Das ganze Leben Biberachs

Biberach: Leute & Themen
Im Juni 2003 (2)

   

Biberach - 5. Juni 2003: Marc "Smu" Jaeggle meint: Er hat seinen Wehrdienst verlängert - und das scheint sich zu rächen, denn für ihn sieht es jetzt so aus:
"Ich finde es Scheiße, dass man als Soldat nicht mehr in Uniform über den Marktplatz gehen kann, ohne dumm angemacht zu werden. Vor allem seit Afghanistan wird man angekuckt wie ein Verbrecher.
Die Deutschen halten sich aus diesen Konflkten raus, was auch richtig ist, aber trotzdem wird man mit Tomaten beworfen, bildlich gesprochen.
Es ist politisch schwachsinnig, dass wir den Müll wegräumen sollen, den die Amis zusammengebombt haben. Die können jeden unter Druck setzen. Vor einem halben Jahr sind sie wegen Massenvernichtungswaffen in den Krieg gegen Irak gezogen, jetzt machen sie mit dem Iran das Gleiche. Wie oft lässt sich die Welt eigentlich noch bescheißen?"

Biberach - 5. Juni 2003: Schützenkeller News: OK, die gute Nachricht zuerst: Der Schützenkeller wird an Schützen geöffnet sein (wir berichteten) und die Küche enthält neben bodenständig Schwäbischem auch Dinge wie "Milchschweinkotelett in der Bärlauch-Senfkruste am Lauch-Speckmantel" oder "Lammrücken gefüllt mit eigenem Käse im Süßkartoffelmantel auf Paprika-Linsenragout". Da der Eberbacher Hof gerade geschlossen ist, liest man so etwas besonders gern. Koch & Wirt Thomas Heinzel (s.o.), der u.a. schon im "Mohren" in Ochsenhausen tätig war, bürgt wohl dafür, dass das dann auch schmeckt. Aber unser Spachtelkompetenzteam muss sich da noch vergewissern. Heinzel war auch vier Jahre lang auf Kreuzfahrtschiffen tätig und so schmücken denn diverse exotische Mitbringsel den Raum, der so gänzlich anders aussieht als früher. Dass er tagsüber auch als Tattoo-Studio taugen würde, wie es ein Gastro-Konkurrent meinte, sehen wir nicht so.

Hier nun die schlechte Nachricht: Das Musikangebot an Schützen 2003 orientiert sich an den Traditionen des Schützenkellers in den letzten Jahren, was meist (aber nicht immer) hieß: cheap und nein danke. Naja, warten wir's ab. Die Karte ist noch im Werden, soll wohl etwas vereinfacht werden (damit der Biber sie auch versteht, vermuten wir). Sommerbedingt kommt eine Salatkarte hinzu. Größeres hat man für Schützen 2004 vor: Ochsen am Grill. Für dieses Jahr war das nicht mehr möglich: Die nötigen Gerätschaften sind schon im Dezember ausgebucht. Spanferkel wird heuer aber drin sein. Zu den Servicekräften gehört am Mo, Mi und Sa Lars Linka, den wir rechts im Bild mit Verena sehen, und den viele bereits aus der Partnerkneipe
S-Cada kennen. Das Bild ist voll der Fake, die beiden aßen da nicht, die haben nur posiert, aber was soll's. Gestern Abend war in den BC Kneipen eh nicht der Bär los und da muss man halt irgendwie Ambiente zaubern.

 

Biberach - 5. Juni 2003: Der Zynismus der Freien Wähler: Kaum ist OB Thomas Fettback (Urlaub!) aus der Stadt, lässt FW-Chef Friedrich Zügel in seinem Klamottenladen "kugler men's fashion" die Puppen tanzen. Jede Menge unbekleideter Herren bevölkern sein Schaufenster. Zügel muss wissen, dass in BC so etwas normalerweise vergnügungssteuerpflichtig ist, rechnet aber offenbar damit, dass der vergnügungssteuergeile OB, der die Stadt zu diesem Thema immer so medienwirksam in Ton und Bild setzt und dabei Schäden in Millionenhöhe für das Image der eigentlich eher liberalen Rißstadt bewirkt, von der Sache schon nichts mitbekommen wird. Dass das Geschlechtsteil der Figuren nicht korrekt ausgeprägt ist, soll offenbar auf das komplizierte Verhältnis der Stadtverwaltung und Teilen des Gemeinderates zum Sex hinweisen. Dass die Figuren sämtlich kopflos sind, offenbar die Steurpolitik der Stadt charakterisieren. Etwas krude, finden wir, aber uns gefällt's trotzdem irgendwie.
Dieser offen zynische Kommentar über die Ansichten der Verwaltungsspitze ist ein neuer Höhepunkt im voll verzockten Verhältnis zwischen ihr und dem Gemeinderat. Egal, was die Stadt macht, der Gemeinderat giftet. Den Amtsleitern ist mittlerweile sogar schon die Lust vergangen, sich nach Feierabend - wie früher üblich - mit den GemeinderätInnen gelegentlich zum gemütlichen Umtrunk zu treffen. Kein Wunder. Wenn man ständig nur angepinkelt wird, will man die Pappnasen nicht auch noch am Abend sehen. Wenn man so etwas liest, erschrickt man und da bleibt dann nur noch die Hoffnung auf das Antreten der "Liste Weberberg.de" bei den Kommunalwahlen 2004. Die könnte nämlich wieder etwas Sachlichkeit und besonnene Sanftmut in die Debatten im Rathaus bringen, denn beides sind Eigenschaften, die die Macher dieser Website schon immer auszeichnen.

Biberach - 4 Juni 2003: "Beschämt und hocherfreut," zeigte sich Alt-OB Claus-Wilhelm Hoffmann bei einem Gespräch im Café Vienna. Worüber? Darüber, dass ihn Biberachs Partnerstadt Schweidnitz zu ihrem ersten Ehrenbürger gemacht habe. "Ausgerechnet einen Deutschen." Hoffmann erinnert sich noch gut daran, dass der Schweidnitzer Stadtrat damals die Partnerschaft mit Biberach mit nur zwei Stimmen Mehrheit befürwortet hatte und sieht in der jetzigen Ehrung eine Bestätigung langer Arbeit. Es waren herzliche und sehr überlegte Festreden, die bei dem Anlass gehalten wurden. Die Bevölkerung in dem Gebiet hat Erfahrung mit Vertreibung. Sie wurde einst dorthin umgesiedelt. Allmählich kann man daher auch das Schicksal der deutschen Vertriebenen würdigen. Ebenso freute Hoffmann die neue Verbindung mit Guernsey und er lobte das beharrliche Bemühen um Kontakte, Verständigung und Aussöhnung von Marianne Sikora.

Das ist das Schöne an Markttagen: Man trifft viele Bekannte, kann bei einem Kaffee im Vienna bestens der Schaulust fröhnen und noch interessante Gespräche führen. Muss man da als Biberacher in den Ferien verreisen? Nicht unbedingt.

Biberach - 4 Juni 2003: Das Handtuch geworfen: EBM Roland Wersch hatte sich im Weberberg.de-Interview nicht gerade positiv über den Mann geäußert, der als sein Nachfolger die besten Chancen hatte. Jetzt hat der Mann aufgegeben. Was lesen wir in der Stuttgarter Zeitung? Dieses:

Ein Ort voll übler Gerüchte
Bürgermeisterwahl in Hagnau von Verleumdungen geprägt

Im idyllischen Winzerort Hagnau am Bodensee wird die üble Nachrede offenbar mit System gepflegt. Beim Bürgermeisterwahlkampf hat drum jetzt der aussichtsreichste Kandidat entnervt aufgegeben.

Wersch muss seine eigenen Erfahrungen mit übler Nachrede haben, denn die Stuttgarter Zeitung schreibt: "Woher die Gerüchte kommen, ahnt Blümcke. Sagen will er dazu nichts. Unter vorgehaltener Hand meinen viele, es handle sich um etwa ein Dutzend stark konservativ geprägter Einheimischer, die auch schon dem früheren Bürgermeister Roland Wersch das Leben schwer gemacht hätten. Wersch musste sich unter anderem gegen eine anonyme Anzeige wehren. Er war damals zu Unrecht bezichtigt worden, Privates mit Öffentlichem verknüpft zu haben. Unwahrheitsgemäß war behauptet worden,

Wersch habe private Reisen als Dienstreisen abgerechnet und Verdienste seiner Frau nicht gegenüber dem Finanzamt angegeben." Da kann sich Wersch freuen, jetzt in BC zu sein. In diesem Ort ist üble Nachrede gänzlich unbekannt. Und es käme auch niemand auf die Idee, aus politischem Interesse Zwietracht zwischen Wersch und dem OB zu säen. ">>> Mehr

Biberach - 4 Juni 2003: Mehr gewinnen: Eine dieser Jack & Jones Kappen können Sie auf Weberberg.de gewinnen und sich dann bei Warth in der Hindenburgstraße abholen. Aber es gibt noch mehr Preise. Gehen Sie einfach auf Weberberg.de/lohntsich.html für weitere Informationen. .
   
Biberach - 3 Juni 2003: Bald ist Schützen. Und deshalb wird schon jetzt getrommelt und geblasen. Das will ja schließlich geübt sein. Hier sehen wir die Truppe vom Matthias-Erzberger-Gymnasium kurz vor einem Übungsmarsch.
Ummendorf - 3 Juni 2003: Badesaison! Noch deutlich mehr InteressentInnen fand das Sonnenbaden als das Badem am Ummendorfer See. Dabei hatte das Wasser bereits eine Temperatur von 21 Grad. Die Insel war beliebtes Ziel. Andere Gäste widmeten sich in der Sonne den Vorbereitungen auf das mündliche Abi. Selbst die "Kinder der Nacht" zog es bei diesem Wetter (29 Grad!) ins grelle Tageslicht. Falls Ihnen der Typ hier unten irgendwie bekannt vorkommt - vielleicht haben Sie sein Bild schon auf unserer Seite "Strippen für den Frieden" gesehen.
Biberach - 3 Juni 2003: Holz statt Wald: Oben sehen wir Biberach um 1770. Auf einem Bild, das sich in der Ausstellung "Kronenwechsel" findet, die noch bis einschließlich Pfingstmontag im Braith-Mali-Museum zu sehen ist. Dann wandert sie nach Ravenburg. Auffällig, wie wenig Wald man sieht. Wahrscheinlich brauchten die Leute Brennholz und da hatte Wald wohl keine Chance. Auch zu sehen in der Ausstellung: die so genannten "Heiligs-Blechle", jene Almosenmarken, die der von der Stadt anerkannte Almosenempfänger als Legitimationszeichen erhielt. sie berechtigten zum Bezug von Brot- oder Geldalmosen aus dem Spital, der Almosenpflege oder der Seelhauspflege. Autos gab es damals noch nicht..

Biberach - 3 Juni 2003: Ariane meint: Kürzlich fragten wir Ariane Schmidt aus Mittelbiberach ob sie eine Meinung habe. "Ja, nur!" kam prompt die Antwort. Und sonst?
a) Ich finde, man sollte 'Hallo!' sagen, wenn man jemanden sieht, den man kennt.
b) Homosexuelle Paare sollten die gleichen Rehte haben wie heterosexuelle Paare.
c) Ich finde, dass Präsident Bush abtreten sollte.
d) Ich finde, Stefan sollte mehr in der Buchhandlung Weichhardt arbeiten.

Was Arianes Bruder Alexander (rechts im Bild) von diesen Meinungen hielt, wissen wir nicht.

Biberach - 3 Juni 2003: Nazis in Biberach hat es, wenn man einige offizielle Publikationen im Ort liest, quasi kaum gegeben. Aber es gibt Fotos, die ein ganz anderes Biberach zeigen. Rechts sehen Sie eines davon. Wir haben die Bilder schon lange, nur sind sie bei uns etwas untergegangen, weil sie noch in Text eingebunden werden sollten. Das aber wird noch dauern. Daher haben wir die vier Bilder jetzt schon mal auf einer eigenen Seite eingestellt. Auf dieser hier. Aber erschrecken Sie nicht! So haben Sie den Marktplatz vielleicht noch nie gesehen. .

 

 

Biberach: Leute & Themen
Im Juni 2003 (Folge 1)