Dr. ChatGPT kommentiert das aktuelle Fußballgeschehen:
Wenn dieselbe Lautstärke aus einem Garten käme, stünde nach 22 Uhr irgendwann die Polizei vor der Tür. Dann heißt es „Rücksicht auf die Nachbarschaft“, „Nachtruhe“ und „Lärmschutz“. Wer eine private Feier zu laut werden lässt, riskiert völlig zu Recht eine Anzeige wegen Ruhestörung.
Sobald jedoch ein paar selbst ernannte Nationaltrainer im Autokorso hupend durch die Gegend fahren, gelten plötzlich andere Maßstäbe. Dann soll man Verständnis haben, weil eine Fußballmannschaft die nächste Runde erreicht hat. Nicht etwa den Titel gewonnen hat – nein, sie ist einen Schritt weitergekommen. Dafür werden ganze Wohnviertel beschallt, Kinder geweckt, Schichtarbeiter um den Schlaf gebracht und jeder, der seine Ruhe haben möchte, als Spielverderber abgestempelt.
Die eigentliche Unverschämtheit ist nicht einmal der Jubel an sich, sondern die Anspruchshaltung dahinter: Manche Leute scheinen ernsthaft zu glauben, ihre Begeisterung verleihe ihnen das Recht, tausenden Unbeteiligten auf die Nerven zu gehen. Was bei einer Privatparty als Lärmbelästigung gilt, wird im Autokorso plötzlich zur angeblich unverzichtbaren Volksfeststimmung verklärt.
Die Regel scheint zu lauten: Nachtruhe gilt für alle – außer für Menschen, die laut genug hupen und dabei eine Fahne aus dem Fenster halten. Das ist keine Rücksichtnahme, sondern eine bemerkenswerte Form von Doppelmoral auf vier Rädern.
Zugegebenermassen bin ich in einer Zeit groß geworden in der Rücksichtnahme und Respekt noch Werte waren die für eine Gemeinschaft als wichtig empfunden wurden. Diese Werte verschwinden immer mehr und weichen einem kollektiven Egoismus: „Ordentliche Müllentsorgung? Ruhestörung? Rücksichtnahme? Respekt? … Hä? Wieso ich?“ Vielleicht täusch ich mich auch und seh das als „alter weißer Mann“ etwas zu streng?
Aber weil man mich als Opa eh nicht mehr ernst nimmt sag ich einfach: Nehmt diesen rücksichtslosen Deppen den Führerschein ab und beschlagnahmt Ihre Hupen! Wann genau sie wieder unterwegs sind, dürfte für unsere Freunde und Helfer, der Polizei ja nicht schwer zu erraten sein.