Es ist natürlich ein heikles Thema und es gibt wohl kaum einen Biberacher der dazu keine Meinung hätte. Vor knapp zwei Wochen haben sich Ordnungshüter und Gastronomen in einer Biberacher Lokalität getroffen um zumindest vorerst die Marschrute für das kommende Schützenfest festzulegen. Amelie Pachulke liegen Dokumente vor, die belegen was da so alles geplant wurde.
Das Schützenfest muss sich weiter rechnen, oder anders gesagt, Hauptsorge ist, dass die Brötchen immer kleiner werden. Schrumpfung- Nein bloß nicht -, mindestens den Status Quo erhalten. Am liebsten natürlich Wachstum. Hauptsorgenkind: Der Gigelberg und – es musste ja kommen – die FEHLENDEN SCHÜTZENBUSSE. Ja, unsere Bier, Schapps- und Wodkatrinker fehlen halt doch! – Umsatztechnisch.
Was steht an, oder besser was wurde angeregt, in aller Kürze:
- Popup Getränkeverkauf lässt sich zwar nicht verbieten, soll aber möglichst nicht stattfinden
- Weniger Angebote in der Stadtmitte, alles soll wieder verstärkt auf dem Gigelberg stattfinden
- 2 Getränke und 2 Essensstände in der Consulentengasse werden abgeschafft
- Die 4 Wagenstände an der Wielandstraße werden nicht mehr ausgeschrieben
- Fenstergeschäfte werden aber weiterhin zugelassen
- Biberfunkeln / Feuerwerk wird VOR die Schützenwoche verlegt
- Wasenhimmel statt Bierzelt
- Mitbringen von eigener Verpflegung (Essen und Trinken) erlaubt (Anmerk. d. Red.: War das jeh verboten?)
- Einführung eines Seniorentages und eines Kindertages (Anmerk. d. Red.: War das nicht schon immer Donnerstag?)
- Mögliche Einführung einer Toilettengebühr (50 Cent) bei gleichzeitiger Ahndung von Wildpinklern
- Einsatz von Anti_Pinkel Farbe
Man darf gespannt sein was denn nun tatsächlich davon umgesetzt wird. Einiges klingt nach reinem Aktionismus und manches unbedacht und nicht zu Ende gedacht.
Jedes mal, wenn etwas aus der Sicht und Perspektive von Anbietern, ob Schützendirektion oder Werbegemeinschaft, gedacht oder gemacht wird, zeigen sich die Rohrkrepierer schnell. Es erschiene mir wesentlich richtiger, aus Perspektive der Gäste zu denken.
Der zwanghafte Versuch ein traditionelles Kinder- und Heimatfest aus der Stadt fernen zu halten wird fehlschlagen. Biberach schmückt sich mit dem Fest aber, es soll nicht in der Stadt stattfinden – ziemlich komisch.
Zwei wichtige Fragen:
1. Hat die Schützendirektion das zu Ende gedacht?
2. Was wird mit solchen Beschlüssen besser?
Das lustigste Beispiel ist wohl der Widerstreit von Toilettengebühren gegen Wildpinkeln. Ob das zusammenpasst?