Heute: 16. Juli, 2026

Das Schützenfest und das Geld: Tribünenzoll

Tribunenzoll (ChatGPT)
von
vor 1 Stunde

Tribunen waren im römischen Reich hochrangige Offiziere oder auch Beamte und das Wort Tribünen könnte wohl im weitesten Sinne da eine gewisse Verwandtschaft pflegen – sprachlich gesehen. Wenn nun also die Schützendirektion eine Art Benutzerzoll für nicht schützenliege Veranstaltungen auf den Tribünen verlangt (KSK-Cup? Wer wirft die erste Kugel?) könnte man dann doch von einer gepflegten römischen Tradition sprechen. Die Schützendirektion so tönt es aus der schwäbischen Zeitung muss – natürlich aus wirtschaftlichen Gründen – und Kollegin Tanja Bosch berichtet und kommentiert das – nun für die Benutzung ihrer Tribünen in Zukunft für nicht Schützenveranstaltungen eine Gebühr verlangen. Also sicher auch für den KSK Cup oder Ähnliches.

Begründung: Die regelmäßige Prüfung sicherheitsrelevanter Dinge der Tribünen koste Geld. Pardon, aber sind diese sicherheitsrelevanten Prüfungen davon abhängig, dass da nicht Schützenveranstaltungen während Schützen auf einer ohnehin aufgebauten Tribüne stattfinden? Oder anders formuliert: Kann man auf die Prüfungen denn verzichten, wenn das Biberfunkeln (diese Charityveranstaltung die jetzt ausfällt) dieses Jahr nicht stattfindet? Rätselhaft! Weitere Fragen stellen sich sofort: Wie ist das nächtens oder tagsüber? Offiziell sind die Tribünen ja gesperrt, wenn nicht gerade der Umzug läuft. Muss der Bürger nun außerhalb dieser Veranstaltungen mit Bußgeldern rechnen? Oder Eintritt? Also nach dem Umzug auf der Tribüne sitzenbleiben kostet extra. Stundensitzen mit der Schützenapp? Upps ich muss nachladen! Tja so geht offenbar Kinder- und Heimatfest 2.0

Wer braucht schon Charityveranstaltungen? Biberfunkeln – das hätte ja auch den Schwerpunkt wieder zusätzlich von Feierlichkeiten in die Innenstadt verlegt. Auch irgendwie ärgerlich. Wir wollen funkelnde Dukaten und nicht funkelnde Kinderaugen. Wozu auch! (Ironie aus!)

Ein Kommentar von Gaspard.

1 Comment

  1. Das ist ein zweifelhafter und in jedem Fall reputationsschädigender Versuch, strategische Fehlentscheidungen zu korrigieren. Die Trennung von „Berg und Stadt“ im Bemühen um mehr Umsätze oben als unten lassen, sich so sicher nicht korrigieren.

    Besonders unverständlich, dass die großzügige Spende an das DRK im letzten Jahr keine Rolle gespielt hat.

    Die Frage, ob Schützen auf dem Weg zum umsatzstarken Rummel á la Wasen mit nebenbei laufenden Umzügen ist, darf gestellt werden.

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