{"id":13431,"date":"2024-11-20T11:56:48","date_gmt":"2024-11-20T09:56:48","guid":{"rendered":"https:\/\/portal.weberberg.de\/?p=13431"},"modified":"2024-11-20T13:06:10","modified_gmt":"2024-11-20T11:06:10","slug":"biberach-und-das-geld-eine-unendliche-geschichte-weggespart-bleibt-weggespart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weberberg.de\/index.php\/2024\/11\/20\/biberach-und-das-geld-eine-unendliche-geschichte-weggespart-bleibt-weggespart\/","title":{"rendered":"Biberach und das Geld, eine unendliche Geschichte. Weggespart bleibt weggespart."},"content":{"rendered":"\n<p>Ziemlich genau vor einem Jahr war die blanke Panik ausgebrochen, &#8222;G\u00fcrtel enger schnallen!&#8220; oder, auch gern geh\u00f6rt: &#8222;Die goldenen Zeiten sind vorbei!&#8220; Steuereinnahmen brechen ein!<\/p>\n\n\n\n<p>Dann wurden vor allem im Kulturbereich wieder mal Einsparungen verordnet, allen voran im Museum, bei der VHS und in der Stadtb\u00fccherei. Wenig gespart wurde bei Bodenbel\u00e4gen am Ochsenhauser Hof, B\u00e4umen in der Consulentengasse oder Beleuchtungen bei alten Br\u00fccken. Auch im Bereich Ausholzung wurden Ma\u00dfnahmen im Lindele-&#8222;Park&#8220; angesto\u00dfen und geplant und f\u00fcr weiteres Wachstum das ITZ H\u00e4uschen im Gewerbegebiet Aspach installiert. Ach ja und dann war da noch das B\u00fcrgerticket, das man mal &#8222;vorbildlich&#8220; eingef\u00fchrt hatte und dann doch wieder aus Geldknappheit pl\u00f6tzlich Ende 2023 \u00fcber den Jordan schickte, billig Busfahren braucht ja keiner&#8230; Aber einen Mobilit\u00e4tsplan, der jetzt in die zweite Runde geht und dauerberaten wird. Ein guter Freund von Gaspard betont in diesem Zusammenhang immer gerne den besten Biberach Slogan, den es je gab: &#8222;Biberach, Geld statt Ideen!&#8220; Zum Gl\u00fcck unterst\u00fctzen wir notleidende Meinungs- und Umfrageinstitute mit solchen Auf- und Ausgaben zur Daueranalyse was der Biberacher B\u00fcrger eigentlich will, in Sachen Mobilit\u00e4t. Selbst die CDU im Gemeinderat und auch der Rat insgesamt hat mittlerweile wohl erkannt, dass die Abschaffung des B\u00fcrgertickets im \u00d6PNV keine gute Idee war und wird das ja jetzt wieder einf\u00fchren. Fast ein Wunder. Aber ich schweife ab. Was kam dann? Die \u00fcberraschende Wende, pl\u00f6tzlich im April 2024 hie\u00df es &#8222;Nun kommt doch mehr Geld in den Biberacher Haushalt als gedacht!&#8220; Upps! Holla die Waldfee. 40 Millionen waren da im Gespr\u00e4ch.<\/p>\n\n\n\n<p>Was vor lauter Gejubel auf der Strecke blieb: Alle Sparma\u00dfnahmen wieder r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen. Warum auch? Bildung? Daf\u00fcr gibts schlie\u00dflich sicher auch eine App oder einen QR Code. Oder doch lieber einen Gl\u00fcckskeks? Naja. Zur\u00fcck zum aktuellen Haushalt, und darum gehts eigentlich: Der aktuelle Haushalt f\u00fcrs kommende Jahr ist so fett wie noch nie. Rekordverd\u00e4chtig! Die Gewerbesteuer flie\u00dft! 150 Millionen Euro sollen da in die Schatulle st\u00fcrzen. Weitere Steuereinnahmen rund 43 Millionen Euro, in Summe also rund 200 Millionen.  Davon tr\u00e4umen selbst St\u00e4dte wie Ulm, Richtung S\u00fcden halten viele Gemeinden und St\u00e4dte eine Zahl \u00fcber einer zweistelligen Millionensumme f\u00fcr surreal und schlicht f\u00fcr fake. Tja aber die Abderiten, oder war es Schilda? &#8211; Nein, die Biberacher kommen selbst mit geradezu wahnwitzigen Zuw\u00e4chsen und Steigerungen nur bedingt klar, denn da wird schon mal angek\u00fcndigt, dass trotz solcher Wahnsinnszahlen kommendes Jahr 13 Millionen Euro vom Sparbuch genommen werden m\u00fcssen. Weil investiert werden muss. Gut das tut jetzt nicht soooo weh, schlie\u00dflich sind ohnehin rund 300 Millionen auf der hohen Kante, (ist das der aktuelle Stand? &#8211; vor zwei Jahren waren es so etwa diese Summe). Aber wir k\u00f6nnen ja schon mal wieder warnen: &#8222;So gehts aber nicht 2026 weiter!&#8220; Und auch nicht schlecht: &#8222;Irgendwann kommt der Einbruch auch bei uns, &#8211; diese Wirtschaftsflaute!&#8220; Hach und doch weiterhin \u00fcber 500 Seiten wunderbare Zahlen im Haushaltsplan 2025. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie war das nun nochmal im Detail, und wo stehen wir? Was ist denn eigentlich wirklich wichtig? Beginnen wir da wo es wehtut: Das Unternehmen Biberach besch\u00e4ftigt alles in allem rund 1000 Mitarbeiter. Und die k\u00f6nnen so riesige und umfangreiche Investitionen im Bausektor wie sie jetzt geplant werden, gar nicht mehr bew\u00e4ltigen. Ja, so wurde im Gemeinderat von der Stadtverwaltung berichtet man k\u00e4me an die Kapazit\u00e4tsgrenzen. Da ist Gaspard schon erstaunt, angesichts der super Organisation im B\u00fcrgeramt mit klarem Terminvereinbarungszwang, aber das ist ja nicht das Bauamt. Okay, f\u00fcrs kommende Jahr muss\/will\/darf die Verwaltung 29 neue Stellen schaffen. Insgesamt sollen die Personalkosten der Stadtverwaltung dann bei rund 43 Millionen Euro liegen. Sind da auch wieder die zwei Aushilfskr\u00e4fte (Rentnerinnen) f\u00fcrs Museum mit dabei die da letztes Jahr weggespart wurden? Gaspard w\u00fcrde das f\u00fcr gut befinden. Amelie Pachulke unser Redaktionsmaskottchen,  tobt bereits und droht mit albernem Zeidler-Bashing (&#8222;Den OB w\u00e4hl ich dann nicht mehr!&#8220;) wenn das nicht ber\u00fccksichtigt wird.  <\/p>\n\n\n\n<p>Fast ein Drittel der Gewerbesteuereinnahmen gehen also allein f\u00fcr die Verwaltung drauf. Ein weiteres Drittel geht in Bauma\u00dfnahmen. Am 16. Dezember soll der Biberacher Gemeinderat \u00fcber den Haushaltsplan 2025 befinden. Da haben die Mitglieder bis dahin einiges zu lesen. Das Wunder der Biberacher Geldvermehrung geht offenbar weiter. Aber ist Wachstum die L\u00f6sung aller Probleme? Und was bittesch\u00f6n bleibt auf der Strecke? Ist das toll, dass die Stadt wieder noch mehr Geld zur Verf\u00fcgung hat? Wenn reiche Leute noch mehr Geld bekommen geht der Trend oft hin zum zweit Lamborghini, zur Drittjacht oder zum Ersatztesla. Manche bevorzugen auch die Viertwohnung in der Karibik, nach der Villa im Tessin, der Residenz in New York und dem H\u00e4uschen mit Swimmingpool in Biberach. Bez\u00fcge zur Realit\u00e4t sind nat\u00fcrlich rein zuf\u00e4llig. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ziemlich genau vor einem Jahr war die blanke Panik ausgebrochen, &#8222;G\u00fcrtel enger schnallen!&#8220; oder, auch gern geh\u00f6rt: &#8222;Die goldenen Zeiten sind vorbei!&#8220; Steuereinnahmen brechen ein! Dann wurden vor allem im Kulturbereich wieder mal Einsparungen verordnet, allen voran im Museum, bei der VHS und in der Stadtb\u00fccherei. Wenig gespart wurde bei Bodenbel\u00e4gen am Ochsenhauser Hof, B\u00e4umen in der Consulentengasse oder Beleuchtungen bei alten Br\u00fccken. Auch im Bereich Ausholzung wurden Ma\u00dfnahmen im Lindele-&#8222;Park&#8220; angesto\u00dfen und geplant und f\u00fcr weiteres Wachstum das ITZ H\u00e4uschen im Gewerbegebiet Aspach installiert. 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