Pressefreiheit in der Türkei 2.0

Merkel

Wer meint, in der Türkei gebe es keine Pressefreiheit, braucht sich nur einmal die heutige Ausgabe der „Akşam“ anzuschauen. In Deutschland wäre so etwas wohl kaum möglich…
Man fragt sich, warum die Bundeskanzlerin nicht Manns genug ist, die Entscheidung irgendeines Verfassungsgerichtes in Karlsruhe (!) zu kassieren, wenn diese Entscheidung die deutsch-türkischen Verhältnisse so belastet.
Während Erdoğan bereits die dritte Bosporusbrücke bauen lässt, hat Deutschland noch keine einzige Brücke über den Bodensee gebaut. Und der neue Mammutflughafen in Istanbul wird wohl auch vor dem in Berlin fertig. Und während Erdoğan die Gülen-Schulen in der Türkei schließt, dürfen sie ihre Arbeit in Deutschland fast unbehelligt verrichten und niemand regt sich auf. Und während in Deutschland wegen einer Handvoll RAF-Hansel Notstandsgesetze… usw.
Diskussionsstoff für deutsch-türkische Begegnungen gibt es genug. 🙂
Wir wünschen viel Spaß! (Gebrauchsanleitung: Wie üblich müssen unsere LeserInnen selbst entscheiden, was ironisch gemeint ist).
INFO: Was die BBC über die Gülen-Bewegung sagt.

 

7 Gedanken zu „Pressefreiheit in der Türkei 2.0“

  1. Hallo

    selbst unter der Annahme, dass in dem Artikel alles ironisch gemeint ist, ist der Artikel einfach geschmacklos. Sehen Sie nicht die Parallelen zu den Ereignissen in Deutschland 1933. Wenn ich mir vorstelle wieviel tausend Existenzen durch die aktuellen Ereignisse existentielles Leid erfahren und Ihre Worte daneben stelle wird mir schlecht.

    1. Geschmacklosigkeit ist ein diskutierbarer Vorwurf, aber die angedeutete bizarre Gleichsetzung vom Deutschland 1933 und der Türkei 2016 zeugt doch – leider – von wenig Kenntnis und Verständnis der aktuellen Situation in der Türkei. Glücklicherweise leben wir in einem Land, wo man Vorwürfe wie die Ihrigen nicht anonym posten muss. Aber an dieser Freiheit scheint Ihnen offensichtlich nichts zu liegen.

  2. Ich korrigiere: Das ist quasi schon Pressefreiheit 3.0: „Stell dir vor, ein Westentaschendiktator spielt Rumpelstilzchen und keiner schaut hin“. Auf die Art dümpelt Weberberg.de ja schließlich ja auch schon seit langem vor sich hin.

  3. Der Beitrag ist so scheiße, so wie alles hier auf dieser Seite. Dieser Andresen ist doch nicht einmal in der Lage über die Straße zu laufen….

  4. Wenn Pressefreiheit bedeutet, politische Unliebsame als Hitler darzustellen, dann gibt es in der Türkei tatsächlich Pressefreiheit. Hätte die Zeitung Erdogan als Hitler präsentiert, könnte man live erleben, wie Pressefreiheit in der Türkei real aussieht. Alles einfach durch die rosarote Brille betrachten und die tatsächlichen Gefahren einer türkischen Diktatur ausblenden hat noch nie etwas gebracht. Und feige Appeasementpolitik gegenüber totalitären Politikern bestärkt diese nur, wir haben das in Deutschland schon schmerzhaft genug erleben müssen. Hast Du eigentlich nichts aus unserer Geschichte gelernt?

    1. (Gebrauchsanleitung: Wie üblich müssen unsere LeserInnen selbst entscheiden, was ironisch gemeint ist.) – Überlesen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.