Etwa 3/4 aller Fernseher sind mittlerweile in den Industrienationen Smart TVs. Die Fernseher zeichnen sich dadurch aus, dass sie einen Zugang zum Internet über das lokale Netzwerk haben und bieten und mit Zusatzdiensten trumpfen. So gibt da einen Zugang zur Mediathek (Filme auf Nachfrage / demand oder Surfen mit einem Webbrowser) und sonstige Services.
Eine Gruppe von Forschern haben nun in den USA und Großbritannien aktuelle Samsung und LG Fernseher unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist reichlich verstörend und beunruhigend. Beide Hersteller lassen ihre Geräte im Sekundentakt nach Hause telefonieren, wenn sie einen Internetzugang haben. Hintergrund ist eine Funktion die ACR heißt und es erlaubt themenorientierte Werbung in das laufende Programm einzublenden. Die Funktion entspricht so in etwa der nervigen Einblenderei wie man sie mittlerweile auch bei Pro7 und Konsorten kennt, wo mitten im Film plötzlich rechts unten irgendein bewegtes Ding darauf hinweist, dass gleich noch ein besonders toller weiterer Film folgen soll.
Offenbar so berichtet t3n (Quelle: umfassend hier) machen sowohl Samsung als auch LG Smart TVs Screenshots des laufenden Filmmaterials auf dem Bildschirm – unabhängig ob das Konserve / also BluRay oder DVD oder streaming / ist – und senden die Infos an die Hersteller. Das wiederum sei natürlich anonymisiert heißt es aus Industriekreisen ist aber letztlich trotzdem zurück verfolgbar zumindest wenn man sein Gerät zum Beispiel aus Garantiegründen beim Hersteller registriert hat. Fazit: Pornos vielleicht lieber dann anschauen wenn man das Gerät nicht am Internet hat – Aber Moment – sind die überhaupt offline verfügbar? …