Ja so sind wir einfach: Wir wissen grundsätzlich erstmal alles besser. Auch jetzt wieder. Sind wir nicht alle Experten für Tierwohl und Wale? Auch ich habe Walfächer in der Schule gehabt. Und da können Wissenschaftler und Tierärzte noch so schlau tun, ich habe sehr wohl Ahnung! Auch ich weiß natürlich exklusiv was sterbende Wale wünschen! Zum Beispiel Luftkissen unterm Hintern – wenn man das so nennen darf. Grandios wie sich die deutsche Gesellschaft für Wahnwitz solidarisieren kann, wenn man sieht wie mal wieder wissenschaftliche Expertise versagt. Dämliche Tierärzte und Aquanauten behaupten UNSER TIMMY sei quasi nicht mehr zu retten. Quatsch! Natürlich kann man Timmy retten. Man muss natürlich nur fest daran glauben, auch todkranke Hunde oder Katzen haben schon mal überlebt. Und so ein Wal ist halt ein bisschen größer, na und? Ist es nicht ein bisschen so wie mit dem Klimawandel und Corona? Auch alles nur Wissenschaft und – klaro – logisch völliger Blödsinn. Klimawandel? Corona? Sterbender Wal? – Gibt’s nicht. Hier stirbt kein Wal weg, dafür werden wir sorgen, im Zweifel mit Mund zu Blasloch Beatmung.
Ich höre schon wieder die Skeptiker unken: Menschliche Hybris, der stirbt trotzdem! Da antwortet die tierfreundliche und dabei manchmal menschenverachtende Gesellschaft: Na na, wenn man ihn nur entsprechend mit Pharmazeutika aufpumpt wird er das schon überleben. Heute hat ja jeder Zweite einen Wal zuhause oder hat zumindest eine Walheimat. Toll, dass selbst das zuständige Umweltministerium die Walrettung erlaubt hat und doch so viel Respekt vor selbststudierten Walprofis hat. Weiter so Freunde! Endlich werden wissenschaftlich und medizinisch gebildete Walexperten überflüssig. KOsten ohnehin nur Geld. Macht am Besten gleich die Unis zu, braucht niemand – das beweist Oberfachmann Donald jeden Tag jenseits des Teiches. Künstliche Intelligenz: Übernehmen Sie! Wenn Expertise, dann bitte so, dass sie uns gefällt!
Eine Glosse von Gaspard, der immer noch auch auf natürliche Intelligenz hofft!