{"id":18710,"date":"2025-11-13T10:10:12","date_gmt":"2025-11-13T08:10:12","guid":{"rendered":"https:\/\/weberberg.de\/?p=18710"},"modified":"2025-11-13T10:10:13","modified_gmt":"2025-11-13T08:10:13","slug":"buergerinitiative-gegen-die-blosenberg-verbindung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weberberg.de\/index.php\/2025\/11\/13\/buergerinitiative-gegen-die-blosenberg-verbindung\/","title":{"rendered":"B\u00fcrgerinitiative gegen die Blosenberg Verbindung"},"content":{"rendered":"\n<p>Die B\u00fcrgerinitiative Blosenberg wehrt sich weiterhin gegen die geplante Verbindungsstra\u00dfe am Tierheim Richtung Mettenberg. Die folgende Stellungnahme stammt von den Vorst\u00e4nden der Initiative und ist ungek\u00fcrzt und auch nicht korrigiert:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>B\u00fcrgerinitiative Biberach zum Naherholungsgebiet \u201eBiberacher Alm\u201c, November 2025<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Warum die Rechnung zur GV nicht aufgeht<\/em><br>Die geplante Gemeindeverbindungsstra\u00dfe Blosenberg soll Biberachs Osten entlasten. Doch ein genauer Blick in die offiziellen Verkehrsprognosen zeigt: Der tats\u00e4chliche Nutzen ist gering, die Eingriffe in Landschaft und Klima dagegen gravierend.<br>Laut der st\u00e4dtischen Prognose von Modus Consult w\u00fcrde die neue Stra\u00dfe den Verkehr an der Ulmer Stra\u00dfe nur um rund 18% der Fahrzeuge t\u00e4glich reduzieren. Ein Effekt, der im allt\u00e4glichen Verkehrsfluss kaum sp\u00fcrbar sein d\u00fcrfte.<br>Auch an der Bergerhauser Stra\u00dfe, wo sich die Verwaltung eine deutliche Entlastung erhofft, bleibt der R\u00fcckgang \u00fcberschaubar.<br>Darauf weist auch die B\u00fcrgerinitiative Biberach hin, die die st\u00e4dtischen Planungsunterlagen und Verkehrsdaten seit Monaten kritisch auswertet.<br>Im selben Gebiet soll zudem bereits der Aufstieg zur B 30 gebaut werden. Ein Projekt, dessen reale Auswirkungen unklar sind.<br>Dass nun zus\u00e4tzlich eine zweite neue Stra\u00dfe \u2013 die GV Blosenberg \u2013 im unmittelbaren Umfeld entstehen soll, wirft Fragen nach der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit und planerischen Logik auf.<br>Statt Entlastung droht hier ein Nebeneinander zweier Ausbauten mit \u00e4hnlicher Zielsetzung \u2013 zulasten von Landschaft und Natur.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Neue Bahnstation statt neuer Stra\u00dfe<\/em><br>Umso schwerer wiegt der Zeitpunkt: Nur wenige hundert Meter entfernt soll in den kommenden Jahren eine neue Bahnhaltestelle im Aspach entstehen \u2013 ein Projekt, das die Mobilit\u00e4t im Osten Biberachs grundlegend ver\u00e4ndern d\u00fcrfte.<br>Mit dieser Haltestelle lie\u00dfe sich der Pendelverkehr nachhaltig verringern \u2013 durch bessere Anbindung, k\u00fcrzere Wege und mehr M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Bus, Bahn, Rad und Fu\u00dfverkehr.<br>Vor diesem Hintergrund wirkt der parallele Stra\u00dfenneubau zunehmend widerspr\u00fcchlich: W\u00e4hrend Land und Bund auf klimafreundliche Mobilit\u00e4t setzen, h\u00e4lt Biberach an einem Konzept aus dem letzten Jahrzehnt fest.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Gr\u00fcne Lungen unter Druck<\/em><br>Der Blosenberg ist mehr als eine freie Fl\u00e4che auf der Karte. Er gilt als eine der letzten zusammenh\u00e4ngenden gr\u00fcnen Lungen Biberachs.<br>Er sorgt f\u00fcr Frischluftzufuhr, d\u00e4mpft Hitze, speichert Wasser und bietet Erholung \u2013 auch f\u00fcr Menschen aus der Innenstadt.<br>Sein Verlust w\u00fcrde nicht nur das Mikroklima des Ostens, sondern auch die Lebensqualit\u00e4t vieler B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger beeintr\u00e4chtigen.<br>Die B\u00fcrgerinitiative Biberach warnt zudem davor, dass mit der Trasse eines der letzten \u00f6kologisch intakten Naherholungsgebiete unwiederbringlich zerschnitten w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wirtschaft braucht Lebensqualit\u00e4t<\/em><br>Auch die heimische Wirtschaft profitiert von einer intakten Umwelt.<br>Gro\u00dfe Arbeitgeber in Biberach \u2013 ob in der Pharmaindustrie, im Maschinenbau oder im Dienstleistungssektor \u2013 werben l\u00e4ngst mit Standortfaktoren wie Lebensqualit\u00e4t, Familienfreundlichkeit und einem attraktiven Wohnumfeld.<br>Wer Fachkr\u00e4fte gewinnen und halten will, braucht gr\u00fcne R\u00e4ume, Radwege, saubere Luft und kurze Wege \u2013 keine vom Nutzen her fragw\u00fcrdige Landschaftsversiegelung vor der Stadt.<br>Unternehmen sind darauf angewiesen, dass ihre Besch\u00e4ftigten nach Feierabend Erholung finden, dass Hitzeinseln begrenzt und Naherholungsr\u00e4ume erhalten bleiben.<br>Ein nachhaltiger Wirtschaftsstandort ist heute untrennbar mit \u00f6kologischer Qualit\u00e4t verbunden.<\/p>\n\n\n\n<p>*Verkehrswende oder Verkehr von gestern? *<br>Schon heute zeigen Verkehrsz\u00e4hlungen: Viele Stra\u00dfen im Stadtgebiet sind weniger stark belastet als die Prognosen von 2018 unterstellen. Homeoffice, E-Bikes und ein besseres Busangebot ver\u00e4ndern das Mobilit\u00e4tsverhalten l\u00e4ngst.<br>Dennoch wird mit den alten Modellannahmen weitergerechnet \u2013 und damit eine Stra\u00dfe geplant, deren Nutzen kaum belegbar ist.<br>Biberach steht damit sinnbildlich vor einer Grundsatzfrage:<br>Will die Stadt wirklich noch mehr Asphalt \u2013 oder endlich ein modernes Mobilit\u00e4tskonzept, das Schiene, Rad und Bus st\u00e4rkt und zugleich den Wirtschaftsstandort durch Lebensqualit\u00e4t und intakte Natur st\u00e4rkt?<\/p>\n\n\n\n<p>B\u00fcrgerinitiative Biberach<br>Vorst\u00e4nde: Fr\u00e4nze Rohe und Dr. Matthias Kl\u00fcglich<br>Vordere Au 12<br>88400 Biberach<\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die B\u00fcrgerinitiative Blosenberg wehrt sich weiterhin gegen die geplante Verbindungsstra\u00dfe am Tierheim Richtung Mettenberg. 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