{"id":20104,"date":"2026-04-10T12:33:01","date_gmt":"2026-04-10T10:33:01","guid":{"rendered":"https:\/\/weberberg.de\/?p=20104"},"modified":"2026-04-10T12:33:02","modified_gmt":"2026-04-10T10:33:02","slug":"unternehmen-erster-und-zweiter-klasse-farm-der-tiere-laesst-gruessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weberberg.de\/index.php\/2026\/04\/10\/unternehmen-erster-und-zweiter-klasse-farm-der-tiere-laesst-gruessen\/","title":{"rendered":"Unternehmen erster und zweiter Klasse &#8211; Farm der Tiere l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen"},"content":{"rendered":"\n<p>Tja manche Dinge sind schon sehr sehr eigen. Wo fangen wir denn da nun wirklich an? Vielleicht bei den ersten Landeskunstwochen in den siebziger Jahren und Klaus Leupolz, dem verkannten Biberacher K\u00fcnstler? In aller K\u00fcrze: Dem K\u00fcnstler war damals untersagt worden eine eigene Plastik w\u00e4hrend den Landeskunstwochen in Biberach aufzustellen. Leupolz (im Moment ein Hauptakt in der Museumsausstellung &#8222;Time is on my side&#8220;) wurde damals (von der Stadtverwaltung und den Kuratoren der Landeskunstwochen) als KEIN ECHTER K\u00fcnstler eingeordnet. Daraufhin stellte Leupolz seine Plastik (ein farbiger Biber aus Holz) auf Rollen, den &#8222;mobile Plastiken&#8220; waren leider nicht zu verbieten. Leupolz fuhr den Biberwagen dann alle paar Stunden von ausgerechnet dem Platz wo nun der Werbewagen der Werbegemeinschaft steht r\u00fcber zum Viehmarktplatz und wieder zur\u00fcck. <\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts dieser Historie m\u00fcsste man eigentlich lachen, in der Tradition eines widerspenstigen K\u00fcnstlers vermarktet nun die Werbegemeinschaft schn\u00f6des und auch verzweifelt anmutendes Belebungsged\u00f6ns auf dem Marktplatz. Ja wir erinnern uns, die Frequenz (Kunden-) l\u00e4sst nach, der Umsatz wohl auch. Ob da nun allerdings ein Gymnastikevent und ein Stylischer Nachmittag der Burner sind, darf man durchaus bezweifeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber es gibt da noch ein weiteres bitteres Beigeschm\u00e4ckle: Erst vor wenigen Jahren hatten wichtige Modegesch\u00e4fte am Markt an den &#8222;wild wuchernden&#8220; Aufstellern und Werbetafeln (Caf\u00e9 Kolesch!) herumgem\u00e4kelt: Von Dar\u00fcberstolpern! war die Rede, von St\u00f6rern und so weiter. \u00c4hnlich wie bei der Diskussion um die mobilen Marktplatzst\u00fchle waren einige Gesch\u00e4ftsleute die auch im Gemeinderat vertreten sind besorgt um &#8222;freie Sicht f\u00fcr freie B\u00fcrger&#8220; und die historische Anmutung des Platzes. Ende vom Lied: Es wurden diese hochmodernen Ministelen eingef\u00fchrt mit kleinen bedruckten Schildchen auf denen zu lesen steht: &#8222;Herzlich willkommen in (Schilda) oder auch in der Provinz&#8230;&#8220; Sie wissen was ich meine. Jedenfalls ist das nun doch interessant: W\u00e4hrend praktisch fl\u00e4chendeckend die Aufsteller mehr oder minder untersagt und verp\u00f6nt wurden, kommt nun aber die Werbegemeinschaft mit einer Art Einkaufswagen um die Ecke. Auf R\u00e4dern. Ist ja kein Aufsteller (oder eine Plastik) im eigentlichen Sinne. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tja manche Dinge sind schon sehr sehr eigen. Wo fangen wir denn da nun wirklich an? Vielleicht bei den ersten Landeskunstwochen in den siebziger Jahren und Klaus Leupolz, dem verkannten Biberacher K\u00fcnstler? In aller K\u00fcrze: Dem K\u00fcnstler war damals untersagt worden eine eigene Plastik w\u00e4hrend den Landeskunstwochen in Biberach aufzustellen. Leupolz (im Moment ein Hauptakt in der Museumsausstellung &#8222;Time is on my side&#8220;) wurde damals (von der Stadtverwaltung und den Kuratoren der Landeskunstwochen) als KEIN ECHTER K\u00fcnstler eingeordnet. Daraufhin stellte Leupolz seine Plastik (ein farbiger Biber aus Holz) auf Rollen, den &#8222;mobile Plastiken&#8220; waren leider nicht zu verbieten. Leupolz fuhr<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":20105,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[35],"tags":[],"class_list":["post-20104","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-stadtkultur"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/weberberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20104","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/weberberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/weberberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weberberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weberberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20104"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/weberberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20104\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20106,"href":"https:\/\/weberberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20104\/revisions\/20106"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weberberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20105"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/weberberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20104"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/weberberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20104"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/weberberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20104"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}