Neuer Koch Lazlo Horvath im Café Weichhardt

32 Jahre jung mit 11 Jahren Londonerfahrung

Seit 1. November ist er (abends) in der Küche im Café Weichhardt. Er ist Ungar und er modifiziert die Speisekarte: Neu ist zum Beispiel ungarisches Gulasch und da kommt noch mehr. Das Gulasch sei ein Gedicht (kein Wunder bei diesem Namen "Horvath"!) bekunden Gäste. Was aber bleiben wird: Matjes (von Plotz!) und Labskaus. Das Seelenangebot wird wohl weniger, denn - die gibt's ja überall in Biberach. Das vegetarische Angebot wird erweitert und Cevapcici könnte noch aufgenommen werden...

Lazlo Horvath neuer Koch im Weihhardt
Lecker Weichhardt

Gehörlos, fremdsprachig und trotzdem mitten im Arbeitsleben

11.10.2022

Neuer Film für den Kommunalverband Jugend Soziales Baden Württemberg. Gehörlos - dennoch mitten im Arbeitsleben / Doku 2022 USGmbH für den KVJS

Zwei Biber - ganz vegan mit türkisch

09.10.2022, Biberacher Innenstadt

(tl5) Die Engelgasse als Fressgass? Die Engelgasse ist kurz. Gerade einmal fünf Läden finden sich dort. Aber drei davon aus dem Lebensmittelsektor. Zu einer Weinhandlung und dem Asia-Restaurant ist vor Kurzem ein türkischer Imbiss hinzugekommen. Betrieben wird er von zwei freundlichen Biberachern, von Atakan Bakır (24) und Ender Bahtiyar, (20) die  - zum Glück und trotz ihres türkischen Hintergrunds - nicht noch einen Dönerladen sondern, ganz dem Trend der Zeit entsprechend, einen veganen Imbiss aufgemacht haben. Serviert wird dort vor allem Çiğ Köfte, was dem Laden (Teıl einer Kette) den Namen gibt: „Çiğköftem“. Das heißt auf Deutsch „Mein Çiğ Köfte“. Die in der Türkei sehr beliebte Speise (Çiğ Köfte ist türkisch für „rohe Köfte“) wird in der veganen Variante aus Vollkorn-Bulgur zubereitet, also aus Hartweizen, und ist ein beliebtes Nahrungsmittel in der Türkei und im weiteren Vorderasien.

Veganz und gar neu in BC: Atakan (links) und Ender in der Engelgasse

Die dunkelroten Çiğ Köfte haben ihre Farbe von Tomatenmark, Paprika und Granatapfelsaft und eine charakteristische Form, die durch das Kneten mit den Fingern entsteht. Sie werden gegessen, indem man sie (auf Wunsch in der scharfen Variante) mit einem Salatblatt aufnimmt und sie zusammen mit etwas Soße in dieses Blatt einwickelt. Als Wrap oder Tellergericht reichern weitere Salatgemüse die Speise an.

Atakan und Ender, dessen Großvater zur ersten Generation der Gastarbeiter gehörte und bei Handtmann arbeitete, kommen nicht aus der Gastronomie, sie haben einen kaufmännnischen bzw. industriellen beruflichen Hintergrund.  Mit dem Imbiss sind sie ins kalte Wasser gesprungen, haben die Räumlichkeiten des ehemaligen „Sound Circus“ angemietet und dann mit viel Mühen und Ärger die (Um)Baustelle bewältigt. Atakan, Biber in der zweiten Generation, stöhnt jetzt noch, wenn er an diese Zeit denkt.  Am 19. September war dann Eröffnung mit vielen orangen Deko-Luftballons.  Einen großen Batzen ihrer Ersparnisse hat der Ausbau die beiden gekostet. Einen Betrag, den sie hoffen, bald wieder ausgleichen zu können, denn an Kundschaft mangelt es bisher nicht.  Es ist immer ein Risiko, sich auf ein Franchise einzulassen. Aber die Effiizienz des Franchisegebers, der Ihen die Speisen liefert, zu denen auch Falafel gehört, dessen familiäre Atmosphäre und die auf Hygiene bedachte Produktion haben sie bei einem Besuch in Istanbul davon überzeugt, den richtigen Partner gefunden zu haben.

Die Familien der beiden Cousins, stammen aus dem nordtürkischen Düzce. Etwas Heimatverbundenheit kann man an den Nummernschildern der beiden Gastronomen ablesen: die Zahl 81 darin ist die türkische Autokennzahl der Schwarzmeerprovinz.  Und was wünschen sich die beiden Startup-Gastronomen für die Zukunft? Dass viele Biber, für die Çiğ Köfte etwas Neues sind, bald auf den Geschmack kommen und dieses Gericht, das nicht nur VeganerInnen begeistert, schätzen und lieben lernen.

Nun haben sie ihr Restaurant ın der Engelgasse 3 montags bis samstags von 11-22 Uhr und sonntags von 15-22 Uhr geöffnet.