{"id":10500,"date":"2024-04-09T14:15:29","date_gmt":"2024-04-09T14:15:29","guid":{"rendered":"https:\/\/portal.weberberg.de\/index.php\/2024\/04\/09\/reini71-web-de-ist-sauer-bemerkenswert\/"},"modified":"2024-04-21T15:06:33","modified_gmt":"2024-04-21T13:06:33","slug":"reini71-web-de-ist-sauer-bemerkenswert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weberberg.de\/index.php\/2024\/04\/09\/reini71-web-de-ist-sauer-bemerkenswert\/","title":{"rendered":"Gem\u00fcsehof Botzenhard weist alle Vorw\u00fcrfe der arte Doku zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>Martin Botzenhard erkl\u00e4rt im Interview gegen\u00fcber Paolo Percocco von Radio Donau 3 FM, dass s\u00e4mtliche Vorw\u00fcrfe der tschechischen Journalistin Uhlova im arte Film die ihn betreffen haltlos sind. Ab Minute acht bis etwa Minute 22 entsteht der Eindruck, dass im Gem\u00fcsehof Osteurop\u00e4ische Frauen ausgebeutet werden. Botzenhard erl\u00e4utert, dass seine Mitarbeiter und auch Saisonhilfen f\u00fcr ihn das Wichtigste sind und er immer ein gutes Verh\u00e4ltnis zu ihnen habe, er zahle Mindestlohn und niemand m\u00fcsse bis zum Umfallen arbeiten. <a href=\"https:\/\/www.donau3fm.de\/ausbeutung-im-kreis-biberach-das-sagt-der-gemuesehof-besitzer-zu-den-vorwuerfen-954190\">Das Interview lohnt sich und ist hier zu h\u00f6ren.<\/a><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich geht Botzenhard so weit, dass er sagt, dass er die grunds\u00e4tzliche Kritik der Journalistin am System sogar verstehe. Der Druck in der Lebensmittelproduktion f\u00fchre zu niedrigen L\u00f6hnen und die Arbeit sei nicht leicht. Unklar bleibt weiterhin die Diskrepanz der Aussagen bez\u00fcglich des Gehaltes: Uhlova berichtet und belegt einen Stundenlohn von 6,20 Euro, Botzenhardt berichtet von einem Stundenlohn von 9,60 Euro zu der Zeit. Auch die Getr\u00e4nkepreise f\u00fcr die ArbeiterInnen wirken weiter unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig und werden nicht erl\u00e4utert: Eine Flasche Bier wird den ArbeiterInnen f\u00fcr \u00fcber 3 Euro verkauft. Preise wie in der Gastronomie.<\/p>\n<p>Aber auch die Journalistin selbst hat mittlerweile signalisiert, dass es ihr nicht recht sei, wenn Botzenhard nun Probleme bekomme. Der Film sollte eigentlich die allgemeine Situation in der Gem\u00fcseproduktion kritisieren, nicht den einzelnen Landwirt, insbesondere nicht den Baustettener Gem\u00fcsehof, denn der sei einer der besseren Arbeitgeber und da gebe es ganz andere und wirklich schlimme Arbeitssituationen in Deutschland, zum Beispiel bei der Spargelernte. <\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich stellte sich mittlerweile auch heraus, dass die gezeigten Undercover Filmsegmente in der Doku wohl aus dem Jahr 2021 (Corona) stammen und nicht aus dem vergangenen Jahr, wie man auf Grund der Filmproduktion h\u00e4tte erwarten k\u00f6nnen. Das wirft einen Schatten auf die Sorgfaltspflicht im Rahmen der Dokumentation, die nach Aussagen von der tschechischen Journalistin von einer Freundin von ihr produziert wurde, nicht von ihr selbst. \u00a0<\/p>\n<figure class=\"kg-card kg-embed-card\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"200\" height=\"113\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/adaUNl23cec?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen title=\"Die Unsichtbaren - Arbeiterinnen aus Osteuropa | Doku HD | ARTE\"><\/iframe><\/figure><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Martin Botzenhard erkl\u00e4rt im Interview gegen\u00fcber Paolo Percocco von Radio Donau 3 FM, dass s\u00e4mtliche Vorw\u00fcrfe der tschechischen Journalistin Uhlova im arte Film die ihn betreffen haltlos sind. 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