.

Und was halten die Biber vom Brexit?

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Der renommierte Journalist Dominic Waghorn interviewte für Sky News heute auf dem Marktplatz. Zuerst gab es einen kurzen Live-Beitrag mit Interviews für das Fernsehen. Ab ca. 13:40 wurde noch einmal auf Facebook live gesendet. Da konnten die Briten den Biberacher Interviewpartnern Fragen stellen. Was sie antworteten, ist hier zu sehen und zu hören. Erste Reaktion auf die Äußerungen des Weberberg.de-Chefs: „The German blogger is typically German speakin with suppressed thoughts & greed for themselves.“ Und hier ein weiterer Beitrag von Dominic Waghorn über seine Erfahrungen in Biberach.

Vor solchen Leuten will uns die Biberacher Bürgerwehr schützen!

Herr Li, er gehört zu den eifrigen Deutschlernern, die Weberberg.de betraut,  musste am heutigen Montag in Asylangelegenheiten nach Karlsruhe. Das war bitter für ihn, denn eigentlich hatte er sich mit einer Biberacherin verabredet, um mit ihr über „Faust“ zu diskutieren. Dass ihm letzteres als Flüchtling überhaupt möglich ist, erstaunt wohl nur die, die nicht wissen, dass er bereits seit drei (!) Monaten Deutsch lernt. Derweil demonstrieren in Sachsen möglicherweise vor Flüchtlingsheimen Leute, die nicht einmal wissen, wer „Faust“ geschrieben hat. Und noch etwas: Bei einem Weberberg.de-Rundgang durch die Stadt kaufte sich Herr Li im Antiquariat in der Gymnasiumstraße einen Roman von Günther Grass. Tcha, PEGIDA, die Welt ist bunter, als ihr euch das denkt.

Zu diesem Startbild

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Wer aus Angst vor allzu vielen Flüchtlingen in Biberach daheim bleibt, ist schön blöd, denn ihm (oder ihr) entgeht einiges. Weberberg.de, imer mittendrin dabei, trifft dann schon mal in einem der Flüchtlingsheime auf den zweimaligen iranischen Body Building Champion, der auch in der Teheraner Stadtmeisterschaft und in sonstigen iranischen Wettkämpfen reichlich abgeräumt hat. Irgendwie spannender als immer nur daheim.

Und das in unserem Ländle…

Erschütterndes meldet heute der Polizeibericht. In der Heidenheimer Schloßhaustraße und im Herbrechtinger Stadtpark wurden zwei junge Männer mit Marihuana erwischt!

Ein 16 Jahre alter Jugendlicher hatte es sich kurz nach 20 Uhr auf
einer Parkbank in Herbrechtingen gemütlich gemacht. Polizeibeamte in
Zivil wurden auf ihn aufmerksam, als er sich im Stadtpark in  aller
Öffentlichkeit einen Joint drehte.  Bei der Kontrolle wurden noch
weitere Bedarfsgegenstände für Drogenkonsum und sowie geringe Mengen an Rauschgift sichergestellt.

Knapp zwei Stunden später setzte sich ein 26 Jahre alter Mann auf
eine Parkbank in der Heidenheimer Schloßhausstraße. Als er begann,
einen mitgebrachten Joint zu rauchen, wurde er von Beamten des
Kriminalkommissariats Heidenheim entdeckt. Die Polizeibeamten
beschlagnahmten auch bei ihm den Joint und weitere Drogen.

Mehr leben!

suedMöchten Sie Ihr Leben bereichern? Dann lernen Sie einen der vier Flüchtlinge kennen, die Ihnen der SÜDFINDER heute vorstellt. Die hoch motivierten Deutschlerner stammen aus China, Tibet, Gambia und Afghanistan. Mehr dazu in Kürze. Aber vielleicht reservieren Sie jetzt schon mal eine Stunde Ihres Lebens für einer von ihnen. Danke! (Übrigens: Man bekommt auch viel zurück.)

Mittlerweile über 3.000 Flüchtlinge im Landkreis Biberach

Der Zustrom an Flüchtlingen in den Landkreis Biberach hält nach wie vor an. „Jede Woche kommen etwa 75 Flüchtlinge aus den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes bei uns an. Vom derzeitigen bundes- und landesweiten  Rückgang der Flüchtlingszahlen spüren wir noch nichts“, sagt Landrat Dr. Heiko Schmid. In diesem Jahr hat uns das Land bereits über 800 Menschen vorwiegend aus Syrien, Afghanistan und dem Irak in den Landkreis Biberach zugewiesen. Am Ende des erstens Quartals 2016 leben insgesamt rund 3.100 geflüchtete Menschen im Landkreis. Davon sind 2.200 in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. 900 Menschen leben in einer Anschlussunterbringung, die die 45 Städte und Gemeinden des Landkreises organisieren müssen.

Mittlerweile gibt es über 50 Gemeinschaftsunterkünfte in der Verantwortung des Landkreises. Kaum eine Stadt oder Gemeinde ist ohne Gemeinschaftsunterkunft. „Etwas stolz sind wir schon, dass wir noch keine Sporthalle belegen müssen. Das wollen wir auch in Zukunft unter allen Umständen vermeiden“, so Dr. Schmid. Selbst wenn die Zuweisungszahlen des Landes so blieben wie bisher, könne man alle Flüchtlinge bis Juli in Gemeinschaftsunterkünften unterbringen, ohne auf Sporthallen ausweichen zu müssen.

Unbegleitete minderjährige Ausländer

Zusätzlich leben 112 unbegleitete minderjährige Ausländer (UmA) im Kreis, 62 davon in Gastfamilien. Weitere 38 UmAs leben in Wohngemeinschaften, die von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kreisjugendamts betreut werden. Zwölf UmAs sind in Heimgruppen freier Träger untergebracht. Die Hälfte der Jugendlichen kommt aus Afghanistan, ein Viertel aus Syrien und ein Viertel größtenteils aus afrikanischen Ländern.

Nach wie vor rechnet der Landkreis mit etwa 2.100 Flüchtlingen für das Jahr 2016. „Weniger werden es wohl nicht. Ob es mehr werden, hängt jetzt davon ab, wie in den kommenden Wochen und Monaten die europäischen Regelungen greifen.“  Darauf baut auch die Unterkunftsplanung des Kreises auf. „Wir fahren auf Sicht und passen unsere Planungen regelmäßig den aktuellen Zahlen an. Bisher ging die Anpassung der Plätze immer nach oben. Ich habe schon die Hoffnung, dass die Zahlen stagnieren beziehungsweise zurückgehen, so dass wir uns noch mehr auf das Thema Integration konzentrieren können.“

Führung durch die Braith-Mali-Ateliers

Die vier ehemals in München befindlichen Salonräume der Tiermaler Anton Braith und Christian Mali entstanden in den 1870er-Jahren. Sie geben einen Eindruck vom Stil des sogenannten Historismus.
Einrichtungsmäßig mischte man, was unterschiedliche Epochen hervorgebracht hatten und schuf daraus etwas Eigenes. Zugleich favorisierte man in der Malerei den Stil des Realismus, dem es um eine möglichst naturgetreue Nachahmung ging. In einer Führung erläutert Dr. Uwe Degreif die Merkmale jener Epoche, die die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts umfasst. Beginn ist Sonntag, 3.April, 11.15 Uhr.

Erfolgreiches „La Bodega“

Wenn andere Kneipen bereits geschlossen haben, obwohl ihre offiziellen Öffnungszeiten anderes bekunden, dann lohnt sich der Weg an den Weberberg. In der dortigen Kellerkneipe „La Bodega“ ist immer noch Stimmung. Wirt Daniel Grillo (auf dem Startbild rechts)  hat es geschafft, die Kneipe, die viele Inhaberwechsel erlebt hat und in dem neue Konzepte oft bereits nach kurzer Zeit gescheitert sind, zu einem stabilen und attraktiven Faktor im Biberacher Nachtleben zu machen. Und das schon seit sechs Jahren. Wir gratulieren!

Zu unserem aktuellen Startbild

Drei Afghanen sind dabei, ein Lernpuzzle von Weberberg.de zu lösen. Die Lernpuzzles sorgen für Abwechslung in den tristen Containern in der Bleicherstraße. Und sie fordern. Aktuelle Challenge: Wer das Lernpuzzle nicht innerhalb von drei Minuten lösen kann, fliegt aus dem Deutschkurs. (Keine Panik: nur für einen Tag!) Die anderen erhalten Preise. Der, der die Aufgabe am schnellsten löst, erhält zwei Preise. Wir danken den Biberacher Apotheken am und beim Marktplatz dafür, dass sie uns Werbegeschenke als Preise zur Verfügung gestellt haben. Wie die Aufgabe aussah, erfahren Sie demnächst hier. Die Flüchtlinge hatten sechs Tage Zeit, die Aufgabe zu bewältigen. In dieser Zeit kamen wir mehrfach mit der Stoppuhr in dem Container in der Bleicherstraße vorbei, um den Lernerfolg zu prüfen. Fazit: Die Aufgabe ist locker zu schaffen, aber man muss halt lernen.

Und los geht’s! – Gewinnen Sie 1.000 Euro in bar!

Kann man tatsächlich 1.000 Euro in bar auf Weberberg.de gewinnen? Aber hallo! Schon am Montag wird es so weit sein und die erste Frage erscheint. KennerInnen der Biberacher Szene und der Situation der Flüchtlinge in BC werden klar im Vorteil sein. Lassen Sie sich von unseren Fragen und unseren Aufgaben (!) überraschen! Denn unser Gewinnspiel ist kreativ bis zum Anschlag und umspannt nicht nur Kontinente sondern auch ungewöhnliche Aspekte des Biberacher Lebens.

Der erstaunliche Herr Li

hl

Gesprächspartner

GESUCHT

Dies ist Herr Li. Er ist erst seit wenigen Wochen in Deutschland, aber seine Kenntnisse der deutschen Grammatik sind unfassbar gut. Auch sein Wortschatz ist beeindruckend. Er, der seine Stelle als Lehrer wegen regimekritischer Äußerungen verlor, lernt Deutsch mit einem Eifer, der es schwierig macht, einen geeigneten Kurs für ihn zu finden. Was er vor allem braucht, ist Sprechpraxis, Sprechpraxis und noch einmal Sprechpraxis, die seine Aussprache verbessert und seinen Wortschatz erweitert. Diskutieren Sie mit ihm über Menschenrechte in China. Erklären Sie ihm das Schützenfest. Essen Chinesen tatsächlich Hunde und Katzen? Wie geht das mit der Schnupper-BahnCard? Treibt er Tai Chi und weiß Herr Li, was eine Rauchfleischseele ist? Welche Filme von Wim Wenders und Werner Herzog hat er schon gesehen? Können Sie ihm erklären, was eine Eier legende Wollmilchsau ist? Seien Sie nicht zimperlich! Korrigieren Sie Herrn Li ständig. (Vor allem, wenn er Dinge wie „Iche gehe…“ sagt. Er will das so.) Lehrer, die endlich einmal wieder beglückende Lernerfolge erleben möchten, sei der Kontakt dringend anempfohlen.
Sie finden Herrn Li in der Waaghaustraße 6, im LivingRoom. Montags, mittwochs und freitags von 9:30-11:00 Uhr und dienstags und donnerstags von 15:30-17 Uhr. Sie können sich auch an Herrn Andresen unter der Nummer 07351/829793 wenden. Er vermittelt dann den Kontakt.

Mahnwache am Karfreitag

Mit einer Mahnwache an Karfreitag macht das Biberacher Friedensbündnis darauf aufmerksam, dass die Flucht Hunderttausender nach Europa Ursachen hat. Ursachen, für die wir in Deutschland mitverantwortlich sind.

Die Karfreitagsmahnwache am 25. März unter dem Titel „Die Flüchtlinge, der Frieden und wir“ findet auf dem Biberacher Marktplatz statt und beginnt um 17 Uhr. Redner sind der katholische Pfarrer Paul Odoeme, der syrische Schriftsteller Houzayfa Alrahmoun, der evangelische Theologe Roland Groner, der muslimische Vorbeter Halil Ibrahim Yaylali und der irakisch-kurdische Biberacher Geschäftsmann Omar Abdulgahfoor. Musikalisch wird die Veranstaltung begleitet von Ana Bienek.

Die Welt scheint in den letzten Monaten aus den Fugen zu geraten. Die Gewalt ist weltweit auf dem Vormarsch. Mit Betroffenheit nehmen wir die Bedrohungen in Israel/Palästina und in der Ukraine zur Kenntnis. Die Kriege im Irak, in Afghanistan, in Syrien und in afrikanischen Staaten haben direkte Auswirkungen auf unser Leben in Europa. Seit dem 2. Weltkrieg kommt es zu der größten Flüchtlingsbewegung weltweit.

Die „Scharfmacher“ in vielen europäischen Ländern gewinnen an Boden und die Besonnenen, die auf Friedensverhandlungen und nichtmilitärische Lösungen setzen, geraten immer mehr in die Defensive. Das Biberacher Friedensbündnis möchte mit der Veranstaltung an Karfreitag dazu aufrufen, sich aktiv für die Friedensarbeit einzusetzen.

Wahlsieger und -verlierer

timhundertmark

Eine gut gelaunte FDP war im Eberbacher Hof anzutreffen. kein Wunder, denn die Partei scheint auf dem Weg zurück auf die politische Bühne. Oben strahlt Kandidat Tim Hundertmark. Die FDP im Kreis BC blieb mit 7,2% allerdings unter dem Landesdurchschnitt.

gretz

Trüber dagegen die Laune in der Kupferkanne, wo der junge Kandidat Stefan Gretzinger  ein „bitteres Ergebnis, das nicht schönzureden“ sei konstatieren musste. Eine Regierungsbeteiligung der SPD werde es nur geben, „wenn wir unsere Inhalte umsetzen können“. Über einen etwaigen Koalitionsvertrag werde ein Mitgliederentscheid befinden.

gerster

Für SPD-MdB Martin Gerster war es ein „schlimmer Wahlabend“. Er zeigte sich „enttäuscht und traurig“. In schwierigen Zeiten vertrauten die Menschen halt Ministerpräsidenten. Selbst SPD-Anhänger hätten gewollt, dass Kretschmann Ministerpräsident bleibt. Dass man dazu eine starke SPD braucht (?), sei nicht zu vermitteln gewesen. Mit seiner Prognose von 9% für die AfD lag Gerster voll daneben. Da sei wohl die Hoffnung stärker gewesen, meinte er jetzt. In Burgrieden gab es über 18% für die Anti-Flüchtlings-Partei. Bleibt Nils Schmid unangefochten? Da mochte sich Gerster nicht festlegen.
Die GRÜNEN holten in Biberach selbst satte 34,1%. In Mettenberg sogar 44,4%.
ralph1.743 Stimmen holte der Kandidat der LINKEN, Ralph Heidenreich. Der Mann ist nicht dumm und hätte vielleicht mehr Erfolg gehabt, wenn er seine klugen Fragen im Gemeinderat auch auf Weberberg.de publizieren würde. In „Biberach kommunal“ ist der Einzelkämpfer ja nicht präsent auf der Fraktionenseite. Und hier die Wahlergebnisse in den einzelnen Gemeinden.
AfD-Spitzenreiter in Biberach ist das Wahllokal im Stadtteilhaus Banatstraße 34. Dort holte die Partei 20,8%.

Wahlschlappe für Heinz Weiss

Da hatte der Mann, dem die deutsche Kultur so wenig am Herzen liegt, dass er die deutsche Sprache ständig verhunzt, sich so ins Zeug gelegt – und dann das! Nur ganz knapp über dem Landesdurchschnitt liegt das AfD-Landtagswahlergebnis in Bad Buchau mit 16,1%. Da haben die Ertinger mit 19,1 und die Tiefenbacher mit 21,6 aber dem Heinz eine lange Nase gezeigt.  Ätschgäbele! Ansonsten liegt der Kreis ziemlich genau im Landesdurchschnitt mit um die 15%.

Die Weberberg.de-Wahlumfrage

afd

Die vielleicht spannendste Frage bei dieser Wahl ist, wie stark die AfD im Ländle werden wird. Bei Biberachs Politprominenz gegen die Prognosen weit auseinander. Auch bei der Frage, ob die AfD im Kreis Biberach mehr oder weniger Stimmen als im Landesdurchschnitt erzielt, divergieren die Annahmen stark. Ralph Heidenreich (Die Linke), der in seinem Bekanntenkreis 3% AfD-Wähler ausmacht, tippt auf 13 Prozent im Ländle und auf tendenziell etwas mehr im ländlich geprägten Kreis Biberach. FDP-Gemeinderat Fred Braig traut der AfD lediglich 8 Prozent zu und vermutet, dass die Partei im Kreis Biberach, wo man noch wisse, welche Werte wichtig seien, noch schlechter abschneiden werde.  Etwas mehr sagt SPD-MdB Martin Gerster der rechten Konkurrenz voraus: 9 Prozent und Land und Kreis. Das ist weniger als die aktuellen Vorhersagen. Aber Gerster meint, die Menschen seien aufgewacht. In den letzten Tagen habe er immer wieder eine „Das kann doch nicht sein!“-Stimmung festgestellt. SPD-Kandidat Stefan Gretzingers Prognse liegt nahe dran: 9,5 Prozent, im Kreis Biberach aber maximal 9, eher 8,5. Das merke er, der Wahlkämpfer, an der Stimmung.  Deutlich skeptischer ist CDU-Spitzenkandidat Thomas Dörflinger: 11 Prozent im Ländle, 13 Prozent hier, da der Kreis Biberach doch konservativ geprägt sei, so sein Bauchgefühl. Auch sein Parteifreund Josef Rief (MdB) traut der AfD ein zweistelliges Ergebnis zu.  Da ist die CDUlerin Petra Romer-Aschenbrenner vorsichtiger. 7 Prozent im Ländle und in Biberach ein Prozent mehr. Tim Hundertmark von der FDP sieht die AfDler bei 15 Prozent, im Kreis Biberach allerdings etwas schwächer.  Auch der Biberacher SchwäZ-Chefredakteur sieht die AfD zweistellig, wobei das Ergebnis im Kreis BC niedriger ausfallen würde. Wie das AfD-Ergebnis ausfallen wird, hängt letzten Endes aber von Ihnen, liebe Weberberg.de-LeserInnen, ab. Sie wissen ja: Wer nicht wählt, sichert der AfD einen größeren Stück vom Kuchen.

Bedauerliche Neuerung

Ein netter Höhepunkt des Wahlsonntages war bisher immer das abendliche Treffen im Landratsamt, wenn Politprominenz und BürgerInnen gebannt auf die nach und nach eintreffenden Wahlergebnise warteten. Später gab es dann Getränke und etwas zu essen. Da konnte man erfreute oder lange Gesichter sehen und hatte alle relevanten Ansprechpartner beisammen. Das Internet hat diese Veranstaltung gekillt.  Die Ergebnisse gelangen so schnell genug an die Leute und deswegen CVerzichtet das Landratsamt auf dieses nette Beisammensein. Das ist bedauerlich, denn wir hatten vor, einigen Flüchtlingen mit einem Veranstaltungsbesuch die deutsche Politkultur etwas näher zu bringen.  Ihnen müssen wir jetzt absagen.

Angriff auf Ehrenamtlichen in der Bleicherstraße – Rassistischer Hintergrund?

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OK, wer’s weiß, sieht auch die Schilder. Wer in Eile ist, kann dıe A4-Zettel im Querformat, die irgendwo hängen, schon mal übersehen und verpasst die Info, dass im Vorderbereich des Flüchtlingsheims in der Bleicherstraße keine Räder stehen sollen. Tcha, wenn man’s weiß…
Da hat der Weberberg.de-Chef sein frisch erworbenes Fahrrad (Neuwert um die 650 Euro) am Eingang des Flüchtlingsheims in der Bleicherstraße (X) angekettet, wollte einen Kurzbesuch machen,  wurde aber dann doch etwas aufgehalten, weil er einem Syrer mit dem Lebenslauf helfen musste. Als er zurückkam, war das Radl weg. Ein Herr, der gerade telefonierte, beschied den frisch Enteigneten zu warten. Der Herr, so stellte sich dann heraus, war einer der Hausmeister und er geleitete den fahrradlosen Gutmenschen in den Keller zu den anderen Hausmeistern. Dort beschied man ihn, er möge doch hinter dem Haus nachschauen. In der Tat stand das Rad mit dem hübschen hellblauen Rahmen dort. Unangeschlossen! Glück gehabt. „Leider!“ wird sich vielleicht der Hausmeister gedacht haben, denn er hat sich so verhalten, dass ein möglichst großer Schaden entsteht. Er hat 1)  das Schloss durchgeschnitten. Schaden ca. 40 Euro. Er hat 2) das Rad unangeschlossen fortgestellt. Möglicher Schaden: 650 Euro. Er hat 3) keinen Hinweis angebracht, wo das Rad zu finden sei. Psychischer Schaden für den schockierten Gutmenschen? Schlecht zu definieren. Hätte es andere Verhaltensmöglichkeiten gegeben? Aber, ja. Der Hausmeister hätte auch erwägen können, dass das Rad vielleicht einem Ehrenamtlichen oder sonstigen Besucher gehört, der sich noch nicht so gut auskennt. Dann hätte ein Zettel („Im Eingangsbereich bitte nicht parken“ Brandschutz!“) am Radl das Falschparken in Zukunft wohl verhindert. Man hätte auch einen Hinweis ankleben können, wo sich das Fahrrad jetzt befindet. Und man hätte das unangeschlossene Fahrrad auch im Keller bei den Hausmeistern deponieren können. All das hat der Hausmeister nicht getan, sondern ein Verhalten an den Tag gelegt, dass man (wirklich zu Unrecht?) so beschreiben könnte: „Dem Neger hab ich’s gezeigt. Das wird dem eine Lehre sein. Und wenn sein Rad weg ist, ist’s grad recht.“) Ob der betreffende Hausmeister AfD-Wähler ist, war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

So geht PR oder Wie ein AfDler eigenhändig Biberachs kritischster Website zu vielen neuen LeserInnen verhalf

Diesen Nachtrag mussten wir noch liefern. Bescheiden wie wir in der Weberberg.de-Redaktion sind, hätten wir nie gewagt, die Veranstaltung zur Werbung für Biberachs kritische Website Weberberg.de zu nutzen. Das nahm uns dann aber ein törichter AfDler ab, der kritisierte, Herr Andresen habe die gleiche Show schon in Warthausen abgezogen. Offenbatr mutiert man bei der AfD schon zum Showmaster, wenn man ruhig und seriös etwas kritische Fragen stellt. Weder hatten wir ein Protestplakat hoch gehalten, noch durch Zwischenrufe gestört oder uns sonstwie falsch verhalten. Dass jemand die Zeit der Veranstaltung nutzt, um Dinge zu verfertigen, die der Integration der Flüchtlinge dient, dürfte ja auch im Sinne der AfD sein, die ja erklärtermaßen gerade möchte, dass sich die Flüchtlinge integrieren. Zumindest die, die aus Kriegsgebieten kommen. Der Herr, der den Weberberg.de-Chef dann abschließend mit den Worten attackierte, dessen Verhalten sei „nur traurig“, hatte also offenbar die Position der Af D nicht verstanden. Das war aber beim Rest des Publikums auch der Fall, denn der Herr (Kategorie: intellectually challenged, manche würden auch auf türkisch einfach sagen: salak) erhielt für seinen Beitrag stürmischen Beifall, deutlich mehr als Herr Meuthen während seines Vortrages. Dass er damit über 300 Menschen auf unsere Website hingewiesen hat, war ein Werbeeffekt, den wir uns so nie erträumt hätten. Wir rufen ihm also ein dankbares „Vergelt’s Allah!“ zu.

„Der Unfreihandel“ im Gespräch – Dr. Rederer zu Petra Pinzlers Buch

Beim öffentlichen Monatstreff des Arbeitskreises Entwicklungspolitik (AKE) am Freitag, 11. März, 19.30 Uhr in der Kellerschänke des Gasthofs „Grüner Baum“ in Biberach bespricht der Politikwissenschaftler Dr. Klaus Rederer das neueste Buch von Petra Pinzler mit dem Titel „Der Unfreihandel“. Darin setzt sich die prominente ZEIT-Journalistin, die schon in Biberach über „Wachstumswahn“ referiert hat, mit geplanten Freihandelsabkommen (z. B. TTIP) auseinander. Außerdem werden Überlegungen für eine mögliche AKE-Stellungnahme zur Krise um die Flüchtlingsproblematik vorgelegt. Auch Nicht-Mitglieder sind willkommen; der Eintritt ist frei.

So klappt Integration, Herr Meuthen!

puzz2

Geht eigentlich ganz einfach: Man trifft sich mit ein paar Flüchtlingen, gerne auch daheim, und bastelt mit ihnen zusammen Lernspiele zum Deutschlernen.  Dass man dabei auch selbst noch etwas lernt, ist ein willkommener Bonus. Aber auf so etwas zu kommen, dazu fehlt den AfD-Spitzenmann offenbar die Kreativität. (Und dem komischen Vogel die Deutschkenntnisse.) Dann lieber jammern und keine Rezepte anbieten. Ihr Mimimimimimi ist einfach keine Alternative für Deutschland.