Heute: 03. Juni, 2026

Ex Dental-Labor Ritthaler – Wenn mindestens 400 Quadratmeter Raum vor sich hindümpeln.

Ein Bild aus besseren Zeiten: Dentallabor Ritthaler / Screenshot Google Streetview ca. 2020
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vor 9 Stunden

Es ist schon Jahre her, da hatte sich die damalige Leiterin der Jugendkunstschule mit dem Gebäude in der Felsengartenstraße beschäftigt. Nachdem das Dental-Labor geschlossen wurde stand es leer. Sehr lange leer. Auch Gaspard hatte sich das Gebäude als Produktionswerkstatt mal angesehen, allerdings erschienen die Mietkosten zu hoch. An sich keine schlechte Lage, unweit der Stadthalle, Tiefgarage und Marktplatz. Vor dem Haus eigene Parkplätze, gar nicht sooo wenige. In der Werkshalle – sofern sie mittlerweile nicht zugebaut wurde – hätte man sicher um die 200 Leute für Veranstaltungen unterbringen können. Hätte hätte und so weiter.

Tatsächlich – das berichtet Kollege Gerd Mägerle von der Schwäbischen Zeitung – entwickelt sich das Gebäude zur Ruine und es gehört mittlerweile der Stadt. Zwischenzeitlich mal eine Flüchtlingsunterkunft verrotttet es. Das wiederum ist leider nicht ganz außergewöhnlich wenn es um solche Bestände geht. Unwillkürlich erscheint da vor dem geistigen Auge der Zustand des Südbahnhofes. Seit für die Bauarbeiten am Ex-Kundrath Gelände eine Zufahrt für die Bagger und Abrissgeräte gestaltet werden musste, damit Bauunternehmer Jan Leis den neuen Wohnpark errichten kann, ist der ehemalige repräsentative Eingang des Ritthaler Gebäudes bereits halb abgerissen.

Wer nun auf Bewegung oder gar kühne Ideen hofft sieht alt aus. Wie Kollege Mägerle berichtet plant die Stadt da erstmal noch nichts akutes, eher plant man eine Planung. Das dürfte den Kaffeemaschinen Servicebetrieb um die Ecke nur bedingt beruhigen, von dort fürchtet man weiterhin die Rattenplage. Die kommt in der Regel weniger durch leerstehende Gebäude zustande, eher durch Essens- und Müllreste. Allerdings will wahrscheinlich niemand ausschließen, dass sowas in dem maroden Gebäude doch noch irgendwo versteckt vorhanden sei könnte.

Eine kühne Idee der Stadtverwaltung wäre natürlich so einen durchaus größeren Raum für alternative POP Up Aktivitäten freizugeben oder zum Selbstausbau und kulturelle Alternativveranstaltungen. Gut – Sowas gab es unter Alt-OB Hoffmann und dem Liegenschaftsamt unter Herrn Scheuing (Grüße!), dem Ordnungshüter Steinhauser und einem Jugendausschuss der Stadtverwaltung.

Das ist Lichtjahre entfernt (genau genommen 46 – 56 Jahre) und heute natürlich undenkbar. Eine kulturbeflissene Gisela Kraus hatte mit sowas – ebenso wie Frau Sikora später – keinerlei Berührungsängste – im Gegenteil. Und bevor nun jemand meckert und meint „Ja, ja Fryher war alles besser!“ – Nein war es nicht, allenfalls vielleicht einfacher und weniger eingeengt.

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