Heute: 23. Juni, 2026

„Freiräume“! Eine Stadt bemüht sich – stets im Rahmen ihrer Fähigkeiten. Sie war mit größtem Interesse bei der Sache!

Ursprünglich erstes Biberacher Kino! Viehmarktstraße
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vor 30 Minuten

10 Uhr im Biberacher Ratssaal – Die Stadtverwaltung hat geladen und präsentiert „Freiräume“. Frau Volk vom Stadtmarketing begrüßt und ist ein klein wenig enttäuscht, sie hatte etwas mehr Resonanz erwartet. Um die 14 Interessenten sind gekommen, um sich über die Leerstände in der Innenstadt zu informieren. Das Wetter lädt eher zum Baden ein, weniger zu Infoveranstaltungen. Grundsätzlich sind „Freiräume“ erstmal eine schöne Sache. Der Flyer:

Auffällig, da fehlen einige offenkundig leerstehende Locations: Zum Beispiel das Lava Café. Auf Nachfrage bei einem Gemeinderat ist klar, da ist bereits was im Gange: Die Ausschreibung des Cafés im Besitz der Stadt ist vor drei Wochen erfolgt und es scheint schon Bewerber zu geben. Bevor es zu den Besichtigungen in der Innenstadt und drumrum geht gibt es mehrere Impulsvorträge, unter anderem von Ordnungsamtsleiterin Kleine-Beek und erstem Bürgermeister Miller. Es erfolgt der Hinweis, dass die Hindenburgstraße weiterhin ein Sorgenkind sei mit ihren vielen Leerständen. Immerhin habe man dank der „Freiraum“-Veranstaltungen dort schon zwei Geschäftsräume erfolgreich vermitteln können: HiBu11 (katholischer Kinder und Schülertreffpunkt, Montag bis Donnerstag 11:45 h bis 15 h geöffnet, zusätzlich Mittwoch Morgen und Samstag Vormittag – Haus im Besitz Kirchlicher Träger) und den nach Vereinbarung geöffneten Laden bei Optik Schilling, der individuelle Wanduhren aus Kunstharz anbietet.

Es folgen grundsätzliche Infos vom Bauamt und vom Ordnungsamt. Immer wieder der Hinweis, man bemühe sich und sei offen, insbesondere Frau Kleine-Beek, als Leiterin vom Ordnungsamt betont, „Einfach mal anrufen, wenn man Fragen hat!“. Gut das nützt natürlich bei Ruhestörung durch aktuelle Autokorsos nichts. Allerdings nutzt es schon, wenn man Cafébetreiber in der Innenstadt maßregeln will, da gibt es leider keine bundesdeutschen Empfehlungen vom Innenministerium, zum Beispiel Konzerte zu tolerieren, – ausnahmsweise. Irgendwo enden halt Bemessungsspielräume, die man zum Beispiel bei Zigarettenkippen nutzen kann. Sind die ein Problem? Wohl weniger, berichten Mitglieder des Gemeinderates… Aber zurück zum Thema.

Im Bereich Sondernutzung, das wird bei den Vorträgen klar, ist alles beim Alten: Wer ein Hinweisschild vor dem Laden aufstellt, zahlt. Sondernutzungsgebühr. Gilt auch für Tische und Stühle und so weiter. Inzwischen wehren sich dagegen die Biberacher Gastronomen – Aus Gaspards Sicht zu Recht. Innenstadtbelebung – klar das wollen wir – tönt es aus dem Rathaus, aber dafür sollen die Gastronomen dann auch zahlen. Ist das zeitgemäß? Man könnte doch darüber mal nachdenken. Ist die Stadt für die Bürger da? Oder war es umgekehrt? „Freiräume“ ist eine nette Idee und Sache – nur besonders innovativ scheint sie auch Amelie Pachulke nicht. Der Einwand des Weberberg-Thinktanks: Warum keine Staffelmieten für städtische Pachten? Beispiel Lava Café: Statt pauschal da bei über 2500 Euro im Monat zu starten könnte man doch da Einsteigerfreundliche Ermäßigungen nach Umsatz anbieten, zeitlich gestaffelt usw. – Bei Sondernutzungen über 365 Tage könnte man bei Außenbestuhlungen doch die nicht nutzbare Zeit abziehen. Stichwort Schützenfest, Winter und irgendwelche Sonderevents… Und wie wäre es mit etwas vereinfachten Strukturen im Ordnungsamt, wenn es um Veranstaltungen geht? Amelie träumt weiter von innovativem Fortschritt…

Ach ja und wer für sich besser werben will findet Unterstützung durch den Biberacher Sloganizer, den übrigens schon 1996 ein gewisser Herr Weckenmann dem Biberacher Rathaus nahegelegt hat. KLICKE HIER.

Hier einige Eindrücke von den Leerständen die zu besichtigen waren:

Ehemalige Buchhandlung Osiander Holzmarkt
Tattoo und Piercingsstudio Hindenburgstraße
Ehemaliges Bekleidungsgeschäft Hindenburgstrasse
Landesbankgebäude
Abschreibungsoptimiert?

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