Helauuu und Alaaf, ihr Narren im Saal!
Heut’ wird geschunkelt, gelacht – und vielleicht auch ein bisschen gezahlt!
Ja, meine Damen und Herren, es ist wieder soweit:
Weiberfastnacht – die fünfte Jahreszeit im Ausnahmezustand!
Aber mal ganz ehrlich:
Warum heißt das Ding eigentlich Weiberfastnacht?
Oder Schmotziger Donnerstag?
Oder Fettiger Donnerstag?
Oder gar Altweiberfastnacht?
Oder – mein persönlicher Favorit – der gumpige Donnerstag?
Da blickt doch kein Mensch mehr durch!
„Schmotzig“ heißt ja im Alemannischen nicht schmutzig –
sondern fettig!
Also quasi der Tag, an dem man offiziell alles essen darf,
was in der Pfanne mehr knistert als die Hüfte beim Schunkeln!
Früher hat man vor der Fastenzeit nochmal alles Fett rausgehauen –
Schmalzgebäck, Fasnetsküchle, Krapfen –
alles rein, was der Cholesterinspiegel hergibt!
Und „gumpig“?
Das kommt von „gumpen“ – also springen!
Weil die Narren an dem Tag vor Freude durch die Straßen hüpfen.
Oder weil sie versuchen, nach dem dritten Krapfen wieder vom Stuhl aufzustehen.
Und „Altweiber“?
Meine Damen – das ist kein Altersnachweis!
Das kommt von „Weiber“ im Sinne von selbstbewussten Frauen.
Also eigentlich ein Ehrentitel!
Nur hört sich „Selbstbewusste-Frauen-mit-Schere-Donnerstag“
irgendwie nicht so eingängig an.
Aber jetzt mal ehrlich:
Warum kann man sich nicht einfach auf
„Schmutziger Frauenkarneval“ einigen?
Das klingt doch viel moderner!
Ein bisschen politisch korrekt,
ein bisschen Wellness,
ein bisschen Revolution!
Denn seien wir ehrlich:
An diesem Tag sind die Frauen…
unberechenbar!
Männer betreten morgens geschniegelt das Büro,
mit geschniegelt meine ich: frisch gebügelte Hemden,
nagelneue Krawatte –
Potenzsymbol, Statussymbol, Lieblingsstück!
Und dann…
kommt sie.
Mit der Schere.
ZACK!
Ab ist das gute Stück!
Ein Schnitt – und aus dem Abteilungsleiter wird
der „Ab-Teillose“.
Die Krawatte –
das textile Potenzsymbol des Mannes!
Lang, stolz, farblich fragwürdig –
und plötzlich nur noch ein trauriger Zipfel Stoff!
Manch einer trägt an diesem Tag
nur noch Rollkragenpullover –
aus reinem Selbstschutz!
Und in manchen Regionen geht’s noch weiter:
Da werden Rathäuser gestürmt!
Schlüssel übernommen!
Machtwechsel!
Ein Tag im Jahr,
an dem die Männer freiwillig die Herrschaft abgeben –
weil sie wissen:
Widerstand ist zwecklos!
Zum Glück –
in Biberach bleibt das Rathaus stehen!
Da wird höchstens die Kaffeekasse geplündert!
Aber wer es richtig bitter will –
nicht nur im Geschmack, sondern im Erlebnis –
der geht morgen am 13.02. nach Kuhhausen!
Nachtumzug!
Ab 19:30 Uhr!
Da sieht man Gestalten,
da fragt man sich:
Ist das noch Kostüm –
oder schon Therapiebedarf?
Da wird’s dunkel,
da wird’s laut,
da wird’s närrisch –
und spätestens nach dem dritten Glühwein
ist „gumpig“ keine Sprachwissenschaft mehr,
sondern Bewegungsunfähigkeit!
Meine Damen und Herren,
Weiberfastnacht – schmotzig, fettig, gumpig oder alt –
ist am Ende doch eines:
Ein Tag, an dem wir gemeinsam lachen,
gemeinsam feiern
und gemeinsam feststellen:
Die Frauen brauchen keinen Rathaussturm,
um das Sagen zu haben –
Eine Schere reicht völlig!
In diesem Sinne:
Passt auf eure Krawatten auf –
oder besser noch:
Lasst sie gleich zuhause!
Helau! 🎉 … sagt Dr. ChatGPT