{"id":7600,"date":"2023-09-18T08:00:42","date_gmt":"2023-09-18T08:00:42","guid":{"rendered":"https:\/\/portal.weberberg.de\/index.php\/2023\/09\/18\/jetzt-aber-ran-dorothea-weng\/"},"modified":"2024-04-21T15:04:43","modified_gmt":"2024-04-21T13:04:43","slug":"jetzt-aber-ran-dorothea-weng","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weberberg.de\/index.php\/2023\/09\/18\/jetzt-aber-ran-dorothea-weng\/","title":{"rendered":"Jetzt aber ran: Dorothea Weing ran an die Filmfestspiele."},"content":{"rendered":"<p>Einstimmig hat der Vorstand des Filmfestspielvereins beschlossen den &#8222;Weg freizumachen&#8220;. F\u00fcr neue Konzepte, einen neuen Vorstand und \u00fcberhaupt&#8230; Wer geht? Der erste Vorstand Tobias Meinhold, der Schriftf\u00fchrer und die Arbeitsmaus im Hintergrund Reinhard Brockof, die Pressesprecherin Daniela G\u00f6bel und der Kassier Dr. Steffen Mayer. Wer bleibt? Der zweite Vorstand Norbert Zeidler, aka Oberb\u00fcrgermeister der Stadt, in der Regel von Dorothea Weing (Kulturamt) vertreten. Die kommenden Filmfestspiele werden die Beteiligten noch machen, am 15. November soll dann in einer Vereinsversammlung ein neuer Vorstand gew\u00e4hlt werden. Das ist rund zehn Tage nach den Filmfestspielen (2. &#8211; 5. November). Alles &#8222;safe&#8220; versichert die aktuelle Pressemitteilung. Man habe die vorgesehene Vereinsversammlung die eigentlich jetzt im September h\u00e4tte stattfinden sollen auf nach den Filmfestspielen verlegt um die Durchf\u00fchrung des Festes nicht zu gef\u00e4hrden. Die Schw\u00e4bische und Kollege Gerd M\u00e4gerle schreiben von einem Paukenschlag. Ist es einer? Wohl weniger, das war eigentlich abzusehen und auch \u00fcberf\u00e4llig. Wobei hier doch die Stadtverwaltung vielleicht eine wichtigere Rolle spielt als man zun\u00e4chst glauben m\u00f6chte. Ein wenig Historie:<\/p>\n<p>Das Kind von Ex-Kinobesitzer und Filmm\u00e4zen Adrian Kutter war jahrzehntelang defizit\u00e4r und Kutter steckte j\u00e4hrlich seit 1978 bis zu 20 000 DM in die Filmfestspiele. Um die Jahrtausendwende beschlossen Stadtverwaltung und gewichtige B\u00fcrger (auch Mitglieder der Werbegemeinschaft) einen Filmfestspielverein zu gr\u00fcnden. Kutter war das nie besonders geheuer, ein damals t\u00e4tiger Mitarbeiter des Kulturamtes und der Vorstand des Vereins aus Leonberg waren der festen \u00dcberzeugung, dass sie selbst die Filmfestspiele mindestens genauso gut machen k\u00f6nnten wie der Erfinder Kutter selbst. Immer wieder war die Rede davon, dass nur die Telefonkartei von Adrian Kutter wichtig sei, um an die wichtigen Filmemacher ranzukommen&#8230; Man k\u00f6nnte ein wenig \u00fcberspitzt formulieren, es war zumindest zeitweise sehr wohl im Interesse der Stadt Adrian Kutter zu entmachten und selbst etwas mehr Einfluss zu gewinnen. <\/p>\n<p>Das zweite kulturelle Gro\u00dfereignis der Stadt nach dem Sch\u00fctzenfest schien zumindest dem Kulturamt und der Werbegemeinschaft (verkaufsoffener Sonntag) recht wichtig. Zum Abschied von Adrian Kutter 2018 als Intendant der Filmfestspiele berichten Insider davon, dass die Stadtverwaltung nicht unbedingt Ehefrau Helga Reichert als Nachfolgerin w\u00fcnschte. Man sei da skeptisch gewesen. Kurzzeitig lieb\u00e4ugelte auch ein Mitarbeiter der Stadt wohl mit dem Posten. Reichert verstritt sich mit dem Verein w\u00e4hrend Corona und sie verl\u00e4ngerte Ihren Intendantenvertrag nicht. Es folgte Nathalie Arnegger 2021 und 2022. Arnegger bestellte f\u00fcr sich zus\u00e4tzlich eine Kuratorin ein (wozu dann noch Intendantin?) die einen Gro\u00dfteil der eingereichten Filme sichtete. Auch diese Intendanz (mit Kuratorin) endete recht schnell: Eigentlich schon Ende 2022. <\/p>\n<p>Und hier kommt nun die Biberacher Stadtverwaltung ins Spiel. Nachdem abzusehen war, dass die Zusammenarbeit mit der Intendantin so nicht weitergeht w\u00e4re es vielleicht Aufgabe der Stadtverwaltung gewesen ein Machtwort zu sprechen, klare Kante zu zeigen und auch was die Finanzierung angeht deutlich die Richtung vorzugeben. Nicht zuletzt dank Corona sind auch beim Filmfestverein die Kassen nicht gerade voll &#8211; \u00a0darf man vermuten. Stattdessen besch\u00e4ftigte die Intendantentrennung Verein und Stadtverwaltung bis Juli dieses Jahres. Dann Anfang August endlich eine Pressekonferenz. Auf Nachfrage wie es mit der Intendanz weitergeht die Antwort, die Stelle wird voraussichtlich ausgeschrieben (Weing). <\/p>\n<p>Damit zur\u00fcck in die Zukunft. Wer bitte aus dem Verein wird angesichts der Historie &#8222;Hier&#8220; schreien und sich um den Vorstand pr\u00fcgeln? Am 15. November wird alles neu? Mitnichten. Entlastung des alten Vorstands, Aufstellung, Wahl und Inthronisation eines neuen&#8230; Ach ja und dann war da noch der Intendantenposten und eine Neuausrichtung und vielleicht Neukonzeption. Richtig und da war noch etwas mehr: Dr. J\u00f6rg Riedlbauer Kulturdezernent der Stadt Biberach verl\u00e4sst den st\u00e4dtischen Dampfer im Februar. \u00c4hm ob man also bis dahin \u00fcberhaupt eine Entscheidung treffen sollte? Besser nicht, man will ja nicht vorgreifen. Sorry das ist ketzerisch, aber wenn hier weiter auf Zeit gespielt wird (auch und vor allem durch die Verwaltung) muss man ein tragisches Ende bef\u00fcrchten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einstimmig hat der Vorstand des Filmfestspielvereins beschlossen den &#8222;Weg freizumachen&#8220;. F\u00fcr neue Konzepte, einen neuen Vorstand und \u00fcberhaupt&#8230; Wer geht? Der erste Vorstand Tobias Meinhold, der Schriftf\u00fchrer und die Arbeitsmaus im Hintergrund Reinhard Brockof, die Pressesprecherin Daniela G\u00f6bel und der Kassier Dr. Steffen Mayer. Wer bleibt? Der zweite Vorstand Norbert Zeidler, aka Oberb\u00fcrgermeister der Stadt, in der Regel von Dorothea Weing (Kulturamt) vertreten. Die kommenden Filmfestspiele werden die Beteiligten noch machen, am 15. November soll dann in einer Vereinsversammlung ein neuer Vorstand gew\u00e4hlt werden. Das ist rund zehn Tage nach den Filmfestspielen (2. &#8211; 5. November). 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