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| Englisch
wird auf T-Shirts gerne als dekorative Sprache verwendet. Sinn
ergibt das, was aufgedruckt ist, oft nicht. Das T-Shirt eines
Heimbewohners ist eine Seltenheit. Es ist mit deutschen Wortfragmenten
verziert. |
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Flüchtlinge haben keinen Anspruch auf Deutschunterricht, solange
sie nicht anerkannt sind. Der Staat will ihre Integration erst fördern,
wenn sicher ist, dass sie bleiben.Und die Entscheidung darüber
kann viele Jahre dauern. Jahre, in denen die Flüchtlinge älter
werden, in denen das Lernen schwieriger wird, in denen sie das verlernen,
was sie einmal gelernt haben. Schwierig genug ist es für die
zum Teil traumatisierten Menschen ohnehin. Manche (aber beileibe
nicht alle von ihnen) haben nur eine geringe Schulbildung oder sind
gar Analphabeten. In § 1 des Gesetzes über den Aufenthalt,
die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern
im Bundesgebiet (Aufenthaltsgesetz - AufenthG) heißt es: "Das
Gesetz dient der Steuerung und Begrenzung des Zuzugs von Ausländern
in die Bundesrepublik Deutschland. Es ermöglicht und gestaltet
Zuwanderung unter Berücksichtigung der Aufnahme- und Integrationsfähigkeit
sowie der wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Interessen
der Bundesrepublik Deutschland. "
Wie die Bundesrepublik einen Menschen integrieren will, der der
Sprache nicht mächtig ist, der dadurch beruflich nicht im Mindesten
qualifiziert ist, bleibt ihr Geheimnis. Selbst wenn die Flüchtlinge
irgendwann zurückehren müssen, wären Deutschkenntnisse
gut angelegte Entwicklungshilfe und ein Stück Kulturvermittlung,
für die man sonst Goethe Institute im Ausland errichtet.
Wenn die Anerkennung durch ist, wenn ein "Aufenthaltstitel"
besteht, dann geht es mit verbindlich zu besuchenden Integrationskursen
schnell. Aber bis dahin lässt man die vorhandenen Qualifikationen
- und die sind oft genug nicht gering - verkommen. Gut für
die Heimbewohner, wenn sich Menschen finden, die bereit sind, ihnen
ehrenamtlich Deutschunterricht zu geben. Schwierig genug ist das,
denn die Lehrkräfte haben es oft mit verschiedenen Niveaus
zu tun. Meist aber geht es um elementare Grundkenntnisse.
Sie
haben Interesse, Flüchtlingen Deutsch beizubringen? Oder
Sie möchten ihr Sprachenlernen mit (gebrauchten) Computern
und Lernsoftware oder mit Unterrichtsmaterialien unterstützen?
Dann wenden Sie sich an Aja Gratz beim Migrationsdienst der
Caritas Biberach, Telefon 07351/5005-134.
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| In
ihrer Heimat wäre ein Schulbesuch für diese Afghaninnen
kaum eine Selbstverständlichkeit. |
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| Moderne
interaktive Sprachkurse machen das Sprachenlernen im Selbststudium
leicht möglich. Aber die Voraussetzuungen dafür, einen
Computer und den entsprechenden Sprachkurs gibt es im Heim nur
in einem Zimmer. |
Ein systematisches
Arbeiten ist da kaum möglich.
Die TeilnehmerInnen erscheinen unregelmäßig und Geld
für Deutschbücher ist nicht vorhanden.
Seit etwa einem halben Jahr unterrichtet eine Biberacherin in dem
Heim dreimal in der Woche eine Stunde. Das ist ehrenamtlich viel,
für die LernerInnen wenig, aber immerhin ein kleines Steinchen
auf dem Weg zur Integration.
Die Behörden halten sich an die Vorgaben und die sehen Deutschklurse
nicht vor, obwohl klar ist, dass die meisten derjenigen, die es
geschafft haben, nach Deutschland zu kommen, bleiben werden. Wenn
man sie jetzt nicht fördert, schafft man sich Probleme für
die Zukunft selber. |