Heute: 09. Feb., 2026

Caren Miosga und Tino Chrupalla – Ein Desaster

von
vor 2 Stunden

Wer dieser Tage (Sonntag Abend) CM – also Caren Miosga und Tino Chrupalla in einer der diversen Wiederholungen (Tagesschau 24 usw.) sehen durfte und konnte, oder noch kann und dabei keinen Würgereiz bekommen hat oder bekommt – Beneidenswert. Zunächst mag es ja durchaus vorbildlich klingen – ein Versuch die AfD irgendwie zu „entlarven“, Standpunkte zu entblößen oder hier „mal kritisch zu hinterfragen“. Peinlich und absolut destruktiv wird es dann, wenn ein (Ex-)Malermeister dann eine ehemalige Tagesthemen-Moderatorin und Talkmasterin blank dastehen lässt. Wohlgemerkt, das ist nicht despektierlich gegenüber des Handwerkberufes gemeint, sondern ausdrücklich abwertend gegenüber dem Moderatorentun. Das was sich hier Redaktion und Moderatorin angetan haben, war schon mehr als ein Eigentor. Unter dem Vorwand „Ist Trump ein Vorbild? Braucht Deutschland eine Art ICE?“

Erster Fehler Chrupalla zu fragen, ob er denn auch für einen Deutschen ICE, eine neue deutsche Einwanderungsregulierungsbehörde sei, so wie das in Minneapolis gelaufen sei… Da müsste nun schon jemand ganz neben der Spur sein, um das zu bejahen. Klar, dass sich der AfD Politiker hier nicht festnageln lässt. So doof oder dumm ist man einfach nicht. Aber Miosga stochert da weiter herum. Ohne echten Erfolg. Im Gegenteil. Es wirkt so, als wenn Miosga mit Unterstellungen Chrupalla diskreditieren will.

Trump will, dass Deutschland 5% des Bruttoinlandsproduktes In die Verteidigung steckt… Das müsste doch Chrupalla auch unterstützen? Was passiert: Der Mann wiegelt ab. Findet er doch eher zu viel. Und wieder eine Niete gezogen im Dialog. Wollte Caren Miosga zeigen, dass die AfD sehr Trump affin ist? Das könnte zumindest der Titel der Talksendung suggerieren. Oder wollte sie zeigen, dass die AfD gar nicht so schlimm ist?

Falsche, halbgare Zitate, um Chrupalla richtig einzuordnen? Ein Beispiel: Miosga schwadroniert damit, dass der AfD Politiker im Bundestag eine Unterstützung der Wehrpflicht der CDU/CSU und SPD Koalition ablehnt weil es ja sein könnte, dass irgendwann mal sonst vielleicht deutsche Wehrpflichtige in der Ukraine eingesetzt würden. Ein entsprechender Ausschnitt einer Chrupalla Bundestagsrede wird eingespielt. Dann fragt Miosga: „Sie sind also gegen die Wehrpflicht, weil Merz die Wehrpflichtigen in die Ukraine schicken will?“ – Das hat der AfD Mann in dem Zuspieler gar nicht so gesagt bzw. behauptet. Und entsprechend reagiert der Mann. Peinlich. Miosga hakt mehrfach nach, das ist weder investigativ noch hilfreich. Der AfD Politiker führt die Moderatorin vor, nicht umgekehrt.

Öffentlich rechtliches Fernsehen von der unterirdischen Seite. Eine Werbeverkaufsveranstaltung für die AfD. Leider ein Beispiel dafür wie schlecht die Öffis sein können. Ein ganz furchtbares Beispiel dafür, warum die GEZ Gebühren vielleicht doch abgeschafft werden müssten. (Ironisch gemeint!)- Das spielt der AfD hervorragend in die Hände.

Man schämt sich als Journalist. Wenn man es nicht kann, sollte man es lassen. Der Versuch den AfD Politiker zu entlarven ging dermaßen nach hinten los, dass Caren Miosga von vorne herein eine AfD Werbesendung hätte planen können – ganz ohne vermeintliche kritische Fragen. Was ist das denn für eine Redaktion, die das vorbereitet hat? Miosga sichtlich bemüht vor einem Blätterwald – Selbstsicher und klar strukturiert wirkte sie nicht. Ein Tiefpunkt der politischen Berichterstattung im öffentlich rechtlichen Fernsehen. Nach dieser Sendung kommen möglicherweise mehr als 20% der Zuschauer zum Schluss: Na soo wild ist die AfD nun doch nicht. Warum soll die unwählbar sein? Bescheiden, Frau Miosga, sehr bescheiden!

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