Filmfest Biberach 2003  

Im Jahre 2003 fand das 25. Filmfest Biberach statt. Hier einige Bilder vom Filmfestival an der Riß. Weitere Bilder folgen, möglicherweise demnächst hier. Mehr über das Biberacher Filmfestival lesen Sie auch in unserer aktuellen Kolumne "Biberach - Themen & Leute" in den Tagen Ende Oktober bis Anfang November 2003.

Nostalgie: Das Filmfest Biberach 2002 im Bild.

"Putte" (vor den Filmplakaten rechts) & "Liebe"-Regisseur Florian Fickel. "Wer kennt Putte in Stuttgart nicht?" fragte die Dame mit den Blumen. Thorsten "Putte" Puttenat machte die Musik für gleich drei Filme des Festivals. "Putte, der musikalische Kopf einiger Bands im Stuttgarter Umland, hat schon in seiner Jugend angefangen zur Musik zu rocken. Putte spielte früher viel in Bands u.a. ein Liveprojekt mit Computer, Effektgeräten und einem Schlagzeuger. Diese energiegeladene Liveperformance war einzigartig im Stuttgarter Kessel. Seine Musik ist topmodern mit viel kling und klang und fallera... Heute produziert er in seinem kleinen Studio im Postgelände in Stuttgart seine Tracks," lesen wir auf www.sony.de. Keine Ahnung, von wann der Text ist. Hier aber unser Putte-Watch Link, denn den Typ muss man wohl im Auge behalten. (Nein, nicht von Google! Alltheweb bringt da meist mehr. Wer aber unbedingt Google sichten möchte - bitte schön.) Links von den Blumen übrigens Anette Ernst, Regisseurin von "Mein erster Freund, Mutter und ich".
Peter Lohmeyer, Adrian Kutter ...
...und das "Wunder von Bern"-Publikum

Eines von Tausenden Gesprächen beim Filmfest: OB Thomas Fettback und die Journalistin Gabi Ruf-Sprenger. (links)

 

 

Stadtmarketingfrau Inge Voss und ein Farbenspiel.


Detlev Buck (Hauptdarsteller, links) und Leander Haußmann (Regisseur) nach der Vorstellung von "Herr Lehmann".

Bucks gewaltiger Bierbauch war ein Lacher im Film. Nach der Vorstellung kam dann ein deutlich schlankerer Buck in den Saal. Das gab einer Festivalbesucherin im Zelt Anlass zu der Frage: "War der Bierbauch echt?" Buck" "Nee, da war dasselbe drin, was die Frauen in ihren Brüsten haben." Die Fragerin: "Ich geb das mal an meinem Tisch weiter, aber ich glaube es nicht." Die Frage wurde Buck schon auf dem Filmfestival in Saarbrücken gestellt. Fakt: Der Bauch war tatsächlich nur aufgeklebt.

Panne gab's bei der Vorführung: der CinemaScope-Film war links und rechts abgeschnitten. Frage an Buck: "War das schlimm?" Buck: "Das ist wie bei einem Tischler: Man kann von dem Tisch noch essen, aber er ist beschnitten." Haußmann war da deutlicher: " Da leidet man." Die Diskussion nach dem Film endete abrupt: "Wir können ja mal ein Bier trinken." schlug jemand vor. "Ja, gehen wir ins Zelt," sagte Haußmann und sofort standen etliche Leute auf. Das war's dann.

 


Location Tour: Blick über Biberach von der Schillerhöhe

 

Scheißt der Teufel wirklich immer auf den größten Haufen? Die Mammutproduktion "Luther" jedenfalls bekam den "Goldenen Biber" und damit 5000 Euro. Oben bedankt sich Produzent Alexander Thies. Ein Jungfilmer hätte das Geld jedenfalls besser gebrauchen können. Für auswärtige Besucher: Die Schlange links stammt aus der "Dschungelbuch"-Aufführung der Jugendkunstschule. Es traten auch noch andere Figuren der Produktion auf und übergaben Wein, weil: Lokalkolorit.
Niemand vom "Eierdiebe"-Team war mehr da, um den Publikumspreis entgegenzunehmen. Adrian Kutter färt aber demnächst ohnehin nach Berlin und wird ihn dann übergeben. (Hmmm. Hätte man nicht Regisseur oder Schauspieler nach Biberach locken können, um das Teil abzuholen? Beim letzten Filmfest hat man das mit "Solino" doch auch so gemacht.) Frieder Kolesch von der Werbegemeinschaft Biberach lachte jedenfalls trotzdem.

Pressegespräch mit begrenzter Wahrnehmung. Zwar wurde bei dem Pressegespräch im Rathaus am Sonntag erwähnt, welche Printmedien, welche Funk- und Fernsehsender über das Filmfest Biberach berichtet haben, Onlinemedien wurden aber von niemandem erwähnt. Weder die offizielle Filmfestwebsite noch Weberberg.de. Offenbar ein blinder Fleck bei den Veranstaltern.

Weberberg.de, die inoffizielle Filmfestwebsite, ausgezeicnet mit dem Ehrenamtspreis 2003 des Landkreises Biberach, hatte im vergangenen Jahr mehrere Tausend Besucher, die die Filmfestseiten im November 2002 zum Quotenhit machten. Weberberg.de kann übrigens neue Erfolge beim Guerillamarketing für das Biberacher Festival melden. Gibt man bei Google als Suchbefehl Filmfestival Lünen ein, führt einen der erste Treffer direkt zum Biberacher Filmfest. Das Kinofest Lünen kommt dann erst später.

Blumen für Marianne Sägebrecht nach "Thanksgivin' - die nachtblaue Stunde"...
Die Entscheidung der Jury wird begründet...

Alexander Beyer, Hauptdarsteller in "Hierankel", spielte auch im Publikumsliebling "Eierdiebe" mit.

 

Lobende Erwähnung für "Hierankel" von Hans Steinbichler (links)

BIBERACH - 13. November Nur mal so angedacht Das Filmfest Biberach platzt aus allen Nähten. Volle Säle bei allen Vorstellungen. 8100 BesucherInnen insgesamt. Gäbe es da nicht vielleicht Interesse für noch etwas mehr Film zum gleichen Termin? Mehr Kurz- und Dokumentarfilme? Mehr Jungfilmerproduktionen? Mehr Multimediamix? Andere Festivals haben das ja auch: Ein offizielles mainstreamiges Wettbewerbsprogramm und dann noch viel Exotisches nebenbei. Hmmmm. Wo könnte das stattfinden, wenn doch die Kutter-Kinos voll belegt sind? Vielleicht im Agenturhaus Biberach? Müssen wir mal nachfragen.

Egal. Basteln wir schon mal zur Übung ein Logo und einen Flyer und schau'n mer mal beim nächsten Kneipentalk, ob man aus der Idee was machen kann. Nett wär's ja irgendwie, Biberach noch heftiger als Filmstadt zu positionieren. Ach so: BIFF bedeutet hier Biberach Independent Film Festival:

16. November Inzwischen sind wir schon etwas weiter mit BIFF, wie Se hier sehen. .

Noch mehr Bilder vom Filmfest Biberach 2003 finden Sie hier.

 

Inspirierende Filmfestspiele

Etliche Ideen für Kurzfilme lieferten der Weberberg.de-Filmredaktion die diesjährigen Filmfestspiele. Ob wir die Streifen jemals auf die Leinwand bringen werden, ist allerdings fraglich. Hier eine Auswahl der Filme, die in unseren Köpfen leben.

DIE WOCHE DANACH

Ein Mittelzentrum steht Kopf. Berühmte Filmemacher und Schauspieler tauchen plötzlich in einer kleinen verschlafenen Stadt nahe der bayerischen Grenze auf. Das sorgt natürlich für viel Wirbel. Nach vier Tagen verschwinden alle so rasch wie sie gekommen sind. Die Normalität kehrt zurück. Aber da ist noch die seltsame Planetariumskuppel. Welche Geschichte mag sich dahinter verbergen?

Spannender Kinderfilm mit Laiendarstellern.

HAPPY MEAL

Ein Hotelier in einer südwestdeutschen Kleinstadt bereitet einen Brunch für etwa 100 Filmschaffende vor. Kurz vor knapp erhält er die Nachricht, dass der Brunch woanderscht stattfindet. Jetzt ist guter Rat teuer. Der Hotelier ist ziemlich narret. Weiß man in der Stadt nicht, was Sponsoring bedeutet?

Aufrüttelnder Streifen in der Art einer Dokusoap.

DAS SCHAUKELN

Auf einem Filmfestival einer Stadt mit ca. 32000 Einwohnern präsentieren führende Beteiligte eine Art Pressegespräch. Alles ist ganz positiv. Als das Festival vorbei ist, wartet so mancher auf eine abschließende Pressekonferenz mit kritischem Rückblick. Die aber bleibt aus. Irritationen machen sich in der kleinen Stadt breit.

Vom cinema verité inspirierter Film.

DIE FLASCHE DES GRAUENS

Auf einem Filmfestival wird ein Filmemacher lobend erwähnt, erhält aber keinen Preis. Zum Trost soll er eine Flasche Wein bekommen. Die lehnt er mit der Begründung "Ich trinke nicht" ab. Auch der Festivalleiter will die Flasche mit der gleichen Begründung nicht haben. Was soll jetzt aus der Flasche werden?

Skurrile Groteske, die mit kolorierten Bildelementen experimentiert.

DIE ERKENNTNIS

Auf der zum Rahmenprogramm eines Filmfestivals gehörenden Location Tour erkennt eine junge Filmschaffende die bittere Wahrheit: Sie wohnt nicht in diesem Ort, der laut einer Stern-Umfrage mitten in der zweitglücklichsten Region ihres Landes liegt. Was nun?

Erschütterndes Psychodrama.

BIBERFALLE

Beim Familienfest der deutschen Filmemacher in Lünen Biberach/Riß treffen zwei Jungfilmer auf dem WC eines Festspielkinos aufeinander. Beide hoffen, den mit 5000 Euro dotierten "Goldenen Biber" zu gewinnen. Aber es kann nur einen Sieger geben. Es kommt zum Showdown. Da aber dringt eine schrille Stimme aus dem Foyer bis in den hintersten Winkel des Klotraktes...

Schwarze Groteske aus dem Jungfilmermilieu, das die Bedeutung der Familie hinterfragt. Mit der Musik von "Midi" Files.

WISCHVORLAGE

Ein Filmhochschüler wagt sich an ein kühnes Projekt: Einen Film über ein Filmfestival. Motto: Film im Film im Film. Sein experimenteller Ansatz mit durchweg verwackelten und verwischten Bildern aber findet wenig Zuspruch, als er einige Standphotos bei Filmverleihen vorlegt. Das Projekt endet in einer psychischen Katastrophe...

Gut gemeinter aber anstrengender Experimentalfilm. Gottlob sehr kurz.

ZWÖLF

Auf einem Filmfestival versagt der Computer. Die ahnungslosen Zuschauer starren auf die Leinwand, auf der mehrere seltsame Objekte zu sehen sind. Fast alle zählen nach: Es sind zwölf! Als sich nach anderthalb Stunden noch nichts auf der Leinwand getan hat, geht ein Zuschauer. Er löst damit eine Lawine aus...

Realistisches Filmfestportrait aus der "Provinz".

SEELE, BAUMLE!

Eine Gruppe junger Drogenhändler und Einbrecher aus Oberschwaben fliegt auf. Für den Anführer der Bande, einen gewissen "Seele", gewinnt der Marketingslogan der Tourismusgesellschaft Oberschwaben ("Seele, baumle!") eine ganz neue Bedeutung an. Als "Seele" in seiner Zelle erhängt aufgefunden wird, werden die anderen Bandenmitglieder nachdenklich.

Der Film lebt vor allem durch die Verwendung offizieller Polizeiberichts-Fotos der Polizei Biberach/Riß. (Foto: Polizei Biberach/Riß)