Es ist einfach bezaubernd und lehrreich. Buchdruck zum Anfassen: Die Heidelberger stöhnt und atmet heftig, wenn sie arbeitet. Sie verströmt dabei eine Art Schweißgeruch nach Druckerschwärze und die alte Dame lässt keinen Zweifel daran, dass sie mit ihrer Erfahrung und Reife gnadenlos zum Ziel kommt. Eine Schülergruppe der Pflugschule durfte das dieser Tage mit der Pädagogin des Museums live erleben. Toll, so geht Bildung. Auch wenn der Gemeinderat und die Verwaltung das immer mal wieder gerne wegsparen oder besser gesagt die Ausgaben beschränken zeigt sich hier dass Grundlagen vermitteln Sinn macht.

Die Original Heidelberger Druckmaschine aus Druckguss (über eine Tonne schwer!) wurde seit den 1920er Jahren bis etwa 1980 gebaut und steht in der Druckerei Werner wie eine Skulptur und ein Ausrufezeichen da. So geht Druck. Mit Setzkasten, mit schwarzer Farbe und Liebe zum Detail. Nicht nur für Nostalgiker eine Lohnenswerte Sache dort mal vorbeizuschauen: Bismarckring 30 in Biberach.


