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Gut Ding will Weile haben. Das ist eine Erfahrung,
die die Lafayette Lounge, die am 25. Oktober 2003 in Warthausen
eröffnete, auch noch machen könnte. Der einstigen Kultdisco
am gleichen Ort, dem "Wurzelmax", ging es jedenfalls so.
Es dauerte einst mehrere Monate, bis sich herumgesprochen hatte,
dass das Wurzelmax etwas ganz Besonderes war. Aber dann war der
Laden immer rappelvoll und die Menschen kamn von weit, weit her
an die Riß. Das lässt für das nächste Jahr
hoffen, dann nämlich soll das Wurzelmax - total redesignt aber
im selben Geist - wieder eröffnen.
Die Lafayette Lounge hat gegenüber dem einstigen
Wurzelmax einen entscheidenden Vorteil: Es gibt mittlerweile das World
Wide Web, und so kann der Laden die Möglichkeiten des Netzes
nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen. Und das geschieht auch.
Die Lafayatte Lounge hat die mit Abstand ansprechendste Website unter
den Biberacher Bars (sofern die denn überhaupt eine haben.):
Eine Website mit einem recht lebhaften Guestbook und einer Message,
aber lesen Sie selbst.
Der Eröffnung ging zudem eine Online-Kampagne
voraus, die teils auf Weberberg.de, teils im BC-Portal lief. Tenor
rundum: Auf so etwas haben wir in Biberach gewartet. Das hört
man auch von den Gästen, die allerdings noch nicht in dem Maße
strömen, wie man sich das wohl erhofft hatte. Zu Anfang machten
auch Gerüchte die Runde, die Lafayette Lounge sei ein Techno
Schuppen. Das stimmt nicht, die Playlist ist überaus vielseitig,
wie man rechts oben sehen kann.
Im Gegensatz zum Woody, zum S-Cada oder zum Sun
Flower Club, ist hier die Zielgruppe etwas älter: über
18 auf jeden Fall, aber es mischt sich auch hier recht gut, wie
man auf den Fotos unten sieht. Die beiden Betreiber, Marc Schäfer
und Martin Ostermann haben nicht nur die Begeisterung gemeinsam,
sondern auch Lebenserfahrung aus Houston, Texas, wo Marc einst gearbeitet
hat und Martin noch lebt. Es kommt also internationales Flair an
die Riß.
Und das ist gut so. Allerdings muss man schauen,
wie sich Anlieger und Ordnungshüter verhalten. Beschwerden
wegen Lärm gab es in den ersten Wochen nicht. Nur strenge (manchmal
überzogene) Sperrzeitkontrollen. Man darf hoffen, dass sich
das lockert, denn ein Grund dafür, dass Biberachs Szene immer
wieder in die näheren oder ferneren Großstädte abhaut,
ist der, dass dort bis morgens um 5 Uhr Party problemlos gemacht
werden darf.
Geöffnet sind die Eingangstüren des
Ladens von Donnerstags bis Samstags jeweils von 21 bis 03 Uhr. Donnerstags
gibt es open artist platform und lounge music. Samstags
legt der Haus DJ auf. Mit Gastspielen von bekannten Größen
kann hier gerechnet werden. Vor 23 Uhr ist der Eintritt - erfreulich!
- frei. Praktisch: Quasi direkt vor der Haustür liegt der Bahnhof
von Warthausen. Jetzt bräuchte man nur noch einen Nachtshuttle
zurück nach BC und die Sache wäre perfekt.
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