Mehr leben!

suedMöchten Sie Ihr Leben bereichern? Dann lernen Sie einen der vier Flüchtlinge kennen, die Ihnen der SÜDFINDER heute vorstellt. Die hoch motivierten Deutschlerner stammen aus China, Tibet, Gambia und Afghanistan. Mehr dazu in Kürze. Aber vielleicht reservieren Sie jetzt schon mal eine Stunde Ihres Lebens für einer von ihnen. Danke! (Übrigens: Man bekommt auch viel zurück.)

Mittlerweile über 3.000 Flüchtlinge im Landkreis Biberach

Der Zustrom an Flüchtlingen in den Landkreis Biberach hält nach wie vor an. „Jede Woche kommen etwa 75 Flüchtlinge aus den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes bei uns an. Vom derzeitigen bundes- und landesweiten  Rückgang der Flüchtlingszahlen spüren wir noch nichts“, sagt Landrat Dr. Heiko Schmid. In diesem Jahr hat uns das Land bereits über 800 Menschen vorwiegend aus Syrien, Afghanistan und dem Irak in den Landkreis Biberach zugewiesen. Am Ende des erstens Quartals 2016 leben insgesamt rund 3.100 geflüchtete Menschen im Landkreis. Davon sind 2.200 in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. 900 Menschen leben in einer Anschlussunterbringung, die die 45 Städte und Gemeinden des Landkreises organisieren müssen.

Mittlerweile gibt es über 50 Gemeinschaftsunterkünfte in der Verantwortung des Landkreises. Kaum eine Stadt oder Gemeinde ist ohne Gemeinschaftsunterkunft. „Etwas stolz sind wir schon, dass wir noch keine Sporthalle belegen müssen. Das wollen wir auch in Zukunft unter allen Umständen vermeiden“, so Dr. Schmid. Selbst wenn die Zuweisungszahlen des Landes so blieben wie bisher, könne man alle Flüchtlinge bis Juli in Gemeinschaftsunterkünften unterbringen, ohne auf Sporthallen ausweichen zu müssen.

Unbegleitete minderjährige Ausländer

Zusätzlich leben 112 unbegleitete minderjährige Ausländer (UmA) im Kreis, 62 davon in Gastfamilien. Weitere 38 UmAs leben in Wohngemeinschaften, die von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kreisjugendamts betreut werden. Zwölf UmAs sind in Heimgruppen freier Träger untergebracht. Die Hälfte der Jugendlichen kommt aus Afghanistan, ein Viertel aus Syrien und ein Viertel größtenteils aus afrikanischen Ländern.

Nach wie vor rechnet der Landkreis mit etwa 2.100 Flüchtlingen für das Jahr 2016. „Weniger werden es wohl nicht. Ob es mehr werden, hängt jetzt davon ab, wie in den kommenden Wochen und Monaten die europäischen Regelungen greifen.“  Darauf baut auch die Unterkunftsplanung des Kreises auf. „Wir fahren auf Sicht und passen unsere Planungen regelmäßig den aktuellen Zahlen an. Bisher ging die Anpassung der Plätze immer nach oben. Ich habe schon die Hoffnung, dass die Zahlen stagnieren beziehungsweise zurückgehen, so dass wir uns noch mehr auf das Thema Integration konzentrieren können.“

Führung durch die Braith-Mali-Ateliers

Die vier ehemals in München befindlichen Salonräume der Tiermaler Anton Braith und Christian Mali entstanden in den 1870er-Jahren. Sie geben einen Eindruck vom Stil des sogenannten Historismus.
Einrichtungsmäßig mischte man, was unterschiedliche Epochen hervorgebracht hatten und schuf daraus etwas Eigenes. Zugleich favorisierte man in der Malerei den Stil des Realismus, dem es um eine möglichst naturgetreue Nachahmung ging. In einer Führung erläutert Dr. Uwe Degreif die Merkmale jener Epoche, die die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts umfasst. Beginn ist Sonntag, 3.April, 11.15 Uhr.

Erfolgreiches „La Bodega“

Wenn andere Kneipen bereits geschlossen haben, obwohl ihre offiziellen Öffnungszeiten anderes bekunden, dann lohnt sich der Weg an den Weberberg. In der dortigen Kellerkneipe „La Bodega“ ist immer noch Stimmung. Wirt Daniel Grillo (auf dem Startbild rechts)  hat es geschafft, die Kneipe, die viele Inhaberwechsel erlebt hat und in dem neue Konzepte oft bereits nach kurzer Zeit gescheitert sind, zu einem stabilen und attraktiven Faktor im Biberacher Nachtleben zu machen. Und das schon seit sechs Jahren. Wir gratulieren!

Zu unserem aktuellen Startbild

Drei Afghanen sind dabei, ein Lernpuzzle von Weberberg.de zu lösen. Die Lernpuzzles sorgen für Abwechslung in den tristen Containern in der Bleicherstraße. Und sie fordern. Aktuelle Challenge: Wer das Lernpuzzle nicht innerhalb von drei Minuten lösen kann, fliegt aus dem Deutschkurs. (Keine Panik: nur für einen Tag!) Die anderen erhalten Preise. Der, der die Aufgabe am schnellsten löst, erhält zwei Preise. Wir danken den Biberacher Apotheken am und beim Marktplatz dafür, dass sie uns Werbegeschenke als Preise zur Verfügung gestellt haben. Wie die Aufgabe aussah, erfahren Sie demnächst hier. Die Flüchtlinge hatten sechs Tage Zeit, die Aufgabe zu bewältigen. In dieser Zeit kamen wir mehrfach mit der Stoppuhr in dem Container in der Bleicherstraße vorbei, um den Lernerfolg zu prüfen. Fazit: Die Aufgabe ist locker zu schaffen, aber man muss halt lernen.

Und los geht’s! – Gewinnen Sie 1.000 Euro in bar!

Kann man tatsächlich 1.000 Euro in bar auf Weberberg.de gewinnen? Aber hallo! Schon am Montag wird es so weit sein und die erste Frage erscheint. KennerInnen der Biberacher Szene und der Situation der Flüchtlinge in BC werden klar im Vorteil sein. Lassen Sie sich von unseren Fragen und unseren Aufgaben (!) überraschen! Denn unser Gewinnspiel ist kreativ bis zum Anschlag und umspannt nicht nur Kontinente sondern auch ungewöhnliche Aspekte des Biberacher Lebens.

Der erstaunliche Herr Li

hl

Gesprächspartner

GESUCHT

Dies ist Herr Li. Er ist erst seit wenigen Wochen in Deutschland, aber seine Kenntnisse der deutschen Grammatik sind unfassbar gut. Auch sein Wortschatz ist beeindruckend. Er, der seine Stelle als Lehrer wegen regimekritischer Äußerungen verlor, lernt Deutsch mit einem Eifer, der es schwierig macht, einen geeigneten Kurs für ihn zu finden. Was er vor allem braucht, ist Sprechpraxis, Sprechpraxis und noch einmal Sprechpraxis, die seine Aussprache verbessert und seinen Wortschatz erweitert. Diskutieren Sie mit ihm über Menschenrechte in China. Erklären Sie ihm das Schützenfest. Essen Chinesen tatsächlich Hunde und Katzen? Wie geht das mit der Schnupper-BahnCard? Treibt er Tai Chi und weiß Herr Li, was eine Rauchfleischseele ist? Welche Filme von Wim Wenders und Werner Herzog hat er schon gesehen? Können Sie ihm erklären, was eine Eier legende Wollmilchsau ist? Seien Sie nicht zimperlich! Korrigieren Sie Herrn Li ständig. (Vor allem, wenn er Dinge wie „Iche gehe…“ sagt. Er will das so.) Lehrer, die endlich einmal wieder beglückende Lernerfolge erleben möchten, sei der Kontakt dringend anempfohlen.
Sie finden Herrn Li in der Waaghaustraße 6, im LivingRoom. Montags, mittwochs und freitags von 9:30-11:00 Uhr und dienstags und donnerstags von 15:30-17 Uhr. Sie können sich auch an Herrn Andresen unter der Nummer 07351/829793 wenden. Er vermittelt dann den Kontakt.

Mahnwache am Karfreitag

Mit einer Mahnwache an Karfreitag macht das Biberacher Friedensbündnis darauf aufmerksam, dass die Flucht Hunderttausender nach Europa Ursachen hat. Ursachen, für die wir in Deutschland mitverantwortlich sind.

Die Karfreitagsmahnwache am 25. März unter dem Titel „Die Flüchtlinge, der Frieden und wir“ findet auf dem Biberacher Marktplatz statt und beginnt um 17 Uhr. Redner sind der katholische Pfarrer Paul Odoeme, der syrische Schriftsteller Houzayfa Alrahmoun, der evangelische Theologe Roland Groner, der muslimische Vorbeter Halil Ibrahim Yaylali und der irakisch-kurdische Biberacher Geschäftsmann Omar Abdulgahfoor. Musikalisch wird die Veranstaltung begleitet von Ana Bienek.

Die Welt scheint in den letzten Monaten aus den Fugen zu geraten. Die Gewalt ist weltweit auf dem Vormarsch. Mit Betroffenheit nehmen wir die Bedrohungen in Israel/Palästina und in der Ukraine zur Kenntnis. Die Kriege im Irak, in Afghanistan, in Syrien und in afrikanischen Staaten haben direkte Auswirkungen auf unser Leben in Europa. Seit dem 2. Weltkrieg kommt es zu der größten Flüchtlingsbewegung weltweit.

Die „Scharfmacher“ in vielen europäischen Ländern gewinnen an Boden und die Besonnenen, die auf Friedensverhandlungen und nichtmilitärische Lösungen setzen, geraten immer mehr in die Defensive. Das Biberacher Friedensbündnis möchte mit der Veranstaltung an Karfreitag dazu aufrufen, sich aktiv für die Friedensarbeit einzusetzen.

Wahlsieger und -verlierer

timhundertmark

Eine gut gelaunte FDP war im Eberbacher Hof anzutreffen. kein Wunder, denn die Partei scheint auf dem Weg zurück auf die politische Bühne. Oben strahlt Kandidat Tim Hundertmark. Die FDP im Kreis BC blieb mit 7,2% allerdings unter dem Landesdurchschnitt.

gretz

Trüber dagegen die Laune in der Kupferkanne, wo der junge Kandidat Stefan Gretzinger  ein „bitteres Ergebnis, das nicht schönzureden“ sei konstatieren musste. Eine Regierungsbeteiligung der SPD werde es nur geben, „wenn wir unsere Inhalte umsetzen können“. Über einen etwaigen Koalitionsvertrag werde ein Mitgliederentscheid befinden.

gerster

Für SPD-MdB Martin Gerster war es ein „schlimmer Wahlabend“. Er zeigte sich „enttäuscht und traurig“. In schwierigen Zeiten vertrauten die Menschen halt Ministerpräsidenten. Selbst SPD-Anhänger hätten gewollt, dass Kretschmann Ministerpräsident bleibt. Dass man dazu eine starke SPD braucht (?), sei nicht zu vermitteln gewesen. Mit seiner Prognose von 9% für die AfD lag Gerster voll daneben. Da sei wohl die Hoffnung stärker gewesen, meinte er jetzt. In Burgrieden gab es über 18% für die Anti-Flüchtlings-Partei. Bleibt Nils Schmid unangefochten? Da mochte sich Gerster nicht festlegen.
Die GRÜNEN holten in Biberach selbst satte 34,1%. In Mettenberg sogar 44,4%.
ralph1.743 Stimmen holte der Kandidat der LINKEN, Ralph Heidenreich. Der Mann ist nicht dumm und hätte vielleicht mehr Erfolg gehabt, wenn er seine klugen Fragen im Gemeinderat auch auf Weberberg.de publizieren würde. In „Biberach kommunal“ ist der Einzelkämpfer ja nicht präsent auf der Fraktionenseite. Und hier die Wahlergebnisse in den einzelnen Gemeinden.
AfD-Spitzenreiter in Biberach ist das Wahllokal im Stadtteilhaus Banatstraße 34. Dort holte die Partei 20,8%.

Wahlschlappe für Heinz Weiss

Da hatte der Mann, dem die deutsche Kultur so wenig am Herzen liegt, dass er die deutsche Sprache ständig verhunzt, sich so ins Zeug gelegt – und dann das! Nur ganz knapp über dem Landesdurchschnitt liegt das AfD-Landtagswahlergebnis in Bad Buchau mit 16,1%. Da haben die Ertinger mit 19,1 und die Tiefenbacher mit 21,6 aber dem Heinz eine lange Nase gezeigt.  Ätschgäbele! Ansonsten liegt der Kreis ziemlich genau im Landesdurchschnitt mit um die 15%.

Die Weberberg.de-Wahlumfrage

afd

Die vielleicht spannendste Frage bei dieser Wahl ist, wie stark die AfD im Ländle werden wird. Bei Biberachs Politprominenz gegen die Prognosen weit auseinander. Auch bei der Frage, ob die AfD im Kreis Biberach mehr oder weniger Stimmen als im Landesdurchschnitt erzielt, divergieren die Annahmen stark. Ralph Heidenreich (Die Linke), der in seinem Bekanntenkreis 3% AfD-Wähler ausmacht, tippt auf 13 Prozent im Ländle und auf tendenziell etwas mehr im ländlich geprägten Kreis Biberach. FDP-Gemeinderat Fred Braig traut der AfD lediglich 8 Prozent zu und vermutet, dass die Partei im Kreis Biberach, wo man noch wisse, welche Werte wichtig seien, noch schlechter abschneiden werde.  Etwas mehr sagt SPD-MdB Martin Gerster der rechten Konkurrenz voraus: 9 Prozent und Land und Kreis. Das ist weniger als die aktuellen Vorhersagen. Aber Gerster meint, die Menschen seien aufgewacht. In den letzten Tagen habe er immer wieder eine „Das kann doch nicht sein!“-Stimmung festgestellt. SPD-Kandidat Stefan Gretzingers Prognse liegt nahe dran: 9,5 Prozent, im Kreis Biberach aber maximal 9, eher 8,5. Das merke er, der Wahlkämpfer, an der Stimmung.  Deutlich skeptischer ist CDU-Spitzenkandidat Thomas Dörflinger: 11 Prozent im Ländle, 13 Prozent hier, da der Kreis Biberach doch konservativ geprägt sei, so sein Bauchgefühl. Auch sein Parteifreund Josef Rief (MdB) traut der AfD ein zweistelliges Ergebnis zu.  Da ist die CDUlerin Petra Romer-Aschenbrenner vorsichtiger. 7 Prozent im Ländle und in Biberach ein Prozent mehr. Tim Hundertmark von der FDP sieht die AfDler bei 15 Prozent, im Kreis Biberach allerdings etwas schwächer.  Auch der Biberacher SchwäZ-Chefredakteur sieht die AfD zweistellig, wobei das Ergebnis im Kreis BC niedriger ausfallen würde. Wie das AfD-Ergebnis ausfallen wird, hängt letzten Endes aber von Ihnen, liebe Weberberg.de-LeserInnen, ab. Sie wissen ja: Wer nicht wählt, sichert der AfD einen größeren Stück vom Kuchen.

Bedauerliche Neuerung

Ein netter Höhepunkt des Wahlsonntages war bisher immer das abendliche Treffen im Landratsamt, wenn Politprominenz und BürgerInnen gebannt auf die nach und nach eintreffenden Wahlergebnise warteten. Später gab es dann Getränke und etwas zu essen. Da konnte man erfreute oder lange Gesichter sehen und hatte alle relevanten Ansprechpartner beisammen. Das Internet hat diese Veranstaltung gekillt.  Die Ergebnisse gelangen so schnell genug an die Leute und deswegen CVerzichtet das Landratsamt auf dieses nette Beisammensein. Das ist bedauerlich, denn wir hatten vor, einigen Flüchtlingen mit einem Veranstaltungsbesuch die deutsche Politkultur etwas näher zu bringen.  Ihnen müssen wir jetzt absagen.

Angriff auf Ehrenamtlichen in der Bleicherstraße – Rassistischer Hintergrund?

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OK, wer’s weiß, sieht auch die Schilder. Wer in Eile ist, kann dıe A4-Zettel im Querformat, die irgendwo hängen, schon mal übersehen und verpasst die Info, dass im Vorderbereich des Flüchtlingsheims in der Bleicherstraße keine Räder stehen sollen. Tcha, wenn man’s weiß…
Da hat der Weberberg.de-Chef sein frisch erworbenes Fahrrad (Neuwert um die 650 Euro) am Eingang des Flüchtlingsheims in der Bleicherstraße (X) angekettet, wollte einen Kurzbesuch machen,  wurde aber dann doch etwas aufgehalten, weil er einem Syrer mit dem Lebenslauf helfen musste. Als er zurückkam, war das Radl weg. Ein Herr, der gerade telefonierte, beschied den frisch Enteigneten zu warten. Der Herr, so stellte sich dann heraus, war einer der Hausmeister und er geleitete den fahrradlosen Gutmenschen in den Keller zu den anderen Hausmeistern. Dort beschied man ihn, er möge doch hinter dem Haus nachschauen. In der Tat stand das Rad mit dem hübschen hellblauen Rahmen dort. Unangeschlossen! Glück gehabt. „Leider!“ wird sich vielleicht der Hausmeister gedacht haben, denn er hat sich so verhalten, dass ein möglichst großer Schaden entsteht. Er hat 1)  das Schloss durchgeschnitten. Schaden ca. 40 Euro. Er hat 2) das Rad unangeschlossen fortgestellt. Möglicher Schaden: 650 Euro. Er hat 3) keinen Hinweis angebracht, wo das Rad zu finden sei. Psychischer Schaden für den schockierten Gutmenschen? Schlecht zu definieren. Hätte es andere Verhaltensmöglichkeiten gegeben? Aber, ja. Der Hausmeister hätte auch erwägen können, dass das Rad vielleicht einem Ehrenamtlichen oder sonstigen Besucher gehört, der sich noch nicht so gut auskennt. Dann hätte ein Zettel („Im Eingangsbereich bitte nicht parken“ Brandschutz!“) am Radl das Falschparken in Zukunft wohl verhindert. Man hätte auch einen Hinweis ankleben können, wo sich das Fahrrad jetzt befindet. Und man hätte das unangeschlossene Fahrrad auch im Keller bei den Hausmeistern deponieren können. All das hat der Hausmeister nicht getan, sondern ein Verhalten an den Tag gelegt, dass man (wirklich zu Unrecht?) so beschreiben könnte: „Dem Neger hab ich’s gezeigt. Das wird dem eine Lehre sein. Und wenn sein Rad weg ist, ist’s grad recht.“) Ob der betreffende Hausmeister AfD-Wähler ist, war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

So geht PR oder Wie ein AfDler eigenhändig Biberachs kritischster Website zu vielen neuen LeserInnen verhalf

Diesen Nachtrag mussten wir noch liefern. Bescheiden wie wir in der Weberberg.de-Redaktion sind, hätten wir nie gewagt, die Veranstaltung zur Werbung für Biberachs kritische Website Weberberg.de zu nutzen. Das nahm uns dann aber ein törichter AfDler ab, der kritisierte, Herr Andresen habe die gleiche Show schon in Warthausen abgezogen. Offenbatr mutiert man bei der AfD schon zum Showmaster, wenn man ruhig und seriös etwas kritische Fragen stellt. Weder hatten wir ein Protestplakat hoch gehalten, noch durch Zwischenrufe gestört oder uns sonstwie falsch verhalten. Dass jemand die Zeit der Veranstaltung nutzt, um Dinge zu verfertigen, die der Integration der Flüchtlinge dient, dürfte ja auch im Sinne der AfD sein, die ja erklärtermaßen gerade möchte, dass sich die Flüchtlinge integrieren. Zumindest die, die aus Kriegsgebieten kommen. Der Herr, der den Weberberg.de-Chef dann abschließend mit den Worten attackierte, dessen Verhalten sei „nur traurig“, hatte also offenbar die Position der Af D nicht verstanden. Das war aber beim Rest des Publikums auch der Fall, denn der Herr (Kategorie: intellectually challenged, manche würden auch auf türkisch einfach sagen: salak) erhielt für seinen Beitrag stürmischen Beifall, deutlich mehr als Herr Meuthen während seines Vortrages. Dass er damit über 300 Menschen auf unsere Website hingewiesen hat, war ein Werbeeffekt, den wir uns so nie erträumt hätten. Wir rufen ihm also ein dankbares „Vergelt’s Allah!“ zu.

„Der Unfreihandel“ im Gespräch – Dr. Rederer zu Petra Pinzlers Buch

Beim öffentlichen Monatstreff des Arbeitskreises Entwicklungspolitik (AKE) am Freitag, 11. März, 19.30 Uhr in der Kellerschänke des Gasthofs „Grüner Baum“ in Biberach bespricht der Politikwissenschaftler Dr. Klaus Rederer das neueste Buch von Petra Pinzler mit dem Titel „Der Unfreihandel“. Darin setzt sich die prominente ZEIT-Journalistin, die schon in Biberach über „Wachstumswahn“ referiert hat, mit geplanten Freihandelsabkommen (z. B. TTIP) auseinander. Außerdem werden Überlegungen für eine mögliche AKE-Stellungnahme zur Krise um die Flüchtlingsproblematik vorgelegt. Auch Nicht-Mitglieder sind willkommen; der Eintritt ist frei.

So klappt Integration, Herr Meuthen!

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Geht eigentlich ganz einfach: Man trifft sich mit ein paar Flüchtlingen, gerne auch daheim, und bastelt mit ihnen zusammen Lernspiele zum Deutschlernen.  Dass man dabei auch selbst noch etwas lernt, ist ein willkommener Bonus. Aber auf so etwas zu kommen, dazu fehlt den AfD-Spitzenmann offenbar die Kreativität. (Und dem komischen Vogel die Deutschkenntnisse.) Dann lieber jammern und keine Rezepte anbieten. Ihr Mimimimimimi ist einfach keine Alternative für Deutschland.

 

Die SchwäZ ergänzt

Unsere Berichterstattung von der AfD-Veranstaltung wird in schöner Arbeitsteilung von der SchwäZ ergänzt um Dinge, die wir noch nicht erwähnt hatten. Dafür erwähnt die SchwäZ die kritischste Stimme des Abends nicht. Darüber, wie die Integration der Flüchtlinge in den nächsten Jahren gelingen soll, hat offenbar auch die SchwäZ nichts gehört. Gute und überaus sinvolle Initiativen wie die Lernwerkstatt HuT in Schwäbisch-Gmünd sind offenbar dem Mann unbekannt, der angeblich eine sinnvollere Flüchtlingspolitik machen will.

Zwischenfall auf der AfD-Veranstaltung: Lokaljournalist mit Teppichmesser kurz vor dem AfD-Redner zu Boden gerissen.

Glücklicherweise gab es keine Verletzten. Den meisten Beifall gab es aber – unverhofft! – auf der AfD-Veranstaltung beim Thema Weberberg.de. Mehr dazu im Laufe des Tages. Wir schreiben unseren Bericht heute inkremental.  (Auch die Tippfehler werden nach und nach korrigiert. Für Hinweise schon jetzt einmal: Danke!) Zum Freitagsgebet in die Moschee wollen wir heute ja auch noch. Motto: Freunde treffen rocks! Der ehemalige Kirchenchorknabe und Theologiestudent, der Weberberg.de-Chef, ist nicht einmal getauft, wird aber in der Moschee immer freundlich begrüßt. So geht Toleranz!
An die (uns unbekannte) junge Frau, die sich öffentlich vor etwas über 300 AfDlern zu Weberberg.de bekannt hat, hier schon mal ein herzlicher Dank. (Viel Beifall bekam sie dafür ja nicht.)

 

„Keine Verunstaltung der deutschen Sprache durch ‚Gender-Neusprech'“ fordert die AfD auf ihrem Wahlkampfflyer. Die Verunstaltung der deutschen Sprache durch den hieseigen AfD.Landtagskandidaten Michael Vogel dagegen wird offenbar klaglos hingenommen. Vogel hatte sich mit einem Schreiben als Kandidat bei der Partei beworben, das von peinlichen Rechtschreib- und Grammatikfehlern nur so wimmelt. ((Kostprobe: „Bitte geben sie (sic!) mir ihre Stimme, wählen sie (sic!) mich zum Kandidaten zur Landtagswahl Baden Württemberg (sic!) 2016.“  Auch gut: „IHK, Start Up, EU Parlament hat ein Bürokratisches Monster aufgebaut, Online Händler die in das europäische Ausland liefern, müssen die Mwst. des Landes erheben, in die das Produkt geliefert wird.“) Sehr viel kann den AfD-Leuten nicht an der deutschen Sprache liegen.  (Siehe unseren Bericht „Wenn das der Führer wüsste„.) Aber das ist nicht die einzige Doppelzüngingkeit der AfD.  AfD.Spitzenkandidat Meuthen sah denn auch bei den AfDlern wenig Kompetenz als wir vorschlugen, er solle seine Wählerschaft auffordern, sich in Deutschkursen für Flüchtlinge zu engagieren. War wohl auch ne dumme Idee von uns. Wer häufiger Kommentare von AfD/Pegidaanhängern im Internet liest. weiß schmerzhaft, dass sie in die deutsche Sprachultur nicht so recht integriert sind.

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vogel

Adabei: Angela Merkel, die auf dem Foto oben Verstecken spielt. (Hinter dem komischen Vogel.) Der Weberberg.de-Chef will die Scharia in Deutschland einführen. Wussten Sie das? Zumindest eine AfD-Anhängerin ist davon fest überzeugt. Und hält es für einen noch größeren Skandal, dass der Weberberg.de-Chef sich dafür nie entschuldigt hätte. LOL hoch 10. Die Begründung der Dame ist überraschend. In unserem Bericht über die AfD-Veranstaltung in Warthausen hatten wir geschrieben: „Rechts vorne stand eine lebensgroße Angie-Puppe. Hätten die AfDler mal etwas vom Islam gelernt, dann hätten sie wenigstens eine Schüssel mit Steinchen vor die Pappfigur gestellt, auf dass man diese unter „Merkel muss weg!“-Rufen hätte bewerfen können, wie den Scheitan in Mekka.“ Nun halten wir es im Sinne der Polithygiene für gesünder, wenn Menschen Steinchen auf Pappfiguren werfen als wenn sie ihren Hass auf die „Volksverräterin Merkel“, die an den Galgen gehöre, wie man es nur zu oft auf AfD-verwandten Seiten  lesen kann, als dass irgendwie schon vor dem ersehnten Sturz dieser „Verbrecherregierung“  die Kanzlerin von einem ungeduldigen Vaterlansverteidiger gemeuchelt würde. Ei,ei,ei, Scharia? Eher nicht.

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Redner Meuthen (PolitikerIn) kam in Begleitung. Und das war wohl auch notwendig, denn der Begleitmann klatschte häufig als erster laut los, da wussten dann die  ZuhörerInnen, dass etwas Wichtiges gesagt worden war und stimmten mit ein. Der Klatscher hat ein Alleinstellungsmerkmal. Er betont das Wort „Antifa“ auf der zweiten Silbe. Irgendwie irritierend, gell? Meuthen selbst dagegen ist bei dem Thema Antifa riegeldumm oder macht auf Lügenwahlkampf. Jedenfalls gab er die von der Antifa selbst in die Welt gesetzte – und hier von der taz auf ihrer Satireseite kolportierte – Fake-Meldung als Wahrheit aus, dass nämlich Anti-AfD-Demonstranten einen Stundenlohn von 25 Euro erhielten. Die ZuhörerInen nahmen Meuthen den Blödsinn offenbar ab. (Beweise konnte er auf Nachfrage auch nicht liefern.) Hier ein Teil des Publikums, das sich von Meuthen verarschen ließ und noch dazu klatschte:

arsch

 

Bitte beachten: Doppeltes Lesen könnte sich heute lohnen, denn wir korrigieren und ergänzen die Texte oben noch, wenn es sich anbietet.

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Meuthen stellt durchaus richtige Fragen. Etwa die, wieso Angela Merkel meint, man könne die deutschen Grenzen nicht durch einen Zaun sichern, die Kanzlerin aber von der Türkei und Griechenland mit ihre Inseln und unübersichtlichen Küsten genau dies verlange. Und natürlich hat er recht, wenn er sagt, dass sich die Regierungsparteien schon dem AfD-Kurs angenähert hätten. Richtig auch, dass viele Flüchtlinge, ob mit Asylanspruch oder ohne, auf immer oder vorerst in Deutschland bleiben werden. Aber was bedeutet das für unsere Gesellschaft und wie können wir sicherstellen, dass es zu einem gedeihlichen Zusammenleben kommt? „Integration“ sei nötig, sagt Meuthen. Mehr dazu fällt ihm nicht ein. Als das kritisiert wurde, brüllte ein Zuhörer: „Zuhören!“. Genau das haben wir gemacht. Da kam nichts. Falls jemand doch gehört haben sollte, welche positiven Schritte zu einer Integration der Flüchtlinge wir laut AfD gehen können und müssen, möge er oder sie das als Kommentar hier anfügen. Aber da wird kaum etwas kommen, denn da war einfach Fehlanzeige bei Meuthen.

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Meuthen konnte immerhin das Ergebnis einer neuen SWR-Umfrage vorstellen. Danach kommen SPD uind AfD jeweils auf 13 Prozent in Baden-Württemberg.

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Lesen Sie heute noch den Teil: „So geht PR oder Wie ein AfDler dafür sorgte, dass Weberberg.de viele neue LeserInnen bekommt.“ Jetzt aber erst einmal Deutschkurs für Flüchtlinge. Um 9:30 geht’s los. Bis später!

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Jetzt aber die Sache mit dem Teppichmesser. Bereits in Warthausen hatten wir unsere Lebenszeit sinnvoll genutzt und während des Besuches der AfD-Veranstaltung Bilder für den Deutschunterricht mit Flüchtlingen ausgeschnitten. Hat auch niemand unterbunden. Nur wegen des bissle Papiermülls maulte später wer. Zu der gestrigen Veranstaltung brachten wir alte Illustrierte zum Schnipseln (SPIEGEL, Stern, Men’s Health) mit. (Danke für das sinnvoll einsetzbare Altpapier an die „Kupferkanne“!) Mit einem kleinen Messer (s. unten neben dem Kuli) lassen sich Bilder leichter und schneller ausschneiden als mit einer Schere, zumal dann, wenn kein Tisch vorhanden ist. Also schnitten

messer

wir in der zweiten Reihe so rum. Nun störten sich einige ZuhörerInnen an dem Geraschel und wir raschelten etwas leiser. Eine Dame aus der ersten Reihe war aber so genervt, dass sie aufstand und versuchte, dem Weberberg.de-Chef den „Stern“ zu entreißen. Der zerrte dagegen. Daraufhin mischte sich ein Herr von hinten gewaltsam ein. Der bekam den „Stern“ zwar auch nicht in seine Hände, aber der Weberberg.de-Chef rutschte bei dem Gerangel vom Stuhl. Jetzt schaltete sich der kräftige Mann von der Security ein und wollte das Messer konfiszieren. Da war dann Diskussionsbedarf, was vom Redner etwas ablenkte und man ging vor den Saal. Das Messer wurde sichergestellt. Hakuna matata. Dann haben wir also nicht weiter geschnipselt und mit der Integration der Flüchtlinge wird es etwas länger dauern. Die Kosten trägt der Steuerzahler. Schuld daran natürlich wieder: die dumme AfD, die sich mit so etwas immer ins Knie schießt. Nach einem Besuch der Toilette im Untergeschoss wurde uns zunächst der Zugang in den Saal verweigert. Grund: wir hätten ein Teppichmesser (sic!) dabei gehabt. Jetzt kam wieder der Begleitmann von Meuthen ins Spiel. Der machte alles klar, entschuldigte sich für die „nervösen“ Leute am Eingang, führte den Weberberg.de-Chef um den Saal herum und ließ ihn durch die Tür neben dem Redner wieder den Saal betreten. Erstaunte Gesichter in mehreren Reihen. Beifall gab es da nicht.

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Die SchwäZ berichtet über die AfD-Veranstaltung hier. Und hier ein Bild vom Marktplatz, kurze Zeit vor Beginn der AfD-Veranstaltung:

publik

Voll die Politchecker in Bad Buchau

Zum Rücktritt des GRÜNEN-Politikers Volker Beck von seinen Parteiämtern schreibt jemand in einem Kommentar auf dieser Federseewebsite über Beck: „Er war auch schon als Ministerpräsident völlig daneben! Und da ist er auch schon zurückgetreten. Wundert uns das? Nein!“  Offenbar haben wir hier in der Weberberg.de-Redaktion irgendwas verpasst.

Filme im englischen Original…

…sind im Traumpalast immer spät in der Freitagnacht und am folgenden Montagabend zu sehen. Zuletzt war das „Spotlight“, der ganz aktuell zu seinem Oscar für den besten Film in Biberach auf Englisch lief. Als nächses steht „Zootopia“ auf dem Programm. Der Trickfilm hat Traumnoten beim Publikum und bei der Kritik bekommen. lesen Sie selbst hier. Wer fürchtet, nicht alles mitzubekommen, kann hier schon mal den Plot nachlesen. (Achtung: spoiler alert.)

Der CDU Landtagskandidat Thomas Dörflinger …

…besucht am Donnerstag den 10.03.2016 Mettenberg und lädt zu einem politischen Abend ins Gasthaus Adler ein. Ab 19:30 Uhr beginnt Thomas Dörflinger mit eine kurzen Vortrag zur Landtagswahl. Anschließend beantwortet er Fragen zur aktuellen politischen Situation und zu seiner Haltung zu grundsätzlichen politischen Fragen. Diskutieren sie mit Thomas Dörflinger und lernen sie ihn kennen.

Am Montag den 07.03.2016 um 15:00 Uhr wird EU – Kommissar Günter Oettinger im Rahmen seines Besuches in Süddeutschland in die Firma Albert Handtmann in Biberach kommen. Er informiert sich kurz über die Mittelständische Wirtschaft und wird circa 30 Minuten zu Europa-, Deutschland- und Landesthemen sprechen. Sicherlich wird er auch auf die Möglichkeiten einer digitalen Wirtschaft und Gesellschaft kurz eingehen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen.

Kulturkompetenz ist nicht immer leicht – Die VoB lädt die Nachbarn ein

War natürlich ne Supersach, dass die Volksbank heute ihre neuen Nachbarn aus dem Flüchtlingsheim, das früher die EVS beherbergte, zu einer Infoveranstaltung über Biberachs Sport, Kultur und die Volksbank (Stichworte: Hilfe & Vertrauen). eingeladen hatte. Bravo! Mehr davon! Bloß leider hatte die eigentlich löbliche Veranstaltung diverse Macken. Da wurden die internationalen Gäste mit falschem Deutsch begrüßt. „Herzlich Willkommen“ hieß es schon mal zum Einstieg und der Fehler setzte sich auf mehreren PowerPoint-Folien fort. (Unserer Sprachabteilung ging da wieder das Messer im Sack auf. Motto offenbar: Sind ja nur Neger. Braucht man auch kein richtiges Deutsch zu schreiben. So wie man bei der ARD immer wieder raushängt: Sind ja nur Kanaken. Braucht man nicht richtig auszusprechen. Wenn mal wieder in die Namen Mesut Özil oder Cem Özdemir je drei Aussprachefehler eingebaut wurden.) Dann wurde das ganz überwiegend muslimische Publikum darauf hingewiesen, dass es nach der Veranstaltung auch Wein (sic!) geben würde. Den gab’s zwar dann doch nicht, aber man kann ja Moslems mal erschrecken. Dafür gab es Pizzen in diversen Variationen. Zwei unbeschilderte Riesenplatten waren für Moslems eher nicht geeignet, weil, dann hätten Sie Schwein gehabt. Im Mund. In Form von Salami und/oder Schinken. Ausgeschildert war das nicht. (Weberberg.de griff schnell zum Stift und sorgte für Klarheit.) Natürlich waren die Reden bei der Veranstaltung wieder zu lang. Wie damals in der Stadthalle. Nur gut, das die frankophonen Afrikaner etwas später kamen, sonst hätten sie bei der Frage, ob eine französische Übersetzung gewünscht sei, womöglich hier geschrien und die Sache hätte sich noch länger hingezogen. Und nein, wir kritisieren nicht einfach, ohne Vorschläge zur Verbesserung zu haben. So etwa: „Es gibt einen großen Sportverein, die TG Biberach, bei der man soundsoviele Sportarten betreiben kann. Eine Kontaktadresse finden Sie auf dem Infoblatt.“ Dazu 4-6 aussagekräftige Bilder. Fertig. Nicht langweilig. Und mit ein bissle Nachhaltigkeit. Das hatten wir bereits nach der städtischen Stadthallenflüchtlingsbegrüßungsveranstaltung vorgeschlagen. Aber an Verbesserungsvorschlägen ist man bei der VoBa offenbar nicht interessiert. Man kann nur seufzend daran denken, wie ein OB Hoffmann auf derlei Kritik reagiert hätte. Wahrscheinlich hätte er zu einem Gespräch geladen und Verbesserungsvorschläge erwartet. Und wie reagiert der Mann von der VoBa-Chef? Mit dem hilfreichen Vorschlag: „Sie können ja gehen.“ Tcha. Iwi klein(geistig). stark (verbesserungswürdig). ober(dings). Und den Flüchtlingen? Den schien es eher gefallen zu haben. Und das ist ja die Hauptsache. Um Selbstdartsellung der VoBa und von Hauptredner Martin Gerster (SPD-MdB) dürfte es ja sicher nicht gegangen sein.

mouhamed

Glück im Unglück hatte Martin Gerster. Er konnte sich mit Mouhamed D. ablichten lassen.

Apfelwahlkampf

Auf Einladung des SPD-Landtagskandidaten Stefan Gretzinger war Finanz-
und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid in Biberach. (Weberberg.de berichtete). Er unterstützte
den Wahlkampf beim SPD-Infostand auf dem Biberacher Wochenmarkt. Auch
der Bundestagsabgeordnete Martin Gerster (SPD) und
SPD-Kreistagsfraktions-Chef Franz Lemli unterstützten Gretzinger auf
dem Wochenmarkt. Zahlreiche Bürger nahmen die Möglichkeit wahr, um mit
den SPD-Entscheidungsträgern ins Gespräch zu kommen. Die SPD-Politiker
boten nicht nur ein offenes Ohr an, sondern auch Gretzingers
Laser-Äpfel. „Der Anklang war super! Die Bürger wollen greifbare
Politiker. Leicht erreichbar, immer da für die Leute. Für so einen
Politik-Stil stehen Nils Schmid, Martin Gerster, Franz Lemli und ich“,
bilanziert SPD-Landtagskandidat Stefan Gretzinger. SPD-Landtagskandidat Stefan Gretzinger
aus Warthausen-Oberhöfen setzt seine Hausbesuche am Freitag, 4. März, ab 16 Uhr in Biberach an der Riß fort.

Schaufenster Flucht

Am 4.März 2016 um 20 Uhr lädt der Ökumenische Arbeitskreis Asyl Ochsenhausen ein zum „Schaufenster Flucht“ in den Bibliotheksaal in Ochsenhausen – einem informativen und nachdenklich-unterhaltsamen Abend mit Musik und Kabarett. Organisiert und unter Mitwirkung von Künstlern aus und um Ochsenhausen, ehrenamtlichen Helfern und auch Flüchtlingen. Bereits ab 19 Uhr werden Arbeiten aus zwei Flüchtlingsklassen in Ochsenhausen und Reinstetten gezeigt. Der Eintritt ist frei. Es wird aber um Spenden gebeten.

Im Mittelpunkt des Abends steht das Thema „Flucht“ und die ehrenamtliche Arbeit in und um Ochsenhausen für Flüchtlinge, mit Flüchtlingen und auch von Flüchtlingen. Pfarrer Ströhle, Beauftragter für die ehrenamtliche ökumenische Flüchtlingshilfe im Landkreis Biberach und gleichzeitig Sprecher des Ökumenischen Arbeitskreises Asyl Ochsenhausen: „Mit diesem Benefizabend möchte der Arbeitskreis sich und seine Aktivitäten vorstellen. Insbesondere soll sichtbar werden, wie wichtig die direkte Hilfe ist, um die große Herausforderung der Integration zu bewältigen. Um die große politische Diskussion, die ihre eigene Zielsetzung hat, soll es an diesem Abend nicht gehen.“

Neben klassischer Musik, vorgetragen von dem Ochsenhauser Cellisten Alexej Grauberger sowie einer Präsentation von Projekten der Flüchtlingshilfe in Ochsenhausen ist der Schwerpunkt des Abends nachdenklich-unterhaltsames Kabarett mit der Ochsenhauser „OXi“-Truppe. Hinter der „OXi-family“ stecken Kabarettist Franz Baur und die Flötenspielerin Kerstin Högerle. Auf Hochdeutsch, versuchtem Hochdeutsch und auch im breitestem Schwäbisch versucht „OXi“ der Weisheit letzten Schluss zu kleinen und großen Fragen lyrisch zu verpacken – nachdenklich und unterhaltsam zugleich – und auch überraschend, denn mit einer „OXi-Überraschung“ ist immer zu rechnen!

Biberachs Partyszene immer besser

syrifood

Weil jetzt die dummen, xenophoben Tussen in Biberach sich nachts nicht mehr auf die Straße trauen aus Angst – KÖLN! – vor irgendwelchen hier kaum vorhandenen Nordafrkanern. erhöht sich automatisch die Dichte an intelligenten Frauen in Biberachs Partyszene. Und während die dummen, xenophoben Tussen in Biberach daheim vor der RTL-Glotze hocken und irgendwelches Industriefood in sich reinfressen, haben intelligentere BürgerInnen Besseres zu tun. Etwa Syrern Deutsch beizubringen, danach heftig gemeinsam zu esen und danach weitermachen mit dem Deutschunterricht. Und jetzt raten Sie mal, wer mehr Spaß im Leben hat… (Und, nein, wir  haben nichts gegen Frauen. wir haben nur etwas gegen dumme, xenophobe Tussen.)

Ein Wahlkampfbild mit W

spweb

Ist er nicht toll, unser Föderalismus? Links Landesfinanzminister Nils Schmid, in der Mitte SPD-Landtagskandidat Stefan Gretzinger und rechts SD-MdB Martin Gerster. Und was wollen die Drei uns mit ihrem Zeichen sagen? Dem W = Weberberg.de-Zeichen? Dem W  aus der Gebärdensprache? Sicher dies: egal, wie die Wahl am 13. März ausgeht: Weberberg.de wird auch danach noch auf dem Posten sein. Die AfD dagen macht auf No-show und trit gar nicht erst mit einem Marktplatzstand an. Ohaaa!“ mag da mancher denken, „ist Weberberg.de jetzt auf SPD-Kurs?“ Die Antwort finden Sie hier.

RAV gegen die AfD

Sei dabei!!!

Mit Konfetti ein Zeichen gegen AfD und Rechts setzen

Auf der AfD-Wahlkampfveranstaltung am Dienstagabend, 1. März 2016 spricht im Schwörsaal in Ravensburg Dr. Alexander Gauland, stellvertretender Sprecher der AfD und AfD-Landesvorsitzender in Brandenburg.

Die „Freunde der Räuberhöhle e.V.“, wollen die Veranstaltung weder stören noch sprengen – nicht einmal dagegen demonstrieren. Stattdessen wollen sie mit möglichst vielen Menschen vor dem Aufgang zum Schwörsaal ein ganz besonderes Gruppenfoto unter dem Motto „Oberschwaben IST BUNT – für Toleranz und gegen Rechts“ machen. Dieses Foto soll so toll werden, dass es in allen Medien erscheint und dadurch an diesem Tag der AfD komplett die Aufmerksamkeit entzieht.

Bei dem friedlichen Fotoshooting werden 20 Konfettikanonen zeitgleich um 19 Uhr in die Luft geschossen. Da es um diese Zeit bereits dunkel ist, werden alle Menschen, die bei dieser Aktion mitwirken wollen, aufgerufen, starke Taschenlampen mitzubringen. Im Schein der Taschenlampen wird dann vor dem Schwörsaal ein prächtig bunter Konfettiregen auf die Menschen regnen.

Zu der Aktion werden Medienvertreter eingeladen. Natürlich sind auch versierte Fotografen gern gesehene Gäste bei dem Konfetti-Spektakel „Oberschwaben IST BUNT – für Toleranz und gegen Rechts“.

Die Räuberhöhle appelliert: Bitte macht diese Aktion über Eure sozialen Netzwerk publik, damit möglichst viele Leute am 1. März um 19 Uhr in Ravensburg vor dem Schwörsaal daran teilnehmen.

Gute Nachrichten von der Anti-AfD-Demo

Die Redner-Liste für den 03.03. steht! Es werden sprechen:

– für das Organisations-Team: Martin Goeth (Leiter Orga-Team)

– als Vertreter politisch aktiver junger Menschen: Erik Volkmann (Kreisvorsitzender Jusos Biberach und Vorsitzender Bezirksjugendausschuss Ulm der IG BCE), der von den Grünen, der SPD und DIE LINKE gemeinsam benannt wurde

– für den Bereich „Flüchtlingshilfe“: Dagmar Rüdenburg (Vorsitzende des iff Interkulturelles Forum für Flüchtlingsarbeit e.V.) zusammen mit einem Flüchtling

– aus dem Bereich „Gewerkschaften“: Markus Köder vom DGB (Betriebsrat bei KaVo)

– aus dem krichlichen Bereich: Hellger Koepff (Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Biberach)

Moderation: Kati Auer (Mitglied des Orga-Teams)

Bei der Kundgebung wird auch etwas für das leibliche Wohl getan werden: Es wird einen Kaffee-Ausschank geben und – was uns besonders freut! – einen Stand mit afghanischem Essen.
Der DGB wird zudem mit einem Info-Bus vertreten sein.

Außerdem freuen wir uns über das „Presse-Echo“ der letzten Tage: gestern hat die SPD Biberach im amtlichen Mitteilungsblatt der Stadt Biberach „Biberach Kommunal“ zur Demo am 03.03. aufgerufen und heute ist nochmal ein Artikel zur Veranstaltung in der Schwäbischen Zeitung erschienen.

Für alle Interessierten sei hier nochmal darauf hingewiesen, dass es diesen Sonntag (28.02.) ab 13 Uhr einen „Basteltreff“ im Abseitz, Ehinger Str. 19, geben wird, wo es die Möglichkeit gibt, zusammen mit anderen Schilder/Plakate/Transparente u.ä. für die Demo zu basteln – bringt am besten eigenes „Bastelsach'“ mit (einen kleinen Grundbestand an Material werden wir vorhalten). Eine gute Gelegenheit nicht nur zum Basteln, sondern auch, um schonmal ein paar „Mitstreiter“ der Veranstaltung am 03.03. kennenzulernen, einen Kaffee zu trinken und sich zu vernetzen.

Die erfreuliche Dummheit der Xenophoben

Da gibt eine 49jährige an, sie sei morgens beim Joggen Opfer eines Sexualdelikts geworden. Täter: zwei Ausländer. Da schäumt die Stimmung natürlich hoch in Kreisen der Biberacher Bürgerwehr. Aber dann stellt sich raus:  Alles war  erstunken und erlogen. (Und die 49jährige muss mit einer Anzeige rechnen.) Wie reagiert man jetzt bei der Bürgerwehr, bzw. in der Facebook-Gruppe „Biberach passt auf“? Mit Bedauern darüber, dass die Flüchtlinge in ein schlechtes Licht gesetzt wurden? Nein. Man macht die Biberacher Frauen zu Opfern. Eine der Administratoren der Gruppe schreibt unter anderem dies: „Hallo Zusammen
Nach dem gestrigen Tag habe ich viel nachgedacht…..
Klar war diese Falschaussage eine unüberlegte Handlung. Zum Nachteil für die ganzen andere Frauen….
Ich möchte euch trotzdem ans Herz legen, euch nicht alleine im dunklen draußen aufzuhalten . Gebt immer im voraus jemanden Bescheid falls dies doch mal der Fall sein sollte. Oder ihr seid einfach nicht damit einverstanden , sich nicht mehr alleine auf die Straße zu trauen um eure Hobbys, ganz egal was oder wann oder um wieviel Uhr nachzugehen. So könnt ihr zum Beispiel die Info an Freunde oder Bekannte geben, die dann wissen, wo und zu welcher Zeit ihr euch befindet, falls etwas passieren sollte …..“ (Rest in den Kommentaren zur Falschmeldung nachzulesen)
Dümmer  geht’s kaum. Hier ist unsere Antwort:
„Ach, ja? Zum Nachteil der Frauen? Dass dadurch wieder einmal Flüchtlinge in Verruf gebracht wurden, ist wohl egal? Aber macht euch nur gegenseitig Angst. Wenn eure bornierte Paranoia groß genug ist, sieht man Leute wie euch nimmer auf der Straße. Passt. Ich habe da ne andere Strategie: Seit einigen Wochen gebe ich Deutschunterricht für Flüchtlinge. Das macht wahnsinnig Spaß und seither habe ich viel mehr Freunde in Biberach. Während ihr in Panik wegen der gefährlichen Neger über den Marktplatz schleicht, kann ich dort immer wieder nette Menschen begrüßen, werde in den Flüchtlingsheimen mit Tee bedacht oder zum Essen eingeladen. Gut auch, dass so manche fremdenfeindliche Biberacherin jetzt – nach KÖLN! – nachts daheim bleibt aus angst vor den gefährlichen Nordafrikanern. Die gibt es zwar in Biberach kaum, aber so weit denken die Angstbesessenen natürlich nicht, weil: ist ja eh alles die selbe Wirtschaftsflüchtlingsmischpoke. Schön also, dass ihr euch mit eurer brunzdummen fremdenfeindlichen Denke selber ins Knie schießt. Problem natürlich: da ihr AfDler, ihr PEGIDAS und ihr Leute von der Bürgerwehr eure Muttersprache oft nur begrenzt beherrscht, könnt ihr auch schlecht Deutschunterricht geben. Läuft einfach nicht für euch.“

Zu unserem aktuellen Startbild: Deutsch lernen mit Puzzles

Fünf Mal in der Woche ist Weberberg.de in der Waaghastraße im Einsatz beim Sprachunterricht für Flüchtlinge. Und ein wesentlicher Teil des Unterrichts sind Lernspiele. Hier konzentrieren sich zwei Gambier und ein Afghane auf ein Wortschatzpuzzle, das offenbar recht motivierend für das Lernverhalten ist. Zehn verschiedene solcher Spiele sind in den letzten Tagen entstanden und haben unser Lernmaterial ergänzt. Dazu gehören auch Hunderte von Bildkarten zu verschiedenen Themen. Natürlich stehen diese Materialien auch den anderen ehrenamtlich tätigen Unterrichtenden zur Verfügung. Kleiner Wermutstropfen noch: das offene WLAN der Stadt reicht bisher leider nicht bis hinters Rathaus, sonst könnte der Unterricht noch moderner gestaltet werden. Der Unterricht in der Waaghausstraße ist eıne reizvolle Herausforderung. Da es ein offenes Angebot ist, weiß man im Voraus fast nie, wer kommt und hat es oft genug mit Gruppen zu tun, deren Sprachniveau sehr unterschiedlich ist. Improvisation ist da angesagt. Aber das üppig vorhandene Bildmaterial macht eben das leicht.

Die Veganer und Vegetarier unter unseren LeserInnen…

…dürf5te der leserbrief interessieren, der heute im WOCHENBLATT erschienen ist. Er ging auch uns zu. Wir dokuemtieren ihn  hier:

Sehr geehrter Herr Schwarz,
Im Wochenblatt vom 28. Januar gab es einen Artikel von Ihnen bzgl. des
Kulturguts „Leberkäse“.
Dort erwähnen sie den Angriff auf das Volksnahrungsmittel auch vom
vegetarisch-veganen Zeitgeist.
Da gebe ich Ihnen Recht! Aber wissen Sie, wenn sich die Zeiten ändern,
wir mit Klimawandel und extremen Ressourcenverbrauch kämpfen müssen,
dann muss man sich anpassen können, denn nur angepasste Spezies werden
überleben.
Stellen Sie sich diesem Angriff?
Ich möchte ihnen heute veganen ‚Leberkäse‘ vorstellen. Natürlich heißt
der nicht Leberkäse oder so ähnlich, das wäre Irreführung, genauso wie
der Name ‚Leberkäse‘ an sich ja schon eine Art Irreführung ist. Egal. Es
handelt sich um die Gemüse-Pastete von Maxtofu. (Anbei ein paar Bilder
von einem veganen ‚Leberkäse‘-Burger.)
Die Form passt, er wird gebraten und die Konsistenz kommt auch ran. Und
um mit dem Vorurteil aufzuräumen, dass vegane ‚Ersatzprodukte‘ nur mit
viel Salz und Zusatzstoffen auskommen, habe ich auch die Zutatenliste
fotografiert – diese enthüllt: Etwa genauso viel Salz wie ein echter
Leberkäse, und, oh weh, gar keine Chemie! Dabei ist ja in Leberkäse
gepökeltes Fleisch, das mit reichlich Zusatzstoffen versetzt wird,
sodass mir schon beim Lesen des Wikipedia-Artikels schlecht wird.
https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%B6keln
Also, was ist daran schlecht?
Ich denke eher, dass die Gemüsepastete gesünder ist, und auch vielen
schmecken wird, die über den Tellerrand hinaus schauen wollen.
Umdenken ist das Gebot der Stunde, wenn wir unsere Welt für die Zukunft
erhalten wollen.

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Robin Stierkat