Mehrfach beeindruckend: Gemeinderat Ralph Heidenreich

Gemeinderat Ralph Heidenreich  (Die Linke) darf als Einzelkämpfer zwar keine wöchentlichen Kommentar im BiKo absondern, aber er ist trotzdem beeindruckend präsent – mit einer gewaltigen und sachkundigen Sammlung von Fotos der heimischen Flora. Diese findet sich auf seiner Website. Und diese wiederum findet sich hier. Viel Fleiß, der viel Ehr‘ verdient hätte.

Biberacher SPD- Flohmarkt – für einen guten Zweck!

In diesem Jahr öffnet das Komödienhaus seine Pforten für den Flohmarkt zu Gunsten des Kinderschutzbundes e. V. Biberach in der Woche vom 04.-08. Oktober 2016.

Seit vielen Jahren spenden viele Bürgerinnen und Bürger aus Biberach und Umgebung gut erhaltene Artikel für den Flohmarkt zu Gunsten des Kinderschutzbundes in Biberach. Der Erlös wird für kleine Projekte und die Hausaufgabenbetreuung verwendet.
In diesem Jahr findet der Flohmarkt in der verkürzten Oktoberwoche statt. Am Dienstag, 04. Oktober werden von 10.00 bis 18.00 Uhr die Sachspenden der Bürgerinnen und Bürger im Komödienhaus angenommen. Die gut erhaltenen, schönen Dinge, werden von den vielen fleißigen Ehrenamtlichen auf Bänken und Tischen sortiert und arrangiert. An den darauffolgenden Tagen, Mittwoch, 05. und Freitag, 07. Oktober von 8.30 – 17.00 Uhr, sowie am Samstag, 08. Oktober von 8.30 bis 14.00 Uhr
sind alle Interessierten herzlich zum Stöbern und Kaufen eingeladen.
Über folgende Spenden freut sich der SPD-Ortsverein: Glas, Porzellan, Haushaltsgegenstände, Elektrogeräte, Fahrräder, Bücher, Nippes, Schmuck, Kleinstmöbel – kurz, alles „vom Hosenknopf bis
zum Kommödchen, von der Anstecknadel bis zum Zuckerdöschen“. Auf viele Besucher hoffen dann die vielen ehrenamtlich tätigen Helferinnen und Helfer. Die Reste werden den karitativen Vereinen vor Ort (Diakonie, Caritas, Schwarzbachschule) und den Flüchtlingen angeboten.

Vom Saulus zum Paulus? – Matthias Erzbergers Wandlung im Ersten Weltkrieg

Nachdem der berühmte Biberacher Reichstagsabgeordnete Matthias Erzberger in der Anfangszeit des Ersten Weltkrieges noch für weit ausgreifende Eroberungen und eine rücksichtslose Kriegführung eingetreten war, vollzog sich bei ihm bald ein entscheidender Wandel. Etwa ab 1916, also vor 100 Jahren, erkannte er zunehmend die Kriegspolitik als gescheitert, entwickelte sich allmählich zum Verständigungspolitiker und mutigen Wegbereiter des Friedens.

Wie, wodurch und wie konsequent wurde der populäre schwäbische Politiker vom „Saulus“ zum „Paulus“?

In dem Vortrag von Gunther Dahinten und Dr. Alfons Siegel am Freitag, 30. September, 20 Uhr im Erzberger-Saal des Gasthofs „Grüner Baum“ in Biberach werden dazu vor allem die Aktivitäten Erzbergers von 1915/16 beleuchtet. Zugleich wird aufgezeigt, wie die damalige Lokalpresse über den Abgeordneten des oberschwäbischen Wahlkreises berichtet hat.

Zu der öffentlichen Veranstaltung lädt die Erzberger-Initiative Biberach alle Interessierten herzlich ein. Der Eintritt ist frei!

Die 5-Millionen-Dollar-Syrer

Kann man von Flüchtlingen profitieren? Aber hallo! Die Hürriyet Daily News berichtet von erstaunlich hohen Exportwerten: Fünf Millionen Dollar täglich! „A number of Syrian migrants residing in Turkey have been making over $5 million worth of exports to their home country daily, the head of their trade association has said. “We export mainly food products to Syria via the border gates of Cilvegözü and Öncüpınar, worth over $5 million a day. Our aim is to meet daily food needs in Syria. We plan to increase our exports as well. Thus, we bring foreign exchange income to Turkey, which has hosted us since the beginning of the civil war in Syria,” said Taher Ahmad Kasem, the head of the Syrian Trade and Industry Chamber in Turkey. “
Mehr hier.

„Klein.Stark.Oberfreundlich.“

 Das Bürgermeisteramt hat uns folgende Meldung zugeschickt. Wir mögen sie redaktionell verwenden. Lesen Sie selbst:
Was die Biberacher Bevölkerung schon immer wusste, kam dieser Tage quasi als Bestätigung per E-Mail bei der Stadtverwaltung an: „Wir haben so eine geballte Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft noch nie erlebt“, schreibt ein Bürger aus Leonberg.

Was ist geschehen? Ein Paar aus Leonberg hatte eine Panne und wartete an der Bushaltestelle Evangelischer Friedhof in der Ulmer Straße auf den ADAC. Das dauerte, aber von 19 bis 23 Uhr hätten mindestens 15 Autos angehalten, jüngere und ältere Leute hätten Hilfe angeboten. Deutsche und Ausländer, wird extra angemerkt. Ein Mann hat sie sogar spontan mit je drei Kugeln Eis versorgt. Was den Leonberger dazu bewegt hat, der „schönen Stadt“ dazu zu gratulieren, „was sie für liebenswerte und freundliche Bewohner hat“. Klarer Fall von „Klein.Stark.Oberfreundlich.“

Abkotzen statt Abo

Mit einem „Herzlich Willkommen“ (sic!) werden die Menschen begrüßt, die sich die SchwäZ probeweise für zwei Wochen ins Haus bringen lassen. Da vergeht einem gleich am ersten Tag die Lust auf ein Abo, denn wenn man bereits in der ersten Zeile mit einem Rechtschreibfehler gequält wird, dann weiß man: hier handelt es sich garantiert nicht um eine Qualitätszeitung. Schade, dass den BürgerInnen der Wielandstadt so etwas zugemutet wird.

Wenn der Zeuge zweimal lügt…?

Samstagnachmittag in der Flüchtlingsunterkunft in der Bahnhofstraße. Öffnet man im zweiten Stock die Tür zu einem Zimmer, in dem mehrere Gambier wohnen, bietet sich einem ein seltsames Bild: zwei Männer sitzen dort, einer offenbar afrikanischer Herkunft, haben Bibeln auf dem Schoß und diskutieren mit einem der Flüchtlinge. Missionierung im Flüchtlingsheim? Das darf wohl nicht sein. Kurze Pause der Geschichte: ein Besuch in der Bleicherstraße ist nötig. Von dort ein Anruf aus der Bahnhofstraße und zurück geht’s dorthin mit dem Fahrrad. Die beiden Männer mit den Bibeln sitzen immer noch da. Auf Nachfrage geben sie sich als Zeugen jehovas zu erkennen. Dass ihre Missionsarbeit nicht gestattet sein soll, sei ihnen nicht bekannt. Frage: Soll ich die Security holen oder die Polizei. Einer der beiden entscheidet sich für die Security, die wir dann gemeinsam aufsuchen. Fazit: Missionsarbeit sei nicht gestattet.
Rückkehr aufs Zimmer. Der zweite Mann hat sich mittlerweile vom Tatort entfernt. Der Missionar aus Afrika aber behauptet, von dem Verbot nichts zu wissen. Dann hat ihn wohl seine „Kirche“ schlecht informiert. Und er behauptet noch etwas Weiteres: Im Flüchtlingsheim in der Bleicherstraße dürfe er missionieren. Das habe er schriftlich vom Landratsamt. Kaum zu glauben, dass das LRA das genehmigt haben soll. In der Hausordnung, die in der Bleicherstraße aushängt, ist von Missionsarbeit allerdings nirgends etwas zu lesen. Da wird man wohl noch einmal nachfragen müssen.
Mehr zum Thema hier.

In München sieht man die Dinge so:
„Frage 1: Ist der Oberbürgermeister auch der Meinung, dass die Flüchtlinge, die verunsichert und oft traumatisiert endlich in München, in staatlichen und städtischen Einrichtungen sicher untergekommen sind, vor Sektenmitgliedern und anderen Fanatikern geschützt werden müssen?
Antwort:
Alle neu in München ankommenden Flüchtlinge suchen bei uns in erster
Linie ein sicheres Leben, sie suchen die Achtung ihrer Menschenwürde
und ihrer Menschenrechte. Was sie sicher nicht suchen, ist eine neue Religion.
Das Ausnutzen ihrer etwaigen Traumatisierung oder Unsicherheit im
neuen Lebensumfeld zu Missionierungen jeglicher Art ist nicht vereinbar
mit dem uneingeschränkten Grundrecht auf Religions- und Meinungsfreiheit
in Deutschland und muss verhindert werden. Besonders unsichere
oder einsame Menschen bzw. Menschen in unsicheren Lebenssituationen
lassen sich von Sekten leicht abhängig machen“

Gülen – Ein Beitrag zur Differenzierung

In dieser Zeit des Schwarz-Weiß Denkens (Erdoğan = böse – Putsch = nicht so ganz demokratisch oder Gülen=Terrorist  – Erdoğan=Retter der Demokratie) hilt es, möglichst viele verschiedene Stimmen zu lesen. Der Deutschlandfunk trägt jetzt in seiner Religionssendung „Von Tag zu Tag“ zur Differenzierung bei. Lesen Sie selbst hier. Und dann diskutieren sie darüber mit ihren türkischstämmigen MitbürgerInnen.

Zitat des Tages

„In diesen Tagen denke ich tatsächlich oft an Nazim Hikmet. Er war der beste Dichter der Türkei und starb im Exil. Der beste Regisseur dieses Landes war Yilmaz Güney – er starb im Exil. Der beste Sänger dieses Landes war Ahmet Kaya – er starb im Exil. Wir haben eine lange Tradition von Regierungen, die Andersdenkende hassen. Doch niemand erinnert sich an die Namen dieser Regierungen. Woran wir uns erinnern sind jedoch Nazim Hikmet, Yilmaz Güney und Ahmet Kaya.“
Can Dündar in der FAZ

Informatives über kurdische Kultur

Wer mehr über die Kurden wissen möchten, zu denen die Türkei ein so problematisches Verhältnis hat, dem sei die folgende Sendung im Deutschlandfunk heute abend um 19.15 Uhr empfohlen.

106, Rue de la Fayette, Paris – Über die Entwicklung der kurdischen Gesellschaft im Brennpunkt vielfältiger Kulturen

Seit mehr als 30 Jahren fördert der Leiter des Kurdischen Kulturinstituts in der Rue de la Fayette, der Teilchenphysiker Kendal Nezan, den Dialog zwischen Vertretern der zentralasiatisch geprägten kurdischen Welt, den verschiedenen Strömungen des Islam und der französischen Republik. Damit hat das Kulturinstitut die französische Politik im Nahen Osten wesentlich beeinflusst. Obwohl es nur über einen Bruchteil der Mittel verfügt, mit denen der französische Staat und Saudi Arabien das benachbarte Institut du Monde Arabe finanzieren, das in Paris ein Aushängeschild des sunnitischen Islam ist. Darüber hinaus engagiert sich Kendal Nezan für die Integration der Exilkurden in die demokratischen Strukturen ihrer europäischen Gastländer und für den Aufbau eines modernen Staatswesens in den kurdischen Gebieten im Irak und in Syrien. Dort sollen die Menschenrechte genauso respektiert werden wie die eigenen Traditionen.

Wer ist dieser Fethullah Gülen?

Schwer zu sagen. Hier mal seine Website. Und hier ein Leserbrief aus der heutigen SZ.

SZ, Leserbriefe, 18.8.2016

Gülen und die Wissenschaft

Christiane Schlötzer schreibt. „Dass Gülens Anhängerschaft bald viel schneller wächst als die anderer Gruppierungen, liegt an der Botschaft: Moderne Wissenschaft und Islam sind kein Widerspruch.“
Der Leser könnte daraus den Schluss ziehen, dass Fethullah Gülen und seine Anhänger der Wissenschaft zugeneigt seien.
Das Gegenteil ist der Fall. Lassen wir Gülen selbst seine Widerspruchsfreiheit zwischen Glauben und Wissen erklären: „Koran und Hadith sind wahr und absolut. Wissenschaft und wissenschaftliche Fakten
sind wahr, solange sie mit Koran und Hadith übereinstimmen. Sobald sie aber eine andere Position einnehmen oder von der Wahrheit von Koran und Hadith wegführen, sind sie fehlerhaft * “ (F. Gülen, Fragen
an den Islam 1, Offenbach 2009). Nach dieser Logik ist ein Widerspruch zwischen Wissenschaft und Islam schlecht möglich, weil der Islam die Wahrheit selbst ist.

Gülen schreibt über die Evolutionstheorie: „Es dürfte uns kaum gelingen, ein Gedankengebäude zu finden, das ähnlich stark ausgehöhlt und untergraben wurde wie der Darwinismus. Trotzdem wurde der
Kern der Theorie Darwins bis heute künstlich am Leben gehalten.“ Gülens astrononiisches Weltbild entspricht dem des Ptolemäus, das zu Lebzeiten des Propheten Mohammed Stand der Wissenschaft war. Danach kreisen die Sterne und Planeten am Himmel um die Erde: „Innerhalb dieser
Ordnung“, schreibt Gülen, „werden die Himmelskörper von unsichtbaren Stützen gehalten.“ Dann zitiert er den Koran (Sure 22, Vers 65): „Und er [Allahl hält den Himmel zurück, damit er nicht auf die Erde fällt, es sei denn mit seiner Erlaubnis.“

Das sind Vorgaben, nach denen weltweit in Gülens Schulen unterrichtet und an seinen Universitäten gelehrt wird. Unglaube ist für Gülen und seine Anhänger das schwerste denkbare Verbrechen: „Unglaube ist ein viel schwereres Verbrechen als Mord.“ Es lohnt sich, Fethullah Gülens Bücher zu lesen. Man versteht ihn dann besser. Sie werden in Deutschland kostenlos verteilt.

Dr. Hermann Funke, Hamburg

Freunde des Erdoğan-Bashings dürften sich über diesen Link freuen. Für dessen Seriosität übernehmen wir keine Garantie. Die Fotos sind allerdings beeindruckend. Und natürlich darf hier ein Quantum Verschwörungstheorie nicht fehlen. Donald Trump macht es möglich.

 

Herrgöttle-News

Das Herrgöttle von Biberach meinte es bisher gut mit der Schütza, die am Freitag wieder eröffnet wurde. Wir es der Brauch ist, wurde das Kinder- und Heimatfest mit einem heuer geringfügig weniger ) holprigen festgedicht von Schulleiter und Schützadirektor Klaus Bott eröffnet. Es gehört zur Biberacher Liberalitas, dass das Kinderfest mit einem offiziellen Ansporn zum Kampftrinken beginnt. Ab Donnerstag könnte es allerdings wacklig werden mit dem Wetter. Die Weberberg.de-Redaktion schert das wenig. Sie wird zur Fortbildung in der Türkei weilen.

Woanders wird geputscht. Und in Biberach? Alles friedlich?

Bei diesem Schützenfest ist der beliebte Schaschlik- und Wurststand neben dem Café Weichhardt verschwunden. Ebenfalls Fehlanzeige: der leckere Thai-Imbiss in der Weberberggasse. Was mehrere Jahre prima ging, geht plötzlich nicht mehr. Auch Adibs Falafelstand fehlt am üblichen Platz. Immerhin gibt es ihn noch und zwar um die Ecke vor der Gastwirtschaft „Zum Biber“. Bitter für Gastronom Adib, denn so findet man ihn fast nur, wenn man’s weiß. Auf dem Berg gibt’s leckere Bio Pizza auf Wunsch auch vegan mit veganen Käse. Ein Trost?

Weberberg.de-Mundartservice

Wir in der Redaktion haben unsere norddeutsche Herkunft nie verleugnet. Aber wir haben ein großes Herz auch für die schwäbische Mundart. Daher hier ein aktuelles Gedicht (von Peter Rieger):

Uf dr Schwäbscha Eisabahna,
muesch amol am Samschtig fahra.
Schtuegert, Ulm ond Biberach –
noch lieget dir d’Nerva brach.

An dr Schwäbscha Eisabahna,
hanget oft zwenig Wäga dana.
Neipresst bisch wia en Dosafisch,
Dementsprechend isch d’Luft au frisch.

Jedes Wochaend an See, fendet älle
Schtuegerter schee.
Dass ma do au zoiga ka,
wer em Land hot d‘ Hosa a.

Jeder Schduegerter hot a Mädle,
ond en ganza Wurf mit Rädle.
Älles en da Zug bugsiert,
ond de andre d’Hos verschmiert.

En dr Schwäbscha Eisabahna,
sieht ma koin Politiker fahra.
Bloß it nei en so en Gschtank,
weil do droht des Volkes „Dank“….

En dr Schwäbscha Eisabahna,
hand se scho am Morga Fahna.
Saufa, Fressa, s’Zuig omleera,
oiner wirds scho zammakehra…

Obeds en dr Eisabahna, sieht ma
bloß no Ziefer fahra.
Brauchsch en Schaffner,
suechsch omsuscht,
weil der en sei Deckong huscht.

Werden und vergehen in der Szene

Das war’s also mit Plan B, der geräumigen Kneipe in der Hindenburgstraße gegenüber von  Ozis Pizzabackstube. Gestern war die letzte Nacht und es war beste Stimmung. Demnächst wird das Etablissement unter neuer Leitung öffnen – als Shisha Bar.

Gleich um die Ecke dann Trubel auf der Straße. Etliche Menschen wollten in das vor Kurzem eröffnete Poco Loco, das sich mit seinen ungewöhnlich hohen Räumlichkeiten und reichlich Gästen prächtig präsentierte.

Eine Botschaft der „Kleinen Feger“

Liebe Freunde,

es gilt wieder für Stimmung zu sorgen. Wir brauchen euch alle!
Samstag 16.07.2016 kurz vor der Abnahme. Flashmob 2.0.

2010 waren wir 80 Kleine Feger vor dem Alten Haus. Wir schaffen jetzt 100+x auf dem Marktplatz!

Folgendes Szenario:
Samstag 16.07., Marktplatz 13:30Uhr, halbe Stunde vor Beginn der offiziellen Feierlichkeiten marschieren die Kleinen Feger auf den Marktplatz. Die Tribünen sind voll. Wir spielen unser erstes Stück.
Ihr seid bereits irgendwo auf/um den Marktplatz/Tribünen/Publikum verteilt. Auf unser Zeichen kommt ihr zu uns auf den Marktplatz. Wir stellen uns auf. Jeder weiß wo er hinläuft und was er zu tun hat. Es folgt ein gemeinsamer Marsch. Die Schützendirektion weiß Bescheid und kehrt hoffentlich mit.
Falls wir gut performen, die Zugabe. Im Anschluss Abmarsch und Verteilung zurück ins Publikum.

Zwei Stunden vorher:

Es wird insgesamt eine Probe am Flashmob Tag selbst stattfinden, Treffpunkt 11:30Uhr im Stadtgarten Rondell beim Weißen Turm. Bei Regen treffen wir uns direkt vor der Stadthalle unter der Überdachung.
Zur Orientierung hier ein Video vom Flashmob 2010:
https://www.youtube.com/watch?v=VpmFJ-CRFL4

Wir spielen die gleichen Märsche wie im Video, schaut euch schon mal die Drehungen und Einsätze an. Bekommt ihr hin.

Dress code:
Obenrum gelb, untenrum blau (gerne der klassische Blaumann), Kopfbedeckung nach Wahl und natürlich der Besen.
Die original Kleinen Feger spielen aus akustischen Gründen auf Besen mit Metallborsten. Natürlich tut es für den einen Auftritt auch den Klassiker mit Plastik Borsten, welcher zu Hause rumsteht.
Metall und Plastikversion bekommt ihr bei Eisenwaren Keinath (Bachgasse 23, 07351 7 24 59) für ca 15€. Allerdings ist eine telefonische Vorbestellung notwendig. Begrenzter Vorrat. 5 Tage Lieferzeit. Die Besen könnten vor der Probe direkt im Laden abgeholt werden. OBI Biberach hat zur Not auch noch ne paar Besen rumstehen.

Wer auf sein Gelbes Shirt ein blaues Feger Logo gesprüht haben möchte kommt ebenfalls auf seine Kosten. Nach der Probe werden unsere Helfer mit Airpumps und Textilfarbe im Stadtgarten bereit stehen.

Es wird eine einmalige und einzigartige Aktion auf dem Marktplatz werden und bleiben.

Je zahlreicher und massiver wir sind, desto besser! Die Stadt soll sehen warum das geilste Fest der Welt in Biberach stattfindet.
Also gebt euch nen Ruck. Jeder bringt noch zusätzlich 2,3 Freunde mit. Keine Altersbegrenzung. Kinder, Opa, Oma. Mega! Hauptsache blau/gelb.

Nach dem Sieg

Schweinsteiger, Özil und Müller hatten dem Elfmeterschießen zum Ende des Spiels Deutschland gegen Italien besonders viel Spannung verliehen. Dass le Mannschaft zum Schluss vorne lag, sorgte für entsprechende Begeisterung in Biberachs Kneipen. Denn: Der Fluch ist gebrochen! Auf dem Marktplatz gab es dann auch die üblichen Sprechchöre, das Auf-die-Knie-Ritual und fröhliche „Sieg Heil!“-Rufe samt gestrecktem Arm. Und dennoch war in diesem Jahr etwas anders gegenüber den vorigen Europa- und Weltmeisterschaften, wie unsere Fotos von der Nacht zeigen. Syrer und Iraner schwenkten Deutschlandfahnen. Afghanen feierten eifrig mit. Deutsche und Schwarzafrikaner in den Trikots der Nationalmannschaft lagen sich in den Armen.
Vor dem neu eröffneten Poco Loco stauten sich die Partygänger und die Türsteher hatten viel zu tun.

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„Biberach schützt sich 2.0“ soll eingestellt werden

Die offene Facebook-Gruppe „Biberach schützt sich 2.0„, gegründet als Antwort auf die rassistische Facebook-Gruppe „Biberach passt auf“, wird wohl demnächst aufgelöst. Die Diskussion soll aber nicht unterbunden werden. Sie kann in der Facebook-Gruppe Weberberg.de weitergeführt werden.

Mut zu Biberach

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Jede Menge Freunde, Kollegen und Stammgäste kamen zur heutigen – noch inoffiziellen – Eröffnung des Poco Loco.  Wer weiß, wie heruntergekommen die Räume des einstigen Agenturhauses waren, staunte nicht schlecht über das Ergebnis der aufwändigen Renovierung.  Wirt Alexander Ristić (Mitte mit Personal und Freund) glaubt an Biberach als attraktive Location und hält nichts davon, als Gastronom hier den Kopf in den Sand zu stecken. Mit dem Umzug aus dem ehemaligen Poco Loco, das unter neuer Leitung und als anderes Restaurant wieder eröffnet wird, gibt es jetzt ein Restaurant und eine Bar in Biberach, die wohl den Rekord beanspruchen kann, was die Raumhöhe angeht.  Am morgigen Samstag ab 17 Uhr ist das neue, das ganz andere Poco Loco für das Publikum geöffnet.

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Voll übel

Moslems in Großbritannien werden seit dem Brexit zunehmend Opfer von Beschimpfungen und tätlichen Angriffen, siehe hier. Und was tut sich im weltoffenen Biberach?  Der Stadt, die mit Clacton verbunden ist, wo man sich ganz überwältigend für den Brexit entschieden hat. Wird man einen einzigen Biberacher Gemeinderat morgen beim Fastenbrechen  in der Moschee am Zeppelinring sehen? Oder gar einen der Bürgermeister? Wohl kaum. Weltoffen in der Praxis ist halt irgendwie schwierig. Aber Werbeprospekte sind halt geduldig.

Friedenstermin

Das jährlich erscheinende Gutachten der deutschen Friedensforschungsinstitute stellt eine hilfreiche „Brücke“ von Wissenschaft zu praktischer Politik und konkreter Friedensarbeit dar. Beim gemeinsamen Monatstreff von Arbeitskreis Entwicklungspolitik (AKE) und Friedensbündnis am Mittwoch, 6. Juli 2016, 19.30 Uhr im Nebenzimmer des „Biberkeller“ in Biberach geben auch dieses Jahr wieder Ludger Semmelmann und Alfons Siegel orientierende Einblicke zu Kernthemen, Hauptaussagen und Empfehlungen dieses wichtigen Jahrbuches. Im Anschluss an die Kurzreferate besteht Gelegenheit zur Diskussion, vor allem auch, um im Lichte aktueller Herausforderungen mögliche friedenspolitische Konsequenzen für die Arbeit an der Basis bis zur Politik auf höherer Ebene zu verdeutlichen. Alle Interessierten sind herzlich willkommen! Der Eintritt ist frei.


1:1 – Mensch zu Mensch: 10.000 Euro erreicht

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Der Fonds für Flüchtlingsarbeit „1:1 – Mensch zu Mensch“ von Thomas Fettback und Johannes Riedel sammelt nunmehr seit einem halben Jahr mit knapp 100 Spendendosen für Kleingeld. Dieser Tage nähern sich die Einnahmen auf dem Kreissparkasse-Sonderkonto der 10.000-Euro-Marke. Fast 40 Förderungen wurden gemäß dem Leitmotto „unabhängig, konkret, ehrenamtlich und treuhänderisch“ gewährt. Die durchschnittliche Maßnahme schlägt mit rund 165 Euro zu Buche:  Von Arbeitskleidung über Brillen, Fahrkarten, Sportartikel, Schulbücher, Haushaltsgegenstände, Fahrräder, Sprachkurse bis hin zu einem Kurs in Gewaltprävention reicht das Spektrum.

Die Anträge an „1:1 – Mensch zu Mensch“ stellen immer ehren- oder hauptamtliche Betreuer. Unterstützt wurden sinnvolle oder dringend benötigte Maßnahmen, für die es von anderer Stelle keine Förderung gibt oder diese zu lang dauern würde. Für solche unbürokratischen Soforthilfen hatte Fettback in seinem jahrelangen Engagement für Flüchtlinge Defizite ausgemacht. Auf seiner Homepage (www.thomas-fettback.de) legt er jeglichen Geldfluss offen. „Diese einfache und transparente Form hat auch den Spendern eingeleuchtet beziehungsweise gefehlt, ansonsten würden sich unsere Spendendosen nicht  füllen.“ Schirmherr ist Biberachs OB Norbert Zeidler.

Die ersten Spendendosen von „1:1 – Mensch zu Mensch“ haben derweil auch Umlandgemeinden wie Hochdorf oder Schemmerhofen erreicht, wohin auch einzelne Förderungen gingen. Während sich in Biberach Fettback und Riedel um die Aufstellung und Leerung der Sammelbüchsen kümmern, gibt es im Umland „Dosen-Kümmerer“.

Zuspruch und Dank gibt es von Flüchtlingen und deren Betreuern. „Das ging bis zu überraschter Sprachlosigkeit, weil wir die Mittel unbürokratisch und schnell freigeben können“, so Fettback. Es gibt auch Spender, die dem Fonds für Flüchtlingsarbeit, der vermehrt auch bei Veranstaltungen präsent ist, Gelder zukommen lassen.

Nachdem bisher vor allem „Feuerwehrhilfen“ geleistet wurden, sieht Ex-OB Fettback künftig mehr Bedarf für nachhaltige Integrationsmaßnahmen. Eine Willkommenskultur funktioniere nicht auf Knopfdruck, sie müsse wachsen: „Dies wird Geld kosten, welches sich aber auch refinanziert. Uns wird die Unterstützung dieser Arbeit nicht ausgehen.“

Für den ersten Samstag in den Sommerferien kündigt Fettback ein entsprechendes Event an: Flüchtlinge werden im  Museumshof Mittagessen kochen und Gastgeber für die Biberacher sein. „1:1 – Mensch zu Mensch“ wird in finanzielle Vorleistung gehen. Und natürlich hofft er auf Erlöse, die dann wieder unbürokratisch und konkret für eine Willkommenskultur sorgen können.

Zu den Bildern:

Der Pakistani Sohail Ashraf erhielt von „1:1 – Mensch zu Mensch“ eine Brille. Isabel Himmler und Jürgen Hotz (rechts) hatten den Antrag gestellt, Optiker Matthias Kreck löste das Problem günstig.

Thomas Fettback mit Schülern des Deutschkurses, den „1:1 – Mensch zu Mensch“ fördert, und Lehrerin Birgitta Marius-Mohr (zweite von links).

Bittere Nachricht für Bahnfahrer

Das ist bitter! Unser schöner Bahntrick, mit dem man mit einem Einsatz von 4,20 Euro eine zwei Tage gültige Bahnfahrkarte in ein 15 Tage gültiges Ticket umwandeln kann (wir und nach uns ZEIT,  SPIEGEL und diverse Funk und Fernsehmedien berichteten) funktioniert seit Juni nicht mehr so wie bisher. Wer jetzt ein Ticket – sagen wir von Bregenz –  über Hamburg nach Rügen kauft, zahlt nicht nur 80 Euro mehr. Das Ticket hilt auch nur noch zwei Tage. Es sind wohl die Österreicher, die da etwas geändert haben. Die BILD hatte vor drei Tagen den Bregenz-Trick unter Berufung auf uns noch online publiziert, aber da war sie einfach schlecht informiert. Alle Hoffnung auf eine sehr sehr preiswerte Deutschland-Tour mit unserem Trick braucht man aber nicht aufzugeben. Es gibt ja noch andere grenznahe Orte, zu oder von denen man (offiziell) fahren kann. Das polnische Stettin etwa. Ein Ticket, das über Berlin, Hamburg, Bremen, Münster ins Ruhrgebiet, nach Köln, Bonn und Mannheim nach Stuttgart, Ulm und Biberach führt, gibt es nach wie vor zu günstigen 149,80 Euro und man kann sich 15 tage Zeit für die Deutschlandtour lassen und die Reise beliebig oft unterbrechen. Das ist deutlich preiswerter als die angeblich so günstigen Interrail-Tickets. Und der Trick kann auch von Deutschen im Inland genutzt werden. Wie gesagt: die neue Einschränkung ist bitter. Für Fans günstiger Bahnreisen aber besteht kein Grund zur Verzweiflung.

HOPE FOR ALL – unsere Nahrung – unsere Hoffnung – in Biberach

Von 30. Juni bis 6. Juli 2016 läuft im Kino Traumpalast Biberach der am 12. Mai erschienene Dokumentarfilm HOPE FOR ALL zum Thema Ernährung und Chancen durch ein verändertes Konsumverhalten.

Um „groß und stark“ zu werden, so heißt es, muss man Fleisch, Eier und Milchprodukte essen. Mit dieser  Botschaft  sind  wir  alle  aufgewachsen.  Die  Industrienationen  dieser  Welt  befinden  sich allerdings  in einer medizinischen  Krise  –  Krankheiten  wie  Herz-Kreislauf-Erkrankungen,  extremes
Übergewicht oder Allergien nehmen immer weiter zu. Die Ursache liegt ganz nahe, nämlich auch auf unseren Tellern: Es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen westlicher Ernährungsweise und vielen   Zivilisationskrankheiten.   Gleichzeitig   hat   pflanzliches   und   ausgewogenes   Essen   eine
überraschend positive Wirkung auf den Menschen. Denn was unsere Ernährung betrifft, ist weniger oft mehr. Aber nicht nur unsere eigene Gesundheit steht hier zur Debatte, sondern auch die nachhaltige Nahrungsversorgung der Weltbevölkerung und die Zukunft unserer Erde.

Pflanzliche und vollwertige Ernährung ist nicht nur ein Lifestyle-Trend, sondern viel mehr, wie der eindrucksvoller  Dokumentarfilm  HOPE  FOR  ALL  aufzeigt.  Denn  unsere  tierischen  Lieblingsspeisen gehen uns an Herz und Nieren. Die österreichische Autorin und Filmemacherin Nina Messinger begibt sich auf eine Spurensuche in Deutschland, Österreich, England, Indien, der Schweiz und den USA. Sie trifft unter anderem führende Ernährungswissenschaftler, Mediziner und Umweltexperten wie Dr. Ruediger Dahlke, Dr. Jane Godall, Dr Vandana Shiva, Dr. Colin Campbell und viele mehr und zeigt, dass eine pflanzliche Ernährung unsere Gesundheit fördert und auch jenseits des aktuellen Vegan- Trends wesentlich zur Sicherung unseres gesamten Lebensraumes beiträgt.

Zur Premiere am 30.6. bietet der Vebu (Vegetarierbund) Biberach im Anschluss an HOPE FOR ALL direkt im Kino eine Filmdiskussion für interessierte Besucher an.
Inge Barth (Heilpraktikerin) Clemens Hund (veganer Obstanbau) Anja Rapp (xtraVurst Biberach) und Viviane Roth (ganzheitliche Ernährungsberaterin und Leiterin der Vebu Regionalgruppe Biberach sind die Gesprächspartner, die für Fragen aus dem Publikum Antworten haben.

Nach jeder Vorstellung wird der Vebu Biberach mit Infomaterial und für aufkommende, persönliche Fragen bereit stehen.

Spielzeiten:
30.06      20.30 Uhr  Premiere mit anschließender Filmdiskussion
01.07.     18.15 Uhr
02.07.     18:15 Uhr
03.07.     18:15 Uhr
04.07.     18:15 Uhr
05.07.     20:30 Uhr
06.07.     18:15 Uhr

Karten zum Film (auch zur Premiere) können ganz regulär im Kino oder auf https://biberach.traumpalast.de bestellt werden.

Infos zum Film und der Trailer: www.hopeforall.at