Und erinnern wir uns an diesen Duktus: „Niemand hat die Absicht eine ***** zu bauen!“ Ok das geht nun doch zu weit, behauptet Amelie Pachulke und hat wie so häufig Recht. Aber um was geht es denn eigentlich? Der (noch) relativ frische Baubürgermeister Menth soll das mit dem Jux und der Dollerei* laut Schwäbischer Zeitung zum Besten gegeben haben. Aber Weberberg wäre nicht Weberberg, wenn wir das Zitat nicht völlig falsch wiedergegeben hätten. Simon Menth bezog das natürlich auf das Straßenbauprojekt Blosenberg. Den Original Zusammenhang finden geneigte Leser hier.
Kleiner Einschub: * Wir schreiben hier bewusst von Dollerei und nicht Tollerei, auch wenn die SchwäZ das eher dem Kontext „Tollhaus“ zuzuschreiben scheint.
Um seine Argumente – warum wir unbedingt diese Umgehung brauchen – zu untermauern hat die Stadtverwaltung für den Blosenberg eine prima (oder „dolle“) Webseite eingerichtet. Die findet man hier. Möglicherweise liegt es am zunehmenden Alter von Gaspard, dass er die Webseite ziemlich „Banane“ findet. Man könnte auch unübersichtlich oder unklar sagen oder einfach nur verwirrend. Letztlich scheint sie vor allem für „Eingeweihte“ gemacht worden zu sein. Egal jedenfalls ergibt sich aus dem Artikel der Schwäbischen Zeitung, dass Menth die Bürgerinitiative Biberach Blosenberg (früher Mettenberg) zwar echt knorke findet (knorke – altes Wort aus dem letzten Jahrhundert/Jahrtausend für „spitze“) aber auch völlig daneben. Schließlich weiß die Stadtverwaltung exklusiv, wie sich was, wo und warum entwickelt und hat da über die Jahrhunderte auch nie falsch gelegen. (Fragen sie Wieland, wenn sie ihn treffen, der kann das bestätigen!). Ach ja und nebenbei ein dickes Lob von Menth an den Gemeinderat, der weiß zum Glück was er tut und unterstützt (auch im SchwäZ Artikel zu lesen). Auch hier muss man einfach zustimmen: Hat der Gemeinderat hier mal danebengelegen? Eben! Bei allem Respekt aber bei solchen Lobeshymnen aus der Verwaltung wüsste ich nicht ob ich das als positiv werten würde. Ach, und Amelie lässt fragen, ob Baubürgermeister Menth nicht einfach mal wieder ein (d)olles Instavideo machen könnte – über den Blosenberg. Vielleicht auch mit Kühen und Hühnern im Hintergrund, sie sei früher so gern zur Biberacher Alm zum Essen gefahren.
Noch ein wichtiger Hinweis: GV-Blosenberg steht natürlich für Gemeindeverbindungsstraße nicht für Geschlechtsverkehr wie viele Jugendliche bis 30 heute vermuten.