Heute: 06. Okt., 2026

WARTH stellt Insolvenzantrag – Geschäftsbetrieb wird fortgeführt

von
vor 1 Stunde

Offizielle Pressemitteilung von Warth:

Traditionsreicher Modeeinzelhändler aus Biberach strebt wirtschaftliche Neuaufstellung an

Biberach, 5. Oktober 2026. Die Biberacher Modehaus Keller-Warth GmbH hat beim Amtsgericht
Ravensburg Insolvenzantrag gestellt. Das Gericht hat Rechtsanwalt Michael Winterhoff aus Ulm zum
vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Der Geschäftsbetrieb wird fortgeführt, alle Stores bleiben
weiterhin geöffnet.


Das 1864 gegründete Familienunternehmen betreibt aktuell 14 WARTH-Stores an sieben Standorten
und beschäftigt knapp 90 Mitarbeitende. Ziel des Verfahrens ist es, WARTH wirtschaftlich neu
aufzustellen und eine tragfähige Zukunftsperspektive zu entwickeln.


Die Rahmenbedingungen für den stationären Modehandel haben sich in den vergangenen Jahren
massiv verschlechtert. Die Folgen der Corona-Schließungen, rückläufige Besucherfrequenzen in den
Innenstädten, eine anhaltende Konsumzurückhaltung und deutlich gestiegene Kosten belasten die
gesamte Branche. In der Folge ziehen sich immer mehr inhabergeführte Geschäfte aus den
Innenstädten zurück.


Auch WARTH hat diese Belastungen deutlich zu spüren bekommen. Seit fünf Generationen ist das
Familienunternehmen fest in Biberach und der Region verwurzelt und prägt mit seinen
unterschiedlichen Store-Konzepten den regionalen Einzelhandel.


„Ein Unternehmen mit einer so langen Geschichte zu führen, ist für mich mit großer Verantwortung
verbunden. Umso schwerer ist es, einen Schritt wie diesen gehen zu müssen. Die Marktbedingungen
im stationären Modehandel haben sich grundlegend verändert – und darauf müssen auch wir
reagieren: Unsere über viele Jahre gewachsenen Strukturen sind unter den heutigen Bedingungen
nicht mehr überall tragfähig. Für mich war immer klar, dass wir alles daransetzen werden, WARTH
weiterzuführen und diese Tradition zu bewahren. Das Verfahren gibt uns nun den Rahmen, WARTH
wirtschaftlich neu aufzustellen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass diese Geschichte
weitergeht“, sagt Geschäftsführer Günter Warth.


Im Rahmen des Insolvenzverfahrens sollen die wirtschaftlichen Strukturen und das Filialnetz überprüft
und an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst werden. Ziel ist die Sanierung und
Fortführung des Unternehmens sowie der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze. Welche konkreten
Veränderungen notwendig sein werden, steht derzeit noch nicht fest.


„162 Jahre WARTH bedeuten 162 Jahre voller Geschichten und Erinnerungen. Mode ist Emotion –
und sie braucht Orte mitten in unseren Städten, an denen Menschen sich begegnen, sich inspirieren
lassen und gerne Zeit verbringen. Unser größtes Kapital sind dabei unsere Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter: Sie beraten mit Leidenschaft, sind nah bei den Menschen und kennen viele ihrer
Kundinnen und Kunden seit Jahren. Sie machen WARTH zu dem, was es ist. Wir glauben daran, dass
die Menschen solche Orte auch in Zukunft wollen. Und wir wollen alles dafür tun, dass WARTH einer
dieser Orte bleibt“, so Günter Warth.

Zum Unternehmen
Die Modehaus Keller-Warth GmbH wurde 1864 in Biberach gegründet und betreibt unter der Marke
WARTH 14 Stores an sieben Standorten in Süddeutschland: Biberach, Ravensburg, Laupheim, Riedlingen,
Oberjoch, Überlingen und Freiburg. Das Familienunternehmen beschäftigt knapp 90 Mitarbeitende.

Schreibe einen Kommentar