Heute: 14. Feb., 2026

Sind die Tage der Privatradiosender gezählt? Exklusiv Interview mit Radio Donau 3 FM Geschäftsführer Carlheinz Gern. (Video)

Carlheinz Gern, Geschäftsführer Radio Donau 3 FM im
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vor 2 Tagen

In Österreich geht die pure Panik um. Die österreichischen Privathörfunksender und auch einige Radiosender und Verbände aus der Schweiz und Deutschland haben die Linzer Erklärung verfasst. Es geht darum, dass sich das Hörfunkgeschäft offensichtlich immer weniger lohnen würde. Werbekunden würden zunehmend in Online Werbung investieren und die Werbeeinnahmen für die Radiosender schwinden. Carlheinz Gern ist ein Radio- und Veranstalter – Urgestein. Ursprünglich auch ganz früher mal beim Wochenblatt in Biberach zusammen mit Wolfgang Gröner tätig, dann auch bei Radio 7 in Ulm und nun schon viele Jahre Geschäftsführer bei Radio Donau 3 FM. Gern kennt alle, ob Radiomacher, Werbekunden oder Stars und Sternchen. Tatsächlich erwartet er, dass es bei den Bereichshörfunksendern wie Antenne 1 und Radio 7 in absehbarer Zeit zu Fusionen kommt. Radio 7 baut zur Zeit in Ulm ein neues Medienhaus und plant offenbar einen Umzug, weg von der Gaisenbergstraße. Es wäre möglich, dass dort dann auch andere Medienaktivitäten – wie zum Beispiel das relativ wenig lukrative TV Geschäft – gebündelt werden.

Gaspard hat Carlheinz Gern, die graue Eminenz im Radiohintergrund, gestern in der Motorworld in Warthausen getroffen und interviewt:

4 Comments

  1. Das ist mal eine ehrliche und kompetente Markt-Analyse der aktuellen Situation des Privatradios. Ganz ohne Radio-Berater-Gschwätz, also ohne das übliche Marketinggeschwurbel!

    Und endlich mal einer der über die Wichtigkeit des Wortes spricht. Denn der Moderator mit seinen Worten und seiner Persönlichkeit ist die Verbindung zu dem Menschen am Lautsprecher. Und der will wahrgenommen und angesprochen werden und nicht angefaselt werden mit „Wording“ und Werbequark. Wenn man den Hörer als Mensch wahrnimmt und ihn nicht zum Quotenbeschaffer degradiert dann entsteht vielleicht eher eine echte Hörerbindung.

    Möge sein Wort gehört werden!

  2. … Wenn Donau3FM seinen Werbekunden Sendezeit verkauft, stellt sich mir die Frage, warum der Sender nicht auch gleich Agentur wird?
    Der Sender kennt die ZG, weiß um die Reichweite und die Interessen seiner lokalen Hörer. Dann könnte aus Werbequark auch mal „Werbung mit Inhalt“ werden. Eine gute Aufgabe, deren Ergebnis nicht nur „lästig“ ist oder ertragen wird.

    Das wäre auch eine Option für eine (weiteres) Alleinstellungsmerkmal, oder nicht?

    • Doh gugg nah:
      Gemeinsam mit unseren Mediaberatern erstellen wir das auf Ihre Bedürfnisse perfekt zugeschnittene Vermarktungskonzept. Genau so, dass Ihre Nachricht auch dort ankommt, wo sie hin soll: In den Köpfen der Menschen, Ihrer Kunden. Dabei können Sie verschiedene Varianten der Werbung wählen: Entweder Sie buchen ein klassisches Radiospot-Paket, oder Sie setzen Ihre Werbebotschaft in einem Service-Sponsoring um.
      Dann schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an marketing@donau3fm.de oder rufen Sie unter der 0731/800130 an.

    • Sorry, aber mit „Werbequark“ meinte ich nicht die Werbespots oder bezahlte Promotion. Das muss ja sein weil damit verdient der Sender ja sein Geld. Und über die Inhalte entscheidet der der zahlt und nicht der Sender oder die Agentur.
      Mit „Werbequark“ meinte ich die ständige Selbstbeweihräucherung wie z.B: „bei uns sind Sie immer am besten informiert“ „wir haben die beste Musik und die meisten Hits“ oder „Morgen wieder um 07:10 einschalten, nur bei uns haben sie die Chance auf den 10.000 Euro Koffer“. Das nervt halt genauso wie der Nachbar der immer betont wie schlau er seine Rente berechnet, wo er den besten Preis für seinen SUV gekriegt hat, wie gut seine Kinder in der Schule sind, und warum er so gesund ist seit er den neuesten Fitness Trecker am Arm hat… blah, blah gähn. Jeder kennt doch so einen Selbstlober! Und das muss man nicht auch noch im Radio hören….. finde ich.

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